Do, 19:15 Uhr
11.11.2010
Ambulant vor stationär
Beim heutigen Diskussionsforum Die jungen Alten – Wie der Lebensherbst zum Frühling wird im Landratsamt stand die Frage im Fokus, wie sich auf kommunaler Ebene adäquat auf den demographischen Wandel und seine Folgen reagieren lässt. Gab es auch Antworten?
Wir wollen die Potentiale der älter werdenden Gesellschaft stärker nutzen, sagte Torsten Wagner, Leiter des Fachgebiets Hilfe zur Pflege/Jugendpflege/andere Leistungen im Fachbereich Jugend und Soziales. Man müsse sich wegbewegen von der Betonung der Probleme, die sich durch die älter werdende Gesellschaft ergeben, von der Sicht, dass Alter etwas Schlechtes ist, das man verhindern oder hinauszögern muss. Wir müssen Ja zum Alter sagen, so Torsten Wagner. Dabei helfen soll der Seniorenplan, der die Schwerpunkte der künftigen Seniorenarbeit beschreibt. Es geht u.a. darum, alternative Wohnformen auszubauen, soziale Netzwerke zu stärken, um einer Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken, Seniorenvertretungen in der Kommunalpolitik zu etablieren und die ehrenamtliche Begleitung zu erweitern.
Das Ehrenamt soll keinesfalls professionelle Dienste ersetzen, sondern lediglich unterstützen, sagte Torsten Wagner. Das Ehrenamt darf keinesfalls instrumentalisiert werden, um Kassen zu entlasten. Auch der Ausbau der ambulanten Betreuung und Pflege stellt ein Ziel des Seniorenplans dar, dass im Landkreis Nordhausen wichtig ist. Denn hinsichtlich der stationären Betreuung verfügt die Region bereits über ein dichtes Netz. Zurzeit gibt es fast 1.200 Plätze in Alters- und Pflegeheimen.
Wie die Empfehlungen konkret umgesetzt werden, hänge auch von den Entscheidungen der einzelnen Kommunen innerhalb ihrer Selbstverwaltung ab. In der eigenen Seniorenberatungsstelle wird das Landratsamt beispielsweise das ehrenamtliche Engagement weiter voranbringen.
Begleitet wird der Seniorenplan vom Seniorenwegweiser, der wichtige Informationen und Tipps bündelt, zum Beispiel zu Angeboten für Sport und Freizeit, Essen auf Rädern, Fahrdienste, Verbraucherschutz, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Vorsorge für den Todesfall und viele weitere Themen. Wir wollen mir dieser Broschüre nicht nur die Generation 60+ erreichen, sondern auch Menschen, die sich bereits Gedanken über das Alter machen, sagte Petra Bankewitz, zuständig für Generationsarbeit im Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes. Für die Illustration haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Comics. Damit wollen wir dem Ganzen noch ein Schmunzeln aufsetzen und möglichst viele erreichen. Der Seniorenwegweiser ist derzeit in Arbeit, über seine Veröffentlichung wird rechtzeitig informiert.
In Diskussionsgruppen tauschten sich die Vertreter von freien Trägern, Einrichtungen und Vereinen, Senioren- und Behindertenbeauftragten bzw. -vertretern von Stadt und Landkreis Nordhausen sowie Interessierte aus. Als Themen standen alternative Wohnformen, Seniorentreffs und -vertretungen sowie Leben mit Demenz auf der Agenda. Zum letztgenannten Thema startet das Landratsamt gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung das Projekt Würdevoll Altern trotz Demenz.
Das Programm zielt darauf ab, die Öffentlichkeit für dieses Krankheitsbild zu sensibilisieren, das Verständnis dafür zu fördern und Demenzerkrankten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sie aktiv zu halten und ihre sozialen Kontakte zu wahren. Auch die pflegenden Angehörigen sind ein wichtiger Bestandteil, denn sie sollen speziell gefördert und weiterqualifiziert werden – ebenso wie unterstützende Ehrenamtliche. Gesucht werden außerdem Demenzerkrankte, die durch Biographiearbeit die Erlebnisse ihres Lebens festhalten und weitergeben wollen.
Der heutige Diskussionsnachmittag war die Fortsetzung des Seniorenfachtags vor einem Jahr im Landratsamt und hat sich an die Aktionswoche des Seniorenbegegnungszentrums Nord in Nordhausen angeschlossen, an dessen Programm sich auch das Landratsamt beteiligt hat. Der Fachbereich Jugend und Soziales bot zwei Ausflüge ins Nordhäuser Tierheim und zwei Aktionsnachmittage unter dem Motto Sich bewegen bringt Segen.
Hier konnten die Senioren das interaktive Computerspiel Wii ausprobieren und haben u.a. gebowlt. Rund zwanzig Senioren nutzen diese Angebote, darunter auch einige ehrenamtliche Seniorenbegleiter der Seniorenberatungsstelle. Gerade von der Arbeit im Tierheim waren die Senioren begeistert und spendeten beispielsweise Futter für die Hunde und Katzen.
Autor: nnzWir wollen die Potentiale der älter werdenden Gesellschaft stärker nutzen, sagte Torsten Wagner, Leiter des Fachgebiets Hilfe zur Pflege/Jugendpflege/andere Leistungen im Fachbereich Jugend und Soziales. Man müsse sich wegbewegen von der Betonung der Probleme, die sich durch die älter werdende Gesellschaft ergeben, von der Sicht, dass Alter etwas Schlechtes ist, das man verhindern oder hinauszögern muss. Wir müssen Ja zum Alter sagen, so Torsten Wagner. Dabei helfen soll der Seniorenplan, der die Schwerpunkte der künftigen Seniorenarbeit beschreibt. Es geht u.a. darum, alternative Wohnformen auszubauen, soziale Netzwerke zu stärken, um einer Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken, Seniorenvertretungen in der Kommunalpolitik zu etablieren und die ehrenamtliche Begleitung zu erweitern.
Das Ehrenamt soll keinesfalls professionelle Dienste ersetzen, sondern lediglich unterstützen, sagte Torsten Wagner. Das Ehrenamt darf keinesfalls instrumentalisiert werden, um Kassen zu entlasten. Auch der Ausbau der ambulanten Betreuung und Pflege stellt ein Ziel des Seniorenplans dar, dass im Landkreis Nordhausen wichtig ist. Denn hinsichtlich der stationären Betreuung verfügt die Region bereits über ein dichtes Netz. Zurzeit gibt es fast 1.200 Plätze in Alters- und Pflegeheimen.
Wie die Empfehlungen konkret umgesetzt werden, hänge auch von den Entscheidungen der einzelnen Kommunen innerhalb ihrer Selbstverwaltung ab. In der eigenen Seniorenberatungsstelle wird das Landratsamt beispielsweise das ehrenamtliche Engagement weiter voranbringen.
Begleitet wird der Seniorenplan vom Seniorenwegweiser, der wichtige Informationen und Tipps bündelt, zum Beispiel zu Angeboten für Sport und Freizeit, Essen auf Rädern, Fahrdienste, Verbraucherschutz, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Vorsorge für den Todesfall und viele weitere Themen. Wir wollen mir dieser Broschüre nicht nur die Generation 60+ erreichen, sondern auch Menschen, die sich bereits Gedanken über das Alter machen, sagte Petra Bankewitz, zuständig für Generationsarbeit im Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes. Für die Illustration haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Comics. Damit wollen wir dem Ganzen noch ein Schmunzeln aufsetzen und möglichst viele erreichen. Der Seniorenwegweiser ist derzeit in Arbeit, über seine Veröffentlichung wird rechtzeitig informiert.
In Diskussionsgruppen tauschten sich die Vertreter von freien Trägern, Einrichtungen und Vereinen, Senioren- und Behindertenbeauftragten bzw. -vertretern von Stadt und Landkreis Nordhausen sowie Interessierte aus. Als Themen standen alternative Wohnformen, Seniorentreffs und -vertretungen sowie Leben mit Demenz auf der Agenda. Zum letztgenannten Thema startet das Landratsamt gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung das Projekt Würdevoll Altern trotz Demenz.
Das Programm zielt darauf ab, die Öffentlichkeit für dieses Krankheitsbild zu sensibilisieren, das Verständnis dafür zu fördern und Demenzerkrankten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sie aktiv zu halten und ihre sozialen Kontakte zu wahren. Auch die pflegenden Angehörigen sind ein wichtiger Bestandteil, denn sie sollen speziell gefördert und weiterqualifiziert werden – ebenso wie unterstützende Ehrenamtliche. Gesucht werden außerdem Demenzerkrankte, die durch Biographiearbeit die Erlebnisse ihres Lebens festhalten und weitergeben wollen.
Der heutige Diskussionsnachmittag war die Fortsetzung des Seniorenfachtags vor einem Jahr im Landratsamt und hat sich an die Aktionswoche des Seniorenbegegnungszentrums Nord in Nordhausen angeschlossen, an dessen Programm sich auch das Landratsamt beteiligt hat. Der Fachbereich Jugend und Soziales bot zwei Ausflüge ins Nordhäuser Tierheim und zwei Aktionsnachmittage unter dem Motto Sich bewegen bringt Segen.
Hier konnten die Senioren das interaktive Computerspiel Wii ausprobieren und haben u.a. gebowlt. Rund zwanzig Senioren nutzen diese Angebote, darunter auch einige ehrenamtliche Seniorenbegleiter der Seniorenberatungsstelle. Gerade von der Arbeit im Tierheim waren die Senioren begeistert und spendeten beispielsweise Futter für die Hunde und Katzen.


