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Fr, 09:02 Uhr
04.04.2003

Beraten und beschlossen

Nordhausen (nnz). Am Mittwoch konnten die Nordhäuser Stadträte nicht nur ihre neuen Fraktionsräume in Augenschein nehmen, sie hatte auch viel zu tun. nnz hat für Sie einige Beschlüsse zusammengefasst.


Stadträte beschlossen neue Straßennamen
So sollen die Straßen für das Wohngebiet „Am Holungsbügel“, welches unmittelbar an die „Vogelsiedlung“ in Salza grenzt, die Namen „ Schwalbenweg“ und „Fasanenweg“ erhalten. Die Erschließungsstraße der östlichen Rautenstraße – im Volksmund hintere Rautenstraße genannt- erhält den Namen „Vor dem Vogel“. Diese Straße sei für den Umleitungsverkehr sowie als Parkraum schon seit geraumer Zeit verkehrsorganisatorisch bedeutend gewesen. Auch die Nutzer der Tiefgarage könnten sich besser orientieren, wenn die beiden getrennten Zu- und Ausfahrten unterschiedliche Namen hätten, hieß es in der Begründung. Mit der Bezeichnung „Vor dem Vogel“ solle außerdem an die Straße gleichen Namens erinnert werden, die sich dort bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg in unmittelbarer Nähe befand.

„Johanniswall“ wird der Weg an der Wallanlage hinter der Pfaffengasse heißen. Der Name dieses Teils des historischen Rundwanderweges wurde aus Zuschriften von Bürgern ausgesucht; berücksichtige die nähere Umgebung und erleichtere deshalb die örtliche Orientierung.

Die Treppe zwischen Sundhäuser - und Sangerhäuser Straße - der untere Teil der heutigen Frauenberger Stiege - sollte Rumbachtreppe benannt werden. Dr. Klaus Gebhardt (SPD) stellte den Antrag, dass die gesamte Treppe den Namen „Frauenberger Stiege“ behalten solle. Er begründete dies damit, dass die „Frauenberger Stiege“ für die Nordhäuser schon immer die ganze Treppe gewesen sei und auch gerade der untere Teil, der umbenannt werden soll, unmittelbar an der Frauenberger Kirche liege. Die Stadträte stimmten seinem Antrag zu.


Weitere Häuserabrisse beschlossen
Den zusätzlichen Abrissmaßnahmen von den Plattenbauten Kranichstraße 1 bis 5 sowie des Wohnhauses, Erfurter Straße 18, stimmten die Stadträte in ihrer Sitzung zu. Die Plattenbauten befinden sich auf dem Areal des zukünftigen Einkaufszentrums am Pferdemarkt. Der Abbruch dieser Gebäude sei ausschließlich wegen der Neuinvestition am Pferdemarkt und dem daraus resultierenden Platzbedarf notwendig, hieß es in der Begründung des Beschlusses.

Den Mietern solle seitens der beiden Wohnungsbaugesellschaften der SWG mbh und WBG eG im Falle des Abrisses neue Wohnungen innerhalb des eigenen Wohnungsbestandes im näheren Umfeld angeboten werden. Derzeit sei man diesbezüglich noch in Verhandlung. Sollte es wider Erwarten nicht zum Bau des Einkaufszentrums kommen, blieben diese Wohnungen bestehen.

Das Fachwerkhaus in der Erfurter Straße 18 steht bereits seit mehreren Jahren leer. Eine Sanierung sei sowohl wegen des völlig desolaten Bauzustandes als auch wegen der Lage in einem überwiegend gewerblich genutzten Bereich nicht zumutbar. Nach dem Abriss soll die Fläche als Grünfläche und PKW-Stellplatz genutzt werden, hieß es gestern Abend.


PDS für WC
Einen Antrag zum Bau einer öffentlichen Toilettenanlage in der Parkallee stellte die PDS- Fraktion. In der Stadt Nordhausen gäbe es zuwenig öffentliche Toilettenanlagen, erklärte PDS-Fraktionschef Frank Hermsdorf und favorisierte für einen Neubau den Standort der bereits abgerissenen Hundezwingeranlage. Damit könne im Bereich des Stadtparks, der Endhaltestelle der Straßenbahn und der Wendeschleife die Situation in diesem Bereich deutlich verbessert werden. Außerdem seien hier Wasser- und Abwasseranschlüsse vorhanden.

Das PDS-Anliegen wird jetzt in den Fachausschüssen und den Fachbereichen geprüft, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.
Autor: nnz

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