Fr, 09:01 Uhr
04.04.2003
Neue Kunstwerke zu bewundern
Nordhausen (nnz). Die Grafiksammlung Von Hogarth bis Beuys” ist wieder um etliche Highlights der Kunstgeschichte reicher. Einige der interessantesten Neuzugänge sind ab sofort in der ständigen Ausstellung im Kunsthaus zu sehen. Dazu eine Betrachtung von Susanne Hinsching.
Zu den Neuen gehören neben der sehr farbenfrohen Lithographie La Nuit” aus dem Jahr 1965 des bekannten surrealistischen Künstlers Joan Miró, der lange Zeit seines Lebens auf der Insel Mallorca verbrachte und sich von der dortigen Landschaft und Kultur inspirieren ließ, zwei neue Arbeiten des französischen Künstlers Henry Matisse, der zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts gehört.
Die Werke von Matisse sind gekennzeichnet durch die Verwendung reiner leuchtender Farben, die den reduzierten Formen eine besondere Ausdruckskraft verleihen. Diese Grundtendenzen seiner Malerei finden sich auch in seinem grafischen Schaffen wieder. Die drei Grafiken von Matisse aus der Folge Jazz”, die das Kunsthaus jetzt sein Eigen nennt, verdeutlichen das Streben des Künstlers nach Harmonie und Ausgewogenheit in seinen Werken.
Ein Freund von Matisse, der französische Künstler Fernand Léger (1881-1955), ist ebenfalls mit mehreren Werken in der Nordhäuser Ausstellung vertreten. Zu den vorhandenen beiden Grafiken Die große Parade” und Die Artisten” aus dem postkubistisch geprägten Spätwerk des Künstlers kommt jetzt eine signierte Farblithographie aus dem Jahr 1929 hinzu. Das Stilleben” zeigt die Vorliebe des Künstlers für die moderne Technik, deren gewaltige übermenschliche Kraft und präzise Schönheit ihn im Zeitalter der fortschreitenden Industrialisierung faszinierten.
In den 1920er Jahren entwickelte Léger einen Stil, der durch eine geometrisch exakt definierte, zum Teil überdimensionale Darstellung von technischen Einzelteilen - wie Zahnrädern, Schrauben u.a. - bestimmt wurde, in die der Mensch ebenfalls nur als anonymes Objekt einbezogen wurde. Die drei Werke von Fernand Léger, die sich in der Ausstellung in unterschiedlichen Abteilungen befinden, verdeutlichen sehr schön die verschiedenen Stadien seiner künstlerischen Entwicklung.
Eine besondere Kostbarkeit stellt die Originalgrafik Beethoven” des amerikanischen Malers und Filmemachers Andy Warhol (1928 - 1987) dar, der ein Hauptvertreter der Pop-Art ist. Zu seinen bekanntesten Werken gehören seine Gemälde mit Comic-strip-Figuren und die Darstellung so banaler Dinge wie Suppendosen und Coca-Cola-Flaschen. Unverkennbar sind auch seine Porträts von Prominenten aus Vergangenheit und Gegenwart - wie Marilyn Monroe, Elvis Presley sowie Goethe und Beethoven. Durch Warhols bevorzugte Technik - den Siebdruck - wurde die serielle Produktion seiner Werke möglich.
Den großen Einfluss den Warhol auf die zeitgenössische Kunstszene und die verschiedensten Künstler ausübte, zeigt sich z.B. bei dem deutschen Maler Jürgen Kuhl, dessen Porträt Beethoven” eine Hommage an Warhol darstellt. Beide Kunstwerke gehören zu den neuesten Schenkungen der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung und werden in einer der nächsten Sonderausstellungen zu sehen sein.
Das Kunsthaus Meyenburg ist täglich außer Montags von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Die nächste Sonderausstellung im Kunsthaus steht unter dem Motto Malerei Medizin Musik” und wird am 12. April um 17.00 Uhr mit einem umfangreichen Programm eröffnet.
Autor: nnzZu den Neuen gehören neben der sehr farbenfrohen Lithographie La Nuit” aus dem Jahr 1965 des bekannten surrealistischen Künstlers Joan Miró, der lange Zeit seines Lebens auf der Insel Mallorca verbrachte und sich von der dortigen Landschaft und Kultur inspirieren ließ, zwei neue Arbeiten des französischen Künstlers Henry Matisse, der zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts gehört.
Die Werke von Matisse sind gekennzeichnet durch die Verwendung reiner leuchtender Farben, die den reduzierten Formen eine besondere Ausdruckskraft verleihen. Diese Grundtendenzen seiner Malerei finden sich auch in seinem grafischen Schaffen wieder. Die drei Grafiken von Matisse aus der Folge Jazz”, die das Kunsthaus jetzt sein Eigen nennt, verdeutlichen das Streben des Künstlers nach Harmonie und Ausgewogenheit in seinen Werken.
Ein Freund von Matisse, der französische Künstler Fernand Léger (1881-1955), ist ebenfalls mit mehreren Werken in der Nordhäuser Ausstellung vertreten. Zu den vorhandenen beiden Grafiken Die große Parade” und Die Artisten” aus dem postkubistisch geprägten Spätwerk des Künstlers kommt jetzt eine signierte Farblithographie aus dem Jahr 1929 hinzu. Das Stilleben” zeigt die Vorliebe des Künstlers für die moderne Technik, deren gewaltige übermenschliche Kraft und präzise Schönheit ihn im Zeitalter der fortschreitenden Industrialisierung faszinierten.
In den 1920er Jahren entwickelte Léger einen Stil, der durch eine geometrisch exakt definierte, zum Teil überdimensionale Darstellung von technischen Einzelteilen - wie Zahnrädern, Schrauben u.a. - bestimmt wurde, in die der Mensch ebenfalls nur als anonymes Objekt einbezogen wurde. Die drei Werke von Fernand Léger, die sich in der Ausstellung in unterschiedlichen Abteilungen befinden, verdeutlichen sehr schön die verschiedenen Stadien seiner künstlerischen Entwicklung.
Eine besondere Kostbarkeit stellt die Originalgrafik Beethoven” des amerikanischen Malers und Filmemachers Andy Warhol (1928 - 1987) dar, der ein Hauptvertreter der Pop-Art ist. Zu seinen bekanntesten Werken gehören seine Gemälde mit Comic-strip-Figuren und die Darstellung so banaler Dinge wie Suppendosen und Coca-Cola-Flaschen. Unverkennbar sind auch seine Porträts von Prominenten aus Vergangenheit und Gegenwart - wie Marilyn Monroe, Elvis Presley sowie Goethe und Beethoven. Durch Warhols bevorzugte Technik - den Siebdruck - wurde die serielle Produktion seiner Werke möglich.
Den großen Einfluss den Warhol auf die zeitgenössische Kunstszene und die verschiedensten Künstler ausübte, zeigt sich z.B. bei dem deutschen Maler Jürgen Kuhl, dessen Porträt Beethoven” eine Hommage an Warhol darstellt. Beide Kunstwerke gehören zu den neuesten Schenkungen der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung und werden in einer der nächsten Sonderausstellungen zu sehen sein.
Das Kunsthaus Meyenburg ist täglich außer Montags von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Die nächste Sonderausstellung im Kunsthaus steht unter dem Motto Malerei Medizin Musik” und wird am 12. April um 17.00 Uhr mit einem umfangreichen Programm eröffnet.


