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Fr, 12:49 Uhr
03.12.2010

Ausstellung „Mauerfälle“ beendet

Ausstellung „Mauerfälle“ lehrte die Gleichzeitigkeit und Unvereinbarkeit von Ereignissen

Heute ging die Ausstellung „Mauerfälle“ der Verbundnetz Gas AG im Nordhäuser Rathaus zu Ende. Gezeigt wurde auf mehr als 100 Quadratmetern die Fotoreportage von Frank-Heinrich Müller zur Zeit der friedlichen Revolution „East – Zu Protokoll“ und das von Fischer-Art gestaltete Mauerstück mit Unterschriften von u. a. Kohl, Gorbatschow, Bush, Hattenhauer, de Mezière. Beide Künstler, die vor Ort durch die Ausstellung führten, zogen jetzt Resümee:

ausstellung (Foto: stadt ndh) ausstellung (Foto: stadt ndh)


„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz der Ausstellung“, sagt Kurator Frank-Heinrich Müller, auch in Anbetracht, dass die Monate November und Dezember keine günstige Ausstellungsmonate seien, haben viele Schulklassen der Regelschulen, der Förderschule „Pestalozzi“ und des Humboldt-Gymnasiums die Ausstellung besucht.

Der Künstler Michael Fischer-Art gab in der Ausstellung Geschichts- und Kunstunterricht der besonderen Art. „In der Ausstellung haben die Schüler viermal mehr DDR behandelt, als es in einer Unterrichtsstunde möglich ist“, sagt er. Denn nur wer seine Geschichte kenne, sei fit für die Zukunft und könne auch die Gegenwart gestalten, so der Künstler.

Dass in den Führungen mit den Jugendlichen der Dialog über die Vergangenheit und die Zukunft angeregt wurde, bestätigte auch Frank-Heinrich Müller. „Wir haben versucht die Gleichzeitigkeit und Unvereinbarkeit von Ereignissen während eines bestimmten Zeitraums und auch während der Gegenwart zu vermitteln“, sagt er. „Und das ist uns gelungen, zeigen doch die vielen Einträge in unser Gästebuch, dass die Ausstellung die Jugendlichen und auch die älteren Besucher anregte, mit dem Blick zurück auch in die Gegenwart und Zukunft zu blicken“, sagt Müller.

So schrieb zum Beispiel der 16jährige Dennis: „In 20 Jahren wird durch die Medizin jeder Mensch 120 Jahre, doch das Geld reicht nur für eine Rente ab 110.“ Ein anderer Besucher schrieb: „In 20 Jahren wird meine Tochter hoffentlich eine glückliche Lehrerin sein in einer friedlichen, intakten Welt.“

Beiden Künstlern habe die Ausstellung in Nordhausen Spaß gemacht, denn hier seien die Besucher besonders emotional mitgegangen, sagten Fischer-Art und Müller abschließend.

Zum Foto: Künstler Michael Fischer-Art (rechts) und Frank-Heinrich Müller zeigen das Gästebuch der Ausstellung. (Foto: Ilona Bergmann)
Autor: nnz

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