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Mi, 14:51 Uhr
26.01.2011

Immer mehr Koma-Säufer

Im Landkreis Nordhausen steigt die Zahl jugendlicher Komasäufer gegen den Landestrend weiter an. Im Jahr 2009 kamen nach Informationen der DAK 18 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus...


Laut offizieller Landesstatistik stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2008 um 80 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand. „Seit 2003 sind die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in der Region stark angestiegen“, sagt Reinhard Puschner von der DAK Nordhausen. „Die aktuellen Zahlen sind alarmierend.“ Auf Landesebene ist dagegen für 2009 ein Rückgang der Krankenhausbehandlungen um 12 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen.

Von Entwarnung könne jedoch keine Rede sein, so Puschner. Durch den jetzt für 2009 landesweit festgestellten Rückgang wird in etwa das Niveau des Jahres 2007 erreicht. Die Steigerung in den vergangenen sieben Jahren liegt für Thüringen aber immer noch bei über 17 Prozent.

Auf Grund der aktuellen Entwicklung setzt die Krankenkasse ihre Präventionskampagne „bunt statt blau“ fort. Bundesweit wurden bereits mehr als 11.000 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen, davon 6 Schulen im Kreis Nordhausen. Als Schirmherrin unterstützt die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans die Aktion. Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich an der Kampagne gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen.

Beim DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ setzen Schüler mit Kunst und Kreativität ein Zeichen gegen das Komasaufen. „Wir müssen das Thema auf den Stundenplan setzen“, so Reinhard Puschner.
Autor: nnz

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