Do, 16:10 Uhr
10.02.2011
Auf pharmazeutische Beratung setzen
Ziehende Schmerzen oder Krämpfe während der Regelblutung sind für viele Frauen keine Seltenheit. Drei Viertel der Frauen leiden jeden Monat an den Beschwerden, jede zehnte Frau ist sogar so stark beeinträchtigt, dass sie ihren normalen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen kann. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker bieten fachkundige Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten.
"Ursache für die Schmerzen ist häufig ein Überschuss an körpereigenen Botenstoffen", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. Sie werden insbesondere zu Beginn der Menstruation produziert: Die Substanzen ziehen die Muskulatur der Gebärmutter zusammen, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Zudem wird die Muskulatur weniger durchblutet, was die Schmerzen verstärken kann.
"Vor allem kurz vor und in den ersten Tagen der Regel können vermehrt Unterleibs- oder Rückenschmerzen auftreten. Die Schmerzen fallen unterschiedlich stark aus; Mädchen und junge Frauen leiden besonders häufig daran", so der Apotheker. Zu der so genannten Dysmenorrhoe gesellen sich häufig weitere Beschwerden wie allgemeines Unwohlsein, Spannungen in den Brüsten oder Kopfschmerzen.
"Oftmals genügt bereits Wärme, um die Schmerzen zu lindern", sagt Garke. Eine Wärmflasche, ein Bad oder ein Saunabesuch können die Krämpfe im Unterleib lösen. Die Muskulatur wird stärker durchblutet und entspannt sich so. "Bei sehr starken Beschwerden reichen reine Wärmeanwendungen meist nicht mehr aus. Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac haben sich in solchen Fällen bewährt", so Garke weiter. Die Einnahme von Acetylsalicylsäure empfiehlt Garke dagegen nicht, denn die entsprechenden Medikamente wirken gerinnungshemmend und können zu übermäßigem Blutverlust führen.
Garke empfiehlt zur Auswahl der am besten geeigneten Medikamente eine Beratung in der Apotheke. Weil in manchen Fällen auch organische Erkrankungen die Schmerzen auslösen, rät Garke, vor der Einnahme die Ursache der Regelbeschwerden vom Arzt abklären zu lassen.
Um längerfristig Schmerzen und Krämpfe zu lindern oder gar zu verhindern, haben sich Sport und Entspannungsübungen bewährt. Regelmäßige Bewegung verbessert die Beckendurchblutung und löst Verkrampfungen. Yoga und Autogenes Training sowie Massagen lockern die verkrampfte Muskulatur.
Autor: nnz"Ursache für die Schmerzen ist häufig ein Überschuss an körpereigenen Botenstoffen", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. Sie werden insbesondere zu Beginn der Menstruation produziert: Die Substanzen ziehen die Muskulatur der Gebärmutter zusammen, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Zudem wird die Muskulatur weniger durchblutet, was die Schmerzen verstärken kann.
"Vor allem kurz vor und in den ersten Tagen der Regel können vermehrt Unterleibs- oder Rückenschmerzen auftreten. Die Schmerzen fallen unterschiedlich stark aus; Mädchen und junge Frauen leiden besonders häufig daran", so der Apotheker. Zu der so genannten Dysmenorrhoe gesellen sich häufig weitere Beschwerden wie allgemeines Unwohlsein, Spannungen in den Brüsten oder Kopfschmerzen.
"Oftmals genügt bereits Wärme, um die Schmerzen zu lindern", sagt Garke. Eine Wärmflasche, ein Bad oder ein Saunabesuch können die Krämpfe im Unterleib lösen. Die Muskulatur wird stärker durchblutet und entspannt sich so. "Bei sehr starken Beschwerden reichen reine Wärmeanwendungen meist nicht mehr aus. Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac haben sich in solchen Fällen bewährt", so Garke weiter. Die Einnahme von Acetylsalicylsäure empfiehlt Garke dagegen nicht, denn die entsprechenden Medikamente wirken gerinnungshemmend und können zu übermäßigem Blutverlust führen.
Garke empfiehlt zur Auswahl der am besten geeigneten Medikamente eine Beratung in der Apotheke. Weil in manchen Fällen auch organische Erkrankungen die Schmerzen auslösen, rät Garke, vor der Einnahme die Ursache der Regelbeschwerden vom Arzt abklären zu lassen.
Um längerfristig Schmerzen und Krämpfe zu lindern oder gar zu verhindern, haben sich Sport und Entspannungsübungen bewährt. Regelmäßige Bewegung verbessert die Beckendurchblutung und löst Verkrampfungen. Yoga und Autogenes Training sowie Massagen lockern die verkrampfte Muskulatur.

