Fr, 12:00 Uhr
26.11.2010
Wahl soll verboten werden
An der Fachhochschule in Nordhausen soll in der kommenden Woche ein neuer Präsident gewählt werden. Im Vorfeld dieses "Events" wird deutlich, dass vor allem durch die Professorenschaft ein Riss geht. Mit dem muss sich jetzt sogar das Verwaltungsgericht in Weimar beschäftigen...
Mindestens ein Professor der Bildungseinrichtung hat vor dem Verwaltungsgericht in Weimar eine einstweilige Anordnung beantragt, die Mitglieder des Hochschulrates am 1. Dezember nicht wählen zu lassen. Das ist schon ziemlich heftig, hört man vom Campus, letztlich sei der Hochschulrat ein demokratisch gewähltes und vom zuständigen Ministerium bestätigtes Gremium, obwohl es sich von anderen Hochschulräten unterscheidet (siehe nnz von gestern). Bestätigt in dieser Form wurde die so genannte Grundordnung der FH auch deshalb, weil sie die "Kleinste FH" in Thüringen sei und weil sich im Rat auch der Senat wiederfinden würde.
Jedenfalls mussten die Mitglieder des Hochschulrates bis gestern eine Stellungnahme für die Verwaltungsrichter abgeben, die schnellstens entscheiden müssen. Derweil bringen Hochschulleitung und andere Professoren sich ebenfalls in Stellung und verweisen in "vertraulichen" Gesprächen darauf, dass die "renitente" Fraktion, die auch Bewerber für die Präsidentschaft stellt, sich nicht in Nordhausen Zuhause fühle. Bis auf einen Professor würden die anderen nicht in Nordhausen wohnen. Bei der Vorstellung im Hörsaal in der vorigen Woche soll eine Bewerberin bekundet haben, dass sie - selbst bei Wahl - ihren Lebensmittelpunkt nicht nach Nordhausen verlegen werde.
Sollte das so zutreffen, dann wird das in der Nordhäuser Öffentlichkeit schon mal mit großer Verwunderung registriert. Schließlich kennt man den Amtsinhaber als Gast der unterschiedlichsten Veranstaltungen. Ob Prof. Wagner bei jedem Häppchen-Verteilen wirklich dabei sein muss, darüber lässt sich trefflich streiten, doch seine Präsens ist - so sieht er das - Teil seines Jobs. Wagner fühlt sich nicht nur in Nordhausen wohl, sondern eben auch in Thüringen, auch hier verpasst er kaum einen hochschulpolitischen Termin.
Nur die Sache mit dem "Team Althaus", die hängt ihm nach, die wird ihm in politischen Kreisen nicht unbedingt alle Türen sofort in einem sozialdemokratisch dominierten Ministerium öffnen. Aber Wagner scheint dabei zu sein, diese Barrieren aus dem Weg zu räumen. Unterstützung dazu erhält er vor allem aus der SPD in Nordhausen.
Wie tief die Wunden bereits bei manchen Akteuren auf dem Campus geschnitten sind belegt die Tatsache, dass einige Mitarbeiter der FH Nordhausen schon mal auf das Portal "MeinProf.de" verweisen. Hier sollen angeblich die "Aufmüpfigen" deutlich schlechter bewertet werden als andere Lehrer. Der Blick dahin jedoch belegt das nicht. Im Gegenteil.
Die nnz will die Aussagekraft dieser Portale nicht überbewerten. Allerdings - die als Argumente für "guter Prof" oder "schlechter Prof" anzuführen, zeugt auch nicht gerade von einer festen Position innerhalb der Wahlschlacht am Nordhäuser Weinberghof.
Autor: nnzMindestens ein Professor der Bildungseinrichtung hat vor dem Verwaltungsgericht in Weimar eine einstweilige Anordnung beantragt, die Mitglieder des Hochschulrates am 1. Dezember nicht wählen zu lassen. Das ist schon ziemlich heftig, hört man vom Campus, letztlich sei der Hochschulrat ein demokratisch gewähltes und vom zuständigen Ministerium bestätigtes Gremium, obwohl es sich von anderen Hochschulräten unterscheidet (siehe nnz von gestern). Bestätigt in dieser Form wurde die so genannte Grundordnung der FH auch deshalb, weil sie die "Kleinste FH" in Thüringen sei und weil sich im Rat auch der Senat wiederfinden würde.
Jedenfalls mussten die Mitglieder des Hochschulrates bis gestern eine Stellungnahme für die Verwaltungsrichter abgeben, die schnellstens entscheiden müssen. Derweil bringen Hochschulleitung und andere Professoren sich ebenfalls in Stellung und verweisen in "vertraulichen" Gesprächen darauf, dass die "renitente" Fraktion, die auch Bewerber für die Präsidentschaft stellt, sich nicht in Nordhausen Zuhause fühle. Bis auf einen Professor würden die anderen nicht in Nordhausen wohnen. Bei der Vorstellung im Hörsaal in der vorigen Woche soll eine Bewerberin bekundet haben, dass sie - selbst bei Wahl - ihren Lebensmittelpunkt nicht nach Nordhausen verlegen werde.
Sollte das so zutreffen, dann wird das in der Nordhäuser Öffentlichkeit schon mal mit großer Verwunderung registriert. Schließlich kennt man den Amtsinhaber als Gast der unterschiedlichsten Veranstaltungen. Ob Prof. Wagner bei jedem Häppchen-Verteilen wirklich dabei sein muss, darüber lässt sich trefflich streiten, doch seine Präsens ist - so sieht er das - Teil seines Jobs. Wagner fühlt sich nicht nur in Nordhausen wohl, sondern eben auch in Thüringen, auch hier verpasst er kaum einen hochschulpolitischen Termin.
Nur die Sache mit dem "Team Althaus", die hängt ihm nach, die wird ihm in politischen Kreisen nicht unbedingt alle Türen sofort in einem sozialdemokratisch dominierten Ministerium öffnen. Aber Wagner scheint dabei zu sein, diese Barrieren aus dem Weg zu räumen. Unterstützung dazu erhält er vor allem aus der SPD in Nordhausen.
Wie tief die Wunden bereits bei manchen Akteuren auf dem Campus geschnitten sind belegt die Tatsache, dass einige Mitarbeiter der FH Nordhausen schon mal auf das Portal "MeinProf.de" verweisen. Hier sollen angeblich die "Aufmüpfigen" deutlich schlechter bewertet werden als andere Lehrer. Der Blick dahin jedoch belegt das nicht. Im Gegenteil.
Die nnz will die Aussagekraft dieser Portale nicht überbewerten. Allerdings - die als Argumente für "guter Prof" oder "schlechter Prof" anzuführen, zeugt auch nicht gerade von einer festen Position innerhalb der Wahlschlacht am Nordhäuser Weinberghof.


