Fr, 12:04 Uhr
26.11.2010
Hoffen auf Bescherung
Die Adventsverkäufe bestimmen im Einzelhandel maßgeblich den Erfolg des ganzen Jahres. Eine aktuelle Blitz-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 100 Händlern in Nord- und Mittelthüringen ergab, dass fast 70 Prozent der Befragten gute Geschäfte in der Vorweihnachtszeit erwarten...
Die Prognosen sind so günstig wie lange nicht mehr. In Anbetracht der positiven Konjunktur und der gesunkenen Arbeitslosigkeit wird das Weihnachtsgeschäft in Thüringen besser laufen als in den vergangenen Jahren, schätzt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein. Damit bestätige sich der bisherige positive Trend des Thüringer Handels in diesem Jahr. Uhrmacher, Juweliere oder Spielwarengeschäfte erwirtschaften ungefähr ein Drittel ihrer Erlöse im Weihnachtsgeschäft. Aber auch die Warenhäuser oder Parfümerien verdienen hauptsächlich ihr Geld im letzten Quartal, betont Grusser.
Insbesondere in den größeren Städten sei die Erwartungshaltung des Handels vor dem anstehenden Feiertagsgeschäft groß. Die Hoffnung wäre aber durchaus berechtigt. So würden die Deutschen einer aktuellen Verbraucherstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge drei Prozent mehr als im Vorjahr für Geschenke ausgeben wollen. Insgesamt wären dies pro Kopf immerhin 232 Euro. Das Ausgabeverhalten der Ost- und Westdeutschen gleiche sich dabei zunehmend an. Gerade vor Weihnachten boomt auch das Geschäft des Internethandels. Der Weihnachtsmann kommt immer häufiger online, so der IHK-Chef.
Insgesamt würden die heimischen Verbraucher im laufenden Jahr knapp 15 Prozent mehr Waren als im Vorjahr per Mausklick ordern. Wer im Handel das Onlinegeschäft verpasst, müsse damit rechnen, Umsatzeinbußen hinzunehmen. Viele der bestehenden Einzelhandelsaktivitäten werden deshalb um Onlineangebote erweitert. Umgekehrt betreiben 55 Prozent der Online-Händler nach aktuellen Hochrechnungen des Internetauktionshauses ebay gleichzeitig konventionelle eigene Läden, macht Grusser auf eine immer stärker werdende Verknüpfung beider Handelsformen aufmerksam.
Zwar sei die Vielfalt und Flexibilität des Netzes nicht zu schlagen. Dennoch würden vor allem die Erfurter Händler auf eine gut besuchte Innenstadt in der Vorweihnachtszeit setzen. Einziger Wermutstropfen sind die nach wie vor bestehenden Restriktionen an den Adventssonntagen. Hier wäre die Mehrzahl der Ladenbesitzer über eine großzügigere Verkaufserlaubnis glücklich, was gemäß Thüringer Ladenöffnungsgesetz jedoch bisher nicht möglich ist, kritisiert Grusser die geltende Gesetzgebung des Freistaats. So sei in diesem Jahr nur der erste Adventssonntag verkaufsoffen und würde deshalb auch von Verbrauchern und Verkäufern sehnlichst erwartet.
Autor: nnzDie Prognosen sind so günstig wie lange nicht mehr. In Anbetracht der positiven Konjunktur und der gesunkenen Arbeitslosigkeit wird das Weihnachtsgeschäft in Thüringen besser laufen als in den vergangenen Jahren, schätzt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein. Damit bestätige sich der bisherige positive Trend des Thüringer Handels in diesem Jahr. Uhrmacher, Juweliere oder Spielwarengeschäfte erwirtschaften ungefähr ein Drittel ihrer Erlöse im Weihnachtsgeschäft. Aber auch die Warenhäuser oder Parfümerien verdienen hauptsächlich ihr Geld im letzten Quartal, betont Grusser.
Insbesondere in den größeren Städten sei die Erwartungshaltung des Handels vor dem anstehenden Feiertagsgeschäft groß. Die Hoffnung wäre aber durchaus berechtigt. So würden die Deutschen einer aktuellen Verbraucherstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge drei Prozent mehr als im Vorjahr für Geschenke ausgeben wollen. Insgesamt wären dies pro Kopf immerhin 232 Euro. Das Ausgabeverhalten der Ost- und Westdeutschen gleiche sich dabei zunehmend an. Gerade vor Weihnachten boomt auch das Geschäft des Internethandels. Der Weihnachtsmann kommt immer häufiger online, so der IHK-Chef.
Insgesamt würden die heimischen Verbraucher im laufenden Jahr knapp 15 Prozent mehr Waren als im Vorjahr per Mausklick ordern. Wer im Handel das Onlinegeschäft verpasst, müsse damit rechnen, Umsatzeinbußen hinzunehmen. Viele der bestehenden Einzelhandelsaktivitäten werden deshalb um Onlineangebote erweitert. Umgekehrt betreiben 55 Prozent der Online-Händler nach aktuellen Hochrechnungen des Internetauktionshauses ebay gleichzeitig konventionelle eigene Läden, macht Grusser auf eine immer stärker werdende Verknüpfung beider Handelsformen aufmerksam.
Zwar sei die Vielfalt und Flexibilität des Netzes nicht zu schlagen. Dennoch würden vor allem die Erfurter Händler auf eine gut besuchte Innenstadt in der Vorweihnachtszeit setzen. Einziger Wermutstropfen sind die nach wie vor bestehenden Restriktionen an den Adventssonntagen. Hier wäre die Mehrzahl der Ladenbesitzer über eine großzügigere Verkaufserlaubnis glücklich, was gemäß Thüringer Ladenöffnungsgesetz jedoch bisher nicht möglich ist, kritisiert Grusser die geltende Gesetzgebung des Freistaats. So sei in diesem Jahr nur der erste Adventssonntag verkaufsoffen und würde deshalb auch von Verbrauchern und Verkäufern sehnlichst erwartet.

