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Di, 12:57 Uhr
18.01.2011

HEIMATTHEATER SCHRANKENLOS

Mit „Den Hals hinhalten der Klinge der Nacht“ ist der morgige Abend im WeltladenCafé Schrankenlos in der Barfüßerstraße 32 betitelt. Die Zeile wurde dem Dokudrama „Eine Akte, zwei Morde“ der iranischen Autorin Niloofar Beyzaie entnommen..


Das Sprichwort „den Hals für etwas hinhalten“ kennen wir. Klingt nach überholtem Rechtsverständnis oder waghalsigem Einsatz. Wer möchte das schon erleben oder tun? Wer jedoch die Verhältnisse in seiner Heimat so beschreiben muss und die „Klinge schon spürt“, die drohend das eigene Dasein in Frage stellt, der übertreibt oder hat gute Gründe dafür.

Das „Heimattheater schrankenlos“, eine Koproduktion des Theaters Nordhausen mit dem Verein Schrankenlos e. V., stellt an diesem Abend das Stück „Eine Akte, zwei Morde“ der in Deutschland lebenden Autorin Niloofar Beyzaie vor. Sie ist mit Parastou Forouhar, einer – ebenfalls in Deutschland lebenden – bildenden Künstlerin befreundet, deren Mutter und Vater 1998 im Iran ermordet wurden. Kein Einzelfall!

Was ist in diesem, uns fremden Land so, dass Menschen fliehen, Schutz bei uns suchen vor Verfolgung, drohenden Repressalien, ungerechten Urteilen? Was können Menschen davon erzählen? Wie können sie ihre Herkunfts-Heimat, ihr Leben dort, beschreiben und das Leben hier leben? Sind sie angenommen, angekommen? Was verunsichert, was gibt Halt? Im „Heimattheater schrankenlos“ wird am 19. Januar nach der Stücklesung davon erzählt werden. Der künstlerische Anspruch und die lebensnahe Wahrnehmung machen die Besonderheit des „Heimattheaters schrankenlos“ aus, das um 20 Uhr beginnt.

Eintrittskarten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, im Weltladen und im Buchhaus Rose in Nordhausen
Autor: nnz

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