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Do, 09:01 Uhr
27.03.2003

Zecken ernst nehmen

Nordhausen (nnz). Der gerade auch kalendarisch begonnene Frühling setzt nicht nur neue Lebensenergie und –kräfte frei, er birgt auch Gefahren. Allergien ist eine davon. Zecken eine andere. Und deren Bedrohung sollte man auf keinem Fall unterschätzen, mahnt auch nnz.


Neben eher harmlos juckenden Stichen verursachen die Blut saugenden Insekten auch gefährliche Infektionen. Die wichtigsten sind die bakterielle Lyme-Borreliose und die meldepflichtige, virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie waren jüngst auch Thema einer internationalen Tagung, in der einschlägige Erfahrungen und mögliche Maßnahmen erörtert wurden.

Die Lyme-Borreliose ist mit bis zu 100 000 geschätzten Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. Erstes Anzeichen ist meist – aber nicht immer – die charakteristische Wanderröte, die sich nach einigen Tagen um die Bissstelle ausbreitet. Wochen bis Monate danach kann es zudem zu Erkrankungen des Nervensystems mit Gesichtslähmungen und Nervenschmerzen sowie Gelenkentzündungen kommen.

Erfolgreich behandeln lässt sich die Lyme-Borreliose mit Antibiotika – je früher desto besser. Allerdings wird die Krankheit zuweilen erst spät diagnostiziert, weil die Betroffenen keine Hautrötung hatten oder eine solche in Verbindung gebracht wurde.

Einen zugelassenen Impfstoff gibt es bisher nicht. Daher gilt es, Zeckenbissen durch geeignete Kleidung oder Insektenschutzmittel vorzubeugen. Erwischt die Zecke einen dennoch, kann man eine Infektion durch ihr Entfernen vermeiden. Dies sollte allerdings so schnell und sorgfältig wie möglich erfolgen. Denn je länger sie Blut sauge, umso größer ist die Gefahr einer folgenschweren Erkrankung. Bei Befall sollte die Zecke mit einer Pinzette oder Zange entfernt und die Wunde sorgfältig desinfiziert werden. Dabei darf der Zeckenkörper nicht gequetscht werden. Vor alten Hausmitteln wie dem Beträufeln mit Öl oder Klebstoff warnen Experten nachdrücklich. Weitere Infos gibt es unter folgenden Adressen: (1) und (2).
Autor: nnz

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