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Mo, 15:00 Uhr
21.02.2011

Alles nur vorläufig

Die nnz hatte in den vergangenen Wochen mehrfach über die Kalamitäten im Vorfeld der Präsidenten-Wahl an der Nordhäuser Fachhochschule berichtet. Die Wahl ist zwar durchgeführt worden, doch Präsident ist Prof. Jörg Wagner noch lange nicht...


Letztlich hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar befunden, dass die damalige Präsidentenwahl am 1. Dezember vergangenen Jahres durchgeführt werden kann. Die Anträge eines Professors der Fachhochschule waren vom Verwaltungsgericht abgewiesen worden. Da gegen die OVG-Entscheidung nicht juristisch weiter vorgegangen wurde, ist die Durchführung der Wahl rechtens, allerdings ist der alte "Präsi" nicht automatisch der neue. Denn das OVG hatte angeordnet, dass der neu gewählte Präsident frühestens nach dem 15. Februar 2011 ernannt werden darf. Das war vorige Woche, eine Urkunde aus dem Thüringer Kulturministerium hat Jörg Wagner aber immer noch nicht.

Der Grund hierfür liegt in einer Konkurrentenklage, die ein Mitbewerber angestrengt hat. Der soll nach Informationen der nnz keine Vorladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten haben. Diese neue Klage ist jetzt durch das Verwaltungsgericht abgewiesen worden. Heute soll der entsprechende Beschluss aus dem Fax des Präsidentensekretariats gekommen sein. Auf nnz-Nachfrage bei der FH-Pressestelle gab es folgenden Kommentar: "Wir lehnen jeglichen Kommentar in einem schwebenden Verfahren ab!" Denn: Wagner kann noch immer nicht ernannt werden, da der Kläger zwei Wochen Zeit hat, um Klage bei der nächsthöheren Instanz einzulegen. Selbst wenn er da erneut scheitert ist immer noch der Gang zum Bundesverfassungsgericht möglich und weitere vier Wochen vergehen.

In Nordhausen wird die Fachhochschule demzufolge noch einige Wochen ohne Leiter auskommen müssen. Damit dieser führungslose Zustand ein wenig behoben werden kann, soll Jörg Wagner am Mittwoch zum vorläufigen Leiter der Fachhochschule ernannt werden.
Autor: nnz

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