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Fr, 19:11 Uhr
04.04.2003

Gedenken und Grundstein

Nordhausen (nnz). In einer Woche jährt sich zum 58. Mal die Befreiung des Konzentraltionslagers Mittelbau-Dora durch die US-Armee. In diesem Jahr soll das ehrende Gedenken an die Opfer mit einem Zeichen für die Zukunft zusammen gelegt werden.


Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora nimmt den 58. Jahrestag der Befreiung beider Konzentrationslager zum Anlaß, um mit der Grundsteinlegung ein sichtbares Zeichen für die Umsetzung der Neukonzeption der KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu setzen. Nachdem eine schwierige Anlaufzeit überwunden ist und wichtige Erschließungsarbeiten erfolgt sind, kann nun der Bau beginnen.

Mit der Grundsteinlegung tritt die 1990 begonnene Neukonzeption der Gedenkstätte Mittelbau-Dora in eine neue Phase. Wenn der Bau wie geplant weitergeführt werden kann, wird bis zum Jahr 2006 ein Ort des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit der Geschichte entstehen, der nicht der Technikfaszination erliegt oder das KZ Mittelbau-Dora als Unterkapitel bei der Entwicklung der Raketenwaffe behandelt, sondern der die Zwangsarbeit und rücksichtslose Ausbeutung der KZ-Häftlinge im Lagerkomplex Mittelbau-Dora dokumentiert.

Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Mitte der sechziger Jahre auf lediglich regionalem Niveau gegründet, wurde nach 1990 zunächst als Einrichtung des Landkreises Nordhausen weitergeführt und als solche Teil der 1994 gegründeten „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“. In seiner 1999 vorgelegten Konzeption zur Förderung der Gedenkstätten hat der Bund die Gedenkstätte Mittelbau-Dora als Erinnerungsort von nationaler Bedeutung anerkannt und im Jahr 2000 in die Bundesförderung aufgenommen. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, die Neukonzeption abzuschließen.

Im Anschluß an die Grundsteinlegung findet um 14.00 Uhr eine Kranzniederlegung auf dem Gedenkplatz vor dem ehemaligen Krematorium statt. Die Gedenkworte spricht Dr. Zbigniew Mikołajcak, ein Überlebender des KZ Mittelbau-Dora aus Warschau.
Autor: nnz

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