Do, 06:27 Uhr
08.05.2003
Schon mal Venen gemessen?
Nordhausen (nnz). Heutzutage kann man fast alles messen. Auch die Venen. Welches Ergebnis eine solche Meß-Aktion bei einer Nordhäuser Krankenkasse brachte, das hat jetzt die nnz erfahren.
Großer Andrang herrschte gestern in den Geschäftsräumen der Barmer Ersatzkasse in Nordhausen. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, ihre Beinvenen auf Rückflussstörungen kostenlos überprüfen zu lassen. Bezirksgeschäftsführer Peter Behrschmidt und die Mitarbeiterinnen des Sanitätshauses Werther informierten über die Vorbeugung und Behandlung von Venenerkrankungen und gaben Tipps für eine wirksame Venengymnastik. Die Aktion wurde in Kooperation der Barmer Ersatzkasse mit dem Sanitätshaus Werther und dem Kompressionsstrumpf-Hersteller Juzo durchgeführt.
Die Initiatoren wollen mit dieser Aktion auf die Häufigkeit von Venenerkrankungen aufmerksam machen: "In Deutschland haben bereits jede zweite Frau und jeder vierte Mann - insgesamt über 22 Millionen Menschen - Krampfadern. Gefährdete Personen sollten rechtzeitig vorbeugen, beziehungsweise eine bereits bestehende Venenschwäche frühzeitig behandeln lassen." so Peter Behrschmidt gegenüber nnz. Denn sonst verschlimmert sich die Erkrankung mehr und mehr, und es kann zu Komplikationen wie Thrombosen, Venenentzündungen oder sogar dem "offenen Bein" kommen.
Insgesamt wurden mehr als 100 so genannte D-PPG-Messungen durchgeführt. Mit diesen einfachen und vollkommen schmerzfreien Untersuchungen wird die Venenfunktion gemessen. Das Ergebnis ist ein Indikator für den Gesundheitszustand der Beinvenen.
Auch bei dieser Aktion bestätigte sich die Statistik: Mehr als 50 Personen wiesen schlechte bis pathologische Werte der Beinvenen auf. Ihnen wurde dringend der Besuch ihres Hausarztes bzw. eines Facharztes für Venenheilkunde (Phlebologen) angeraten.
In den Vorträgen von Juzo-Repräsentant Tobias Haage erfuhren die Zuhörer, was neben dem Tragen von Kompressionsstrümpfen die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Venenschwäche und Krampfadern sind: viel Bewegung und bewusste Ernährung.
Viele Teilnehmer waren verblüfft über die gezeigten Strümpfe und Strumpfhosen: Sie hätten sie niemals als Kompressionsstrumpf erkannt, sondern glaubten zunächst, eine modische blickdichte Strumpfhose oder - je nach Modell - einen superweichen Herrenstrumpf vor sich zu haben.
Autor: nnz
Großer Andrang herrschte gestern in den Geschäftsräumen der Barmer Ersatzkasse in Nordhausen. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, ihre Beinvenen auf Rückflussstörungen kostenlos überprüfen zu lassen. Bezirksgeschäftsführer Peter Behrschmidt und die Mitarbeiterinnen des Sanitätshauses Werther informierten über die Vorbeugung und Behandlung von Venenerkrankungen und gaben Tipps für eine wirksame Venengymnastik. Die Aktion wurde in Kooperation der Barmer Ersatzkasse mit dem Sanitätshaus Werther und dem Kompressionsstrumpf-Hersteller Juzo durchgeführt. Die Initiatoren wollen mit dieser Aktion auf die Häufigkeit von Venenerkrankungen aufmerksam machen: "In Deutschland haben bereits jede zweite Frau und jeder vierte Mann - insgesamt über 22 Millionen Menschen - Krampfadern. Gefährdete Personen sollten rechtzeitig vorbeugen, beziehungsweise eine bereits bestehende Venenschwäche frühzeitig behandeln lassen." so Peter Behrschmidt gegenüber nnz. Denn sonst verschlimmert sich die Erkrankung mehr und mehr, und es kann zu Komplikationen wie Thrombosen, Venenentzündungen oder sogar dem "offenen Bein" kommen.
Insgesamt wurden mehr als 100 so genannte D-PPG-Messungen durchgeführt. Mit diesen einfachen und vollkommen schmerzfreien Untersuchungen wird die Venenfunktion gemessen. Das Ergebnis ist ein Indikator für den Gesundheitszustand der Beinvenen.
Auch bei dieser Aktion bestätigte sich die Statistik: Mehr als 50 Personen wiesen schlechte bis pathologische Werte der Beinvenen auf. Ihnen wurde dringend der Besuch ihres Hausarztes bzw. eines Facharztes für Venenheilkunde (Phlebologen) angeraten.
In den Vorträgen von Juzo-Repräsentant Tobias Haage erfuhren die Zuhörer, was neben dem Tragen von Kompressionsstrümpfen die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Venenschwäche und Krampfadern sind: viel Bewegung und bewusste Ernährung.
Viele Teilnehmer waren verblüfft über die gezeigten Strümpfe und Strumpfhosen: Sie hätten sie niemals als Kompressionsstrumpf erkannt, sondern glaubten zunächst, eine modische blickdichte Strumpfhose oder - je nach Modell - einen superweichen Herrenstrumpf vor sich zu haben.

