Do, 19:43 Uhr
06.03.2003
Destillation in der Verwaltung
Nordhausen (nnz). Bei der ersten gemeinsamen Klausurtagung des Jahres 2003 der Verwaltungsspitze wurde diesmal destilliert. Was sich hinter diesem Neuwort versteckt, das hat die nnz herausgefunden.
Dabei wurde das künftige Konsolidierungskonzept, wie es von der Kommunalaufsicht gefordert worden war (siehe nnz-Archiv), in ersten Ansätzen umrissen. In der Verwaltung wurden deshalb Projekte durchsiebt, im Amtsdeutsch destilliert. Das neue destillierte Konzept soll vorerst bis zum Jahr 2006 reichen. Sämtliche Projekte werden nächste Woche im Finanzausschuss des Stadtrates vorgetragen. Vorschläge der Stadträte sollen eingearbeitet werden, bevor das Papier wie gefordert - an die Kommunalaufsicht übergeben wird.
Bei der Klausurtagung wurde noch einmal deutlich: Trotz aller Zwänge kann Stadtentwicklung nicht ausschließlich Sparen bedeuten. Stadtentwicklung braucht vor allem Leitprojekte und Ziele, wie aktuell die Landesgartenschau. Die Entwicklung des Industriegebietes `Goldene Aue´ gemeinsam mit dem Planungsverband ist, nach Abschluss der Landesgartenschau im kommenden Jahr, unser wichtigstes strategisches Vorhaben, an dem wir seit drei Jahren arbeiten. Denn die Schaffung von Arbeitsplätzen hat Priorität, sagte Oberbürgermeisterin Rinke. Mit diesem Projekt werde die Stadt gemeinsam mit benachbarten Gemeinden Flächen für größere Firmenansiedlungen zur Verfügung stellen. Im Juni solle Baurecht erreicht sein.
Die offensive Vermarktung der städtischen Gewerbeflächen soll fortgesetzt werden wie schon erfolgreich mit der Ansiedlung der Firma Feuer powertrain im Gewerbegebiet in der Rothenburgstraße gelungen. Dazu werde ein aktueller Standortatlas, sowohl in digitaler- als auch Papierform, noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Zur Haushaltssicherung müssten allerdings auch folgende kurzfristige Projekte umgesetzt werden:
- Anpassung von städtischen Miet- und Pachtverträge an die aktuellen Marktpreise.
- Kostendeckende Bewirtschaftung der städtischen Märkte und Plätze.
- Wirtschaftliche und einheitliche Betriebsführung der städtischen Immobilien. Zur Zeit läuft die Bewertung sämtlicher Grundstücke und Gebäude.
- Konzentration bzw. Vernetzung kultureller, sozialer und schulischer Leistungen. Alle Angebote sollen bei gleicher Qualität gemacht werden allerdings werden durch effektivere Gebäudenutzung (Zusammenführung von Veranstaltungen gleicher Art in einem Gebäude, Prüfung von Parallel-Projekten) Kosten gespart .
- Überarbeitung des städtischen Personalkonzeptes: Der geplante Abbau von 56 Stellen bis 2012 müsse angesichts der knapper werdenden Mittel - überdacht werden. Folge sei allerdings, dass auch das Angebot städtischer Leistungen auf Umsetzbarkeit überprüft werden müsse. Leitlinie dafür könne auch die Prioritätensetzung für städtische Aufgaben durch die Bürger sein dokumentiert in der Umfrage des letzten Jahres.
Autor: nnzDabei wurde das künftige Konsolidierungskonzept, wie es von der Kommunalaufsicht gefordert worden war (siehe nnz-Archiv), in ersten Ansätzen umrissen. In der Verwaltung wurden deshalb Projekte durchsiebt, im Amtsdeutsch destilliert. Das neue destillierte Konzept soll vorerst bis zum Jahr 2006 reichen. Sämtliche Projekte werden nächste Woche im Finanzausschuss des Stadtrates vorgetragen. Vorschläge der Stadträte sollen eingearbeitet werden, bevor das Papier wie gefordert - an die Kommunalaufsicht übergeben wird.
Bei der Klausurtagung wurde noch einmal deutlich: Trotz aller Zwänge kann Stadtentwicklung nicht ausschließlich Sparen bedeuten. Stadtentwicklung braucht vor allem Leitprojekte und Ziele, wie aktuell die Landesgartenschau. Die Entwicklung des Industriegebietes `Goldene Aue´ gemeinsam mit dem Planungsverband ist, nach Abschluss der Landesgartenschau im kommenden Jahr, unser wichtigstes strategisches Vorhaben, an dem wir seit drei Jahren arbeiten. Denn die Schaffung von Arbeitsplätzen hat Priorität, sagte Oberbürgermeisterin Rinke. Mit diesem Projekt werde die Stadt gemeinsam mit benachbarten Gemeinden Flächen für größere Firmenansiedlungen zur Verfügung stellen. Im Juni solle Baurecht erreicht sein.
Die offensive Vermarktung der städtischen Gewerbeflächen soll fortgesetzt werden wie schon erfolgreich mit der Ansiedlung der Firma Feuer powertrain im Gewerbegebiet in der Rothenburgstraße gelungen. Dazu werde ein aktueller Standortatlas, sowohl in digitaler- als auch Papierform, noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Zur Haushaltssicherung müssten allerdings auch folgende kurzfristige Projekte umgesetzt werden:
- Anpassung von städtischen Miet- und Pachtverträge an die aktuellen Marktpreise.
- Kostendeckende Bewirtschaftung der städtischen Märkte und Plätze.
- Wirtschaftliche und einheitliche Betriebsführung der städtischen Immobilien. Zur Zeit läuft die Bewertung sämtlicher Grundstücke und Gebäude.
- Konzentration bzw. Vernetzung kultureller, sozialer und schulischer Leistungen. Alle Angebote sollen bei gleicher Qualität gemacht werden allerdings werden durch effektivere Gebäudenutzung (Zusammenführung von Veranstaltungen gleicher Art in einem Gebäude, Prüfung von Parallel-Projekten) Kosten gespart .
- Überarbeitung des städtischen Personalkonzeptes: Der geplante Abbau von 56 Stellen bis 2012 müsse angesichts der knapper werdenden Mittel - überdacht werden. Folge sei allerdings, dass auch das Angebot städtischer Leistungen auf Umsetzbarkeit überprüft werden müsse. Leitlinie dafür könne auch die Prioritätensetzung für städtische Aufgaben durch die Bürger sein dokumentiert in der Umfrage des letzten Jahres.


