Mo, 15:39 Uhr
25.10.2010
Deutsch-deutsch
Es ist kaum zu glauben, dass seit der Wiedervereinigung 20 Jahre vergangen sind. Es war ein sehr glücklicher Umstand, dass Mitglieder der Kirchengemeinde aus Werther/Westfalen entdeckt haben, es gibt noch ein Werther, und zwar in Thüringen. Und daraus wurde eine deutsch-deutsche Partnerschaft...
Diese ersten Kontakte waren der Anfang unserer nun 20-jährigen Freundschaft und dann auch im Oktober 1990 begonnenen und beschlossenen Partnerschaft. Sofort nach dem Fall der Mauer wurden durch einen Besuch einer Abordnung der damaligen BSG Traktor Werther erste Kontakte in Westfalen geknüpft. Sehr schnell waren alle der Meinung, die sportlichen Beziehungen sofort aufzunehmen, und schon im Januar nahm eine Mannschaft aus dem Osten am Hallenturnier des einheimischen BV Werther teil.
Im Rahmen dieses Besuches kam es zu einem feierlichen Empfang der Sportfreunde aus Werther/Thüringen im Rathaus im westfälischen Werther.
Die Grußworte des damaligen Stadtdirektors Peter Hagemann und des 1.Vorsitzenden der BSG Traktor Werther Lothar Tamaschke waren an Emotionalität und Ausdruck zur Freude an der Wiedervereinigung, nicht zu übertreffen.
Auf kommunaler Ebene wurden auch Anfang 1990 erste Kontakte geknüpft. Der damalige Bürgermeister Günter Rauh ist heute noch voller Dankbarkeit. Ein VW Transporter für den Bauhof, Fax-Geräte und Bürokommunikation waren die ersten Geschenke aus dem Westen. Die uneigennützige Unterstützung bei dem Aufbau einer demokratischen kommunalen Verwaltung in der Gemeinde Werther ist ein so positives Beispiel für das Verlangen und den Drang nach Wiedervereinigung der Menschen unseres Landes.
In den darauffolgenden Jahren gab es weitere freundschaftliche Treffen und Bindungen. Die Feuerwehr Kleinwerther freundete sich mit der Feuerwehr in Langenheide, einem Stadtteil von Werther an. Der Karnevalsverein trat im westfälischen Werther zu Stadtfesten und anderen Veranstaltungen auf. Die Geflügelzüchter beider Orte nahmen Verbindungen auf und tauschten sich aus. Im Herbst 1993 wurde als weiteres Symbol der Verbundenheit im Park von Kleinwerther eine Kaiserlinde durch die damaligen Bürgermeister Günter Rauh und Martin Oberwelland gepflanzt. Die Kaiserlinde hat sich im Laufe der Jahre genau so prächtig entwickelt, wie unsere Partnerschaft.
Eine sehr intensive und feste Freundschaft gibt es zwischen den Kirchengemeinden. Das sehr marode Pfarrhaus in Großwerther wurde mit finanzieller Hilfe aus Werther/Westf. sofort nach der Wende saniert. Hier stellte man der Kirchengemeinde einen zinslosen Kredit um das Pfarrhaus zu sanieren zur Verfügung. Noch heute treffen sich die Vertreter beider Kirchengemeinden zu Höhepunkten und beide Kirchenchöre treten gemeinsam auf.
Es sind seit dieser Zeit viele private Freundschaften als festes Symbol der Partnerschaft, und vielleicht einzigartig auch eine Ehe von damals zwei jungen Menschen aus beiden Orten entstanden. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Marion Weike aus dem Westfälischen bin ich bestrebt, die freundschaftlichen Beziehungen immer jung zu halten und weiter auszubauen.
Im Juli 2009 reiste ich mit einigen Gemeinderatsmitgliedern auf Einladung der Bürgermeisterin und Stadtrates zu den Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Stadtjubiläum. Der Gegenbesuch wurde auch sofort vereinbart, so dass im Juni 2010 Bürgermeisterin Marion Weike und der Hauptamtsleiter Willi Rose mit Ihren Ehepartnern in Thüringen begrüßt werden konnten.
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft gibt es auch in Ostwestfalen großes öffentliches Interesse an der Entstehung und Entwicklung dieser Freundschaft. Unter dem Titel Unterwegs in Deutschland - Das doppelte Werther - hat eine Journalistin der Neuen Westfälischen Zeitung einen interessanten Artikel verfasst, der am 3. 10. 2010 zum Tag der deutschen Einheit erschienen ist.
In Vorbereitung dieses Artikels gab es ein Treffen in der Gemeindeverwaltung Werther, bei welchem sich die Journalistin die notwendigen Informationen und Bilder eingeholt hat.
Hier erzählte Jutta Podewski aus Sicht der Kirchengemeinde, sowie Günter Rauh und Bernd Helbing als ehemalige Bürgermeister über ihre Erinnerungen vom Beginn der Partnerschaft. Als Vertreter der Feuerwehr erinnerten Ilse Schmücking und Heinz Brauer an die Anfänge und die stetige Entwicklung der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Langenheide.
Ich konnte über die ersten Begegnungen mit dem Ballverein Werther und die damals begonnenen sportlichen Aktivitäten berichten. In jüngster Vergangenheit gibt es wieder verstärkte Aktivitäten der Partnerschaft. So trafen sich die Treckerfreunde aus Werther/Westfalen mit dem gleichnamigen neugegründeten Treckerfreunden in Pützlingen, um über eine freundschaftliche Verbindung zu reden und diese dann auch einzugehen.
Zum 20-jährigen Jubiläum schickte ich als Bürgermeister ein Grußwort an die Bürgermeisterin, den Stadtrat sowie die Bürgerinnen und Bürger von Werther/Westfalen. Dieses Grußwort wurde von Marion Weike am 5. Oktober in der Stadtratssitzung verlesen.
Hans-Jürgen Weidt, Bürgermeister
Autor: nnzDiese ersten Kontakte waren der Anfang unserer nun 20-jährigen Freundschaft und dann auch im Oktober 1990 begonnenen und beschlossenen Partnerschaft. Sofort nach dem Fall der Mauer wurden durch einen Besuch einer Abordnung der damaligen BSG Traktor Werther erste Kontakte in Westfalen geknüpft. Sehr schnell waren alle der Meinung, die sportlichen Beziehungen sofort aufzunehmen, und schon im Januar nahm eine Mannschaft aus dem Osten am Hallenturnier des einheimischen BV Werther teil.
Im Rahmen dieses Besuches kam es zu einem feierlichen Empfang der Sportfreunde aus Werther/Thüringen im Rathaus im westfälischen Werther.
Die Grußworte des damaligen Stadtdirektors Peter Hagemann und des 1.Vorsitzenden der BSG Traktor Werther Lothar Tamaschke waren an Emotionalität und Ausdruck zur Freude an der Wiedervereinigung, nicht zu übertreffen.
Auf kommunaler Ebene wurden auch Anfang 1990 erste Kontakte geknüpft. Der damalige Bürgermeister Günter Rauh ist heute noch voller Dankbarkeit. Ein VW Transporter für den Bauhof, Fax-Geräte und Bürokommunikation waren die ersten Geschenke aus dem Westen. Die uneigennützige Unterstützung bei dem Aufbau einer demokratischen kommunalen Verwaltung in der Gemeinde Werther ist ein so positives Beispiel für das Verlangen und den Drang nach Wiedervereinigung der Menschen unseres Landes.
In den darauffolgenden Jahren gab es weitere freundschaftliche Treffen und Bindungen. Die Feuerwehr Kleinwerther freundete sich mit der Feuerwehr in Langenheide, einem Stadtteil von Werther an. Der Karnevalsverein trat im westfälischen Werther zu Stadtfesten und anderen Veranstaltungen auf. Die Geflügelzüchter beider Orte nahmen Verbindungen auf und tauschten sich aus. Im Herbst 1993 wurde als weiteres Symbol der Verbundenheit im Park von Kleinwerther eine Kaiserlinde durch die damaligen Bürgermeister Günter Rauh und Martin Oberwelland gepflanzt. Die Kaiserlinde hat sich im Laufe der Jahre genau so prächtig entwickelt, wie unsere Partnerschaft.
Eine sehr intensive und feste Freundschaft gibt es zwischen den Kirchengemeinden. Das sehr marode Pfarrhaus in Großwerther wurde mit finanzieller Hilfe aus Werther/Westf. sofort nach der Wende saniert. Hier stellte man der Kirchengemeinde einen zinslosen Kredit um das Pfarrhaus zu sanieren zur Verfügung. Noch heute treffen sich die Vertreter beider Kirchengemeinden zu Höhepunkten und beide Kirchenchöre treten gemeinsam auf.
Es sind seit dieser Zeit viele private Freundschaften als festes Symbol der Partnerschaft, und vielleicht einzigartig auch eine Ehe von damals zwei jungen Menschen aus beiden Orten entstanden. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Marion Weike aus dem Westfälischen bin ich bestrebt, die freundschaftlichen Beziehungen immer jung zu halten und weiter auszubauen.
Im Juli 2009 reiste ich mit einigen Gemeinderatsmitgliedern auf Einladung der Bürgermeisterin und Stadtrates zu den Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Stadtjubiläum. Der Gegenbesuch wurde auch sofort vereinbart, so dass im Juni 2010 Bürgermeisterin Marion Weike und der Hauptamtsleiter Willi Rose mit Ihren Ehepartnern in Thüringen begrüßt werden konnten.
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft gibt es auch in Ostwestfalen großes öffentliches Interesse an der Entstehung und Entwicklung dieser Freundschaft. Unter dem Titel Unterwegs in Deutschland - Das doppelte Werther - hat eine Journalistin der Neuen Westfälischen Zeitung einen interessanten Artikel verfasst, der am 3. 10. 2010 zum Tag der deutschen Einheit erschienen ist.
In Vorbereitung dieses Artikels gab es ein Treffen in der Gemeindeverwaltung Werther, bei welchem sich die Journalistin die notwendigen Informationen und Bilder eingeholt hat.
Hier erzählte Jutta Podewski aus Sicht der Kirchengemeinde, sowie Günter Rauh und Bernd Helbing als ehemalige Bürgermeister über ihre Erinnerungen vom Beginn der Partnerschaft. Als Vertreter der Feuerwehr erinnerten Ilse Schmücking und Heinz Brauer an die Anfänge und die stetige Entwicklung der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Langenheide.
Ich konnte über die ersten Begegnungen mit dem Ballverein Werther und die damals begonnenen sportlichen Aktivitäten berichten. In jüngster Vergangenheit gibt es wieder verstärkte Aktivitäten der Partnerschaft. So trafen sich die Treckerfreunde aus Werther/Westfalen mit dem gleichnamigen neugegründeten Treckerfreunden in Pützlingen, um über eine freundschaftliche Verbindung zu reden und diese dann auch einzugehen.
Zum 20-jährigen Jubiläum schickte ich als Bürgermeister ein Grußwort an die Bürgermeisterin, den Stadtrat sowie die Bürgerinnen und Bürger von Werther/Westfalen. Dieses Grußwort wurde von Marion Weike am 5. Oktober in der Stadtratssitzung verlesen.
Hans-Jürgen Weidt, Bürgermeister


