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Mi, 12:18 Uhr
09.02.2011

nnz-Forum: „Nennen wir es eine Erfahrung“

Erfahrungen gesammelt (Foto: privat) Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Schülerinnen und Schüler der Bleicheröder Schiller-Gymnasiums absolvierten Ende Januar ein Praktikum im Bildungswerk Nordhausen. Eine Schülerin hat ihre Erlebnisse und Erfahrungen notiert...


Am Anfang der Woche schienen die meisten der Schüler aus den beiden zehnten Klassen eher neugierig darauf zu sein, wie diese Zeit ablaufen würde. Noch in der normalen Schulwoche begannen die Klassenlehrer Herr Block und Frau Nieft, ihre Schützlinge einzuteilen. Man konnte wählen zwischen Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, technischem Zeichnen oder Trockenbau. Natürlich musste man schnell eine Entscheidung treffen, denn in diesen verschiedenen Bereichen war auch nicht unendlich Platz.

Hauptsächlich ging es uns darum, etwas mit den Freunden zu machen und so war es mir zum Beispiel egal, dass ich beim Trockenbau landete, denn so lange meine Liebsten dabei waren, konnte es keine schlechte Woche werden. Ausgerüstet mit Blaumann und Schlabberoberteil landeten wir schließlich am Montag im besagten Bildungswerk. Nach einer kleinen Vorrede wurden wir zu unserem Betreuer, Herrn Hille, in den Bereich Fliesen geführt. Trockenbau würde leider ausfallen, die Halle wäre besetzt. Doch enttäuscht waren wir darüber nicht.

Eingeteilt in verschiedene Gruppen ging es dann los. Die Aufgabe der einen Gruppe bestand darin, rechteckige Fliesen in einem bestimmten Muster an die Wand zu bringen, die der anderen beinhaltete die korrekte Festsetzung bunter und durcheinander gewürfelter Bodenfliesen.

Auch wenn der Mörtel klebte und die Fliesen sich anscheinend gegen einen stellten und immer wieder zur Seite oder, explizit die Wandfliesen, sich einen Weg Richtung Boden suchten, war es lustig, wenn auch anstrengend.
Kurz nach der Frühstückspause machten wir uns dann, mit der Kamera bewaffnet, auf den Weg zu den anderen verschiedenen Bereichen.
Die Metallbearbeitung bestand aus Feilen und Zuschneiden. Das Ziel war eine Halterung für Gasflaschen. Etwas, was man im alltäglichen Leben unbedingt braucht.

Im Bereich des technischen Zeichnens arbeiteten die Schüler nicht wie erhofft an Computern, dafür ließ sich aber auch an Zeichenbrettern gut arbeiten. Gezeichnet und dargestellt wurden zum Beispiel Häuser in Innen-und Außenansicht. Bei der Holzbearbeitung errichtete man Fünf-Sterne-Insektenhotels, aber auch Bänke und Hocker. Leider gab es bei dem vielen Gesäge und Geschraube auch einen Verletzten, aber für eine gute Insektenunterkunft müssen eben Opfer gebracht werden.

Nachdem die Expedition zu den anderen fleißigen Arbeitern vollbracht war, wendeten wir Fliesenleger uns wieder der Aufgabe zu. Am Ende eines erfolgreichen Arbeitstages wurden wir mit einer langen Mittagspause in der Kantine belohnt. Es gab zum Beispiel leckere Pommes und die berühmt berüchtigte „Mantaplatte“, also Currywurst. Im Laufe der Woche veränderten sich natürlich auch unsere Aufgaben. Die Bodenflieser begannen an der Wand, die Wandflieser am Boden.

Am letzten Tag der Woche konnten die Fliesen wieder von der Wand bzw. Boden gekratzt werden. Somit lagen nicht nur der Untergrund, sondern auch unserer Nerven blank. Keiner hatte mehr Lust auf den staubigen Blaumann, die Metallbearbeiter hatten genug vom Feilen und auch die Zeichner hatten lange genug ihr Haus gezeichnet und abgemessen. Somit freuten sich alle auf die anstehenden Ferien.

Fazit? Endlich wissen wir, wie Mörtel bis zur Konsistenz von Grießbrei perfekt angerührt oder wie eine Ferienunterkunft von Insekten gebaut wird. Auch nützt mir sehr die zweite Hornhaut an den Händen, die ich durch das Abkratzen des Mörtels von der Wand bekommen habe. Doch alles in allem war es eine schöne Woche. Vor allem, weil es ein Klassenpraktikum war und wir somit immer noch mit unseren Freunden zusammen sein konnten.

Auch bekamen wir natürlich einen Eindruck von den verschiedenen Berufen, vielleicht gibt es ja einige, die dieses Berufsfeld für spannend erachten. Die Betreuer und andere Menschen, die uns geholfen und alles erklärt haben, waren sehr nett und wir konnten einiges von ihnen lernen. Und auch die Küchenfee war prima, selbst wenn die Pommes immer etwas dauerten.
Ein herzliches Danke an das Bildungswerkteam, danke für diese Woche und diese Abwechslung vom Schulalltag.
Clara Steffes, Klasse10b
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Erfahrungen gesammelt (Foto: privat)
Autor: nnz

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