Do, 17:35 Uhr
06.03.2003
nnz-doku: Die Februar-Daten
Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Arbeitsamt hat heute die Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar veröffentlicht. Die nnz berichtete bereits am Vormittag über die wichtigsten Zahlen für den Landkreis Nordhausen. Wie immer stellen wir innerhalb unserer doku-Reihe den kompletten Bericht des Arbeitsamtes zur Verfügung.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen hat sich im Februar nicht entspannt. Obwohl sich die Zahl der Arbeitslosmeldungen gegenüber Januar um 40 Prozent verringerte, gingen wieder 3.970 Frauen und Männer im Monatsverlauf in die Arbeitslosigkeit. Das führte zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl. Besonders im Landkreis Eichsfeld haben die saiso-nal bedingten Entlassungen nochmals wie im Januar zu einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahl geführt. Insgesamt ist die Situation Ende Februar auf dem Arbeitsmarkt gegenüber dem Vorjahr in diesem Landkreis ungünstiger als vor einem Jahr.
Mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
In Nordthüringen gab es Ende Februar 32.665 arbeitslose Frauen und Männer, 535 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 415 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Ende Januar war der Anstieg zum Vorjahr noch um zwei Drittel niedriger. Wegen der weiteren saisonal bedingten Entlassungen im Baugewerbe und im vom Bau abhängigen Unternehmen sind wieder mehr Männer als Frauen in die Arbeitslosigkeit gegangen. Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg damit um 506 gegenüber Januar auf 17.564 an. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet das einen Anstieg von 960. Auch bei den Frauen kam es zu mehr als 1.400 Arbeitslosmeldungen, der Bestand an Arbeitslosen hat sich aber nur um 29 zum Monatsende Januar erhöht, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies sogar eine Abnah-me um 543. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen veränderte sich von 20,6 Prozent Ende Januar auf 21 Prozent Ende Februar. Die Quote bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen ist zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 22,6 Pro-zent angestiegen. Während auf dieser Basis die Arbeitslosenquote für Frauen mit 21,9 Prozent so hoch ist wie im Vormonat, stieg diese für Männer um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar auf 23,3 Prozent an.
Fast 4.000 Arbeitslosmeldungen
In Nordthüringen mussten sich im Februar 3.969 Personen arbeitslos melden. Auch wenn damit zum Vormonat 2.833 Personen oder 42 Prozent weniger Meldungen erfolgten, liegt diese Zahl um 325 über den Meldungen des Vorjahreszeitraumes. Aus einer Erwerbstätigkeit kamen 1.975 Frauen und Männer, 3.140 weniger als im Januar.
Beschäftigungen des zweiten Arbeitsmarktes beendeten im Februar 193 Teilnehmer, gegenüber 626 im Vormonat. 1.782 Personen beendeten im Berichtsmonat Arbeitsverhältnisse und mussten sich arbeitslos melden. Von diesen kamen allein 753 aus dem Baugewerbe, vor vier Wochen waren das noch über 2.300. Das verarbeitende Gewerbe setzte 276 Arbeitnehmer frei, vor allem Unternehmen zur Herstellung von Metallerzeugnissen nahmen Entlassungen vor. Aus dem Handel gingen 174 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit, halb so viele wie im Vormonat. Gegenüber Januar ist die Zahl der Arbeitnehmer ebenfalls aus Unternehmen des Verkehrs- und Nachrichtenwesens zurückgegangen. Die Land- und Forstwirtschaft nahm im Februar nochmals 55 Entlassungen vor, gegenüber 274 im Januar. Aus schulischen Ausbildungen mündeten 350 Teilnehmer und aus betrieblichen Ausbildungen 225 junge Leute erst einmal in die Arbeitslosigkeit ein, im Januar waren das 247 weniger. Aus der Nichterwerbstätigkeit stellten sich im Februar 1.419 Frauen und Männer der Vermittlung zur Verfügung, 714 davon kamen aus der Arbeitsunfähigkeit.
Mehr Arbeitsangebote aus der Wirtschaft
Insgesamt nahmen die Arbeitsvermittler im Februar 853 Stellen entgegen, das sind 132 mehr als im Januar und 295 weniger als im Februar des Vorjahres. Aus der Wirtschaft gingen 638 Arbeitsangebote ein, 186 mehr als im Januar. Für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bewilligte das Arbeitsamt 197 und für Strukturanpassungsmaßnahmen 18 neue Arbeitsplätze, insgesamt ist die Zahl um ein Viertel niedriger als im Vormonat. Aus Baubetrieben wurde ein Bedarf von 116 Arbeitnehmern angezeigt, 40 mehr als im Januar. Der Handel suchte 107 Arbeitskräfte und das Gastgewerbe 33, insgesamt wurde damit ein höherer Bedarf angezeigt als im Januar. Auch Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, hatten mit 102 Arbeitsangeboten mehr Bedarf als vor vier Wochen, genauso wie das verarbeitende Gewerbe.
Über 200 Abmeldungen mehr als im Vormonat
Im Berichtsmonat haben 3.434 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, das sind 240 mehr als im Monat Januar und 42 mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Arbeitsmarkt begannen im Monatsverlauf 1.410 Frauen und Männer eine Beschäftigung, 240 mehr als im Januar. Von diesen Arbeitsaufnahmen kamen 410 nach Vermittlungen auf Stellen der Region und weitere 160 durch überregionale Vermittlungen zustande. 530 Personen suchten sich selbst in der Wirtschaft einen Arbeitsplatz, und über 300 wurden von ihrem letzten Arbeitge-ber wieder eingestellt. Von den Abmeldungen in Arbeit haben 52 den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. 107 Arbeitslose begannen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 45 weniger als im Januar. Seit Jahresbeginn konnten insgesamt über 130 Arbeitnehmer mehr in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes eingestellt werden als in den ersten zwei Monaten des Vorjahres. In betriebliche und schulische Ausbildungen sowie in ein Studium gingen 207 junge Frauen und Männer, so viele wie auch im vorangegangenen Monat. In die sonstige Nichterwerbstätigkeit meldeten sich 1.490 Arbeitslose ab, über 990 davon wegen Arbeitsun-fähigkeit.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
In reguläre Beschäftigung förderte das Arbeitsamt Ende Februar direkt 2.821 Personen. Auf diesem Niveau werden seit Dezember 2002 Arbeitnehmer bei der Integration in das Arbeitsleben unterstützt. Fast die Hälfte der Förderfälle erhält Eingliederungszuschüsse. Von den insgesamt 1.326 Förderungen werden allein 966 für die Einstellung älterer Arbeitnehmer gewährt. Existenzgründer beschäftigten am Monatsende 133 Personen über Eingliederungszuschüsse bei Neugründungen. Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunterneh-men werden wie Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose zwar nicht mehr seit Jahresanfang wegen der ausgelaufenen gesetzlichen Regelungen bewilligt, im Februar erhielten aber noch 437 Arbeitnehmer Mittel aus Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen und 512 aus Beschäftigungshilfen. Zur Absicherung des Lebensunterhaltes bekamen im Monat 400 Existenzgründer Überbrückungsgeld, mehr als doppelt so viel wie vor ei-nem Jahr. Arbeitgeber können für die berufliche Weiterbildung von Arbeitnehmern Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten, wenn dadurch ein fehlender Berufsabschluss nachgeholt werden kann. Für 6 ungelernte Beschäftigte wurde so im Februar die begleitende berufliche Weiterbildung unterstützt.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen arbeiteten Ende Februar 1.947 Nordthüringer, 62 weniger als im Januar, aber 199 mehr als vor einem Jahr. Genau wie im Vormonat ist die Beschäftigtenzahl besonders im Garten- und Landschaftsbau am stärksten zurückgegangen. In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen gab es am Monatsende 949 Arbeitnehmer, 66 mehr als vor vier Wochen, aber 324 weniger als vor einem Jahr. 60 Prozent der Beschäftigten in diesen Maßnahmen sind langzeitarbeitslos und rund 58 Prozent älter als 50 Jahre. 29 Arbeitskräfte befanden sich im Februar in Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnah-men, 16 weniger als vor vier Wochen.
Berufliche Weiterbildung
Im Berichtsmonat begannen für 174 Arbeitsuchende, 5 weniger als im Vormonat und 92 we-niger als im Februar des Vorjahres, berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und für 31 davon eine Maßnahme mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Damit qualifizierten sich Ende Februar 3.062 Personen in 285 Maßnahmen, wobei der Anteil der Frauen bei 55 Prozent lag. Von den Teilnehmern besuchen 1.979 berufliche Anpassungs- und Fortbildungsmaßnahmen, 1.083 davon streben einen Abschluss in einem anerkannten Ausbil-dungsberuf an. Für 336 Frauen und Männer ohne Berufsabschluss bieten die Maßnahmen eine größere Chance, einen Arbeitsplatz zu finden.
Freie Förderung
Über die Freie Förderung gemäß § 10 SGB III wurden am Monatsende 860 Personen in Beschäftigungen oder anderen Maßnahmen unterstützt. Dadurch konnten 144 junge Leute eine betriebliche Ausbildung erhalten, und 136 Beschäftigte in der Wirtschaft haben Lohnkosten-zuschüsse aus der Freien Förderung erhalten. 472 Existenzgründer, das sind 34 mehr als im Vormonat und 290 mehr als vor einem Jahr, erhalten über diese Förderleistungen finanzielle Unterstützung.
Kurzarbeit
Im Monat Februar zeigten 67 Betriebe dem Arbeitsamt Kurzarbeit an, 9 mehr als im Januar. Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen ist mit 646 Personen so hoch wie vor einem Jahr, aber gegenüber dem Vormonat um 108 angestiegen. Besonders hoch ist im Be-richtsmonat die Zahl der kurz arbeitenden Personen im Baugewerbe, sie stieg von 126 im Januar auf 171 im Februar an, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren dies dagegen nur 59 Arbeitnehmer. Auch Betriebe des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes sowie der Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik waren gezwungen, für 280 Mitarbeiter Kurzar-beit durchzuführen.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Ende Februar wird in fast allen Regionen Nordthüringens ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ausgewiesen. Nur in der Geschäftsstelle Sondershausen wurden am Monatsende weniger Arbeitslose registriert.
Im Landkreis Nordhausen waren am Monatsende 10.595 Personen arbeitslos, 92 mehr als einen Monat zuvor, aber 120 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg damit von 21,1 Pro-zent Ende Januar auf 21,3 Prozent Ende Februar an, liegt dagegen aber um 0,2 Prozent-punkte niedriger als im Februar des Vorjahres. Im Monatsverlauf gingen 1.008 Arbeitslosmeldungen im Hauptamt Nordhausen ein, 712 weniger als im Januar und 71 weniger als im Vorjahresmonat. Fast 60 Prozent der erfolgten Meldungen kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Mit 916 Personen konnten sich im Berichtsmonat genau so viele aus der Arbeitslosigkeit abmelden wie im Vormonat. 375 Frauen und Männer nahmen eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt auf, 160 durch die Vermittlung auf Stellen der Region, 140 suchte sich selbst eine Arbeit, und 77 gingen wieder zurück in ihr vorheriges Beschäftigungsverhältnis. Für 37 Arbeitslose begannen Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt. Zum Studium oder zur Ausbil-dung wechselten über 100 junge Menschen.
IIm Kyffhäuserkreis, mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen, ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar gegenüber dem Vormonat um 51 auf 11.578 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber ein Rückgang von 217 zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vorjahr unter 25 Prozent. Aus der Region der Geschäftsstelle Artern meldeten sich im Berichtsmonat 789 Arbeitnehmer arbeitslos, 484 weniger als im Vormonat, aber 188 mehr als vor einem Jahr. Damit liegt die Arbeitslosenzahl im Feb-ruar bei 5.953, das sind rund 80 mehr als im Januar, bedeuten aber 214 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 25,9 Prozent und liegt damit um 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Monatsverlauf akquirierten die Fachkräfte der Arbeitsvermittlung 143 Stellen, 35 weniger als im Januar. Die Zahl der Angebote für Beschäftigung schaffende Maßnahmen ist mit 22 um zwei Drittel niedriger als im Vormonat. Auf die vorhandenen Stellen wurden 116 Arbeitskräfte vermittelt, 39 davon in den zweiten Arbeitsmarkt. Am Monatsende gab es 575 Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, leicht weniger als im Januar, aber 233 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitnehmer in Strukturanpassungsmaßnahmen liegt mit 116 auf gleicher Höhe des Vormonats, ist aber um 112 niedriger als im Vorjahreszeitraum.
In der Geschäftsstelle Sondershausen wurden im Februar von insgesamt 581 Frauen und Männern Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, im gleichen Zeitraum konnten 608 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Damit gab es im Bezirk der Dienststelle 5.625 Arbeitslose, 27 weniger als einen Monat vorher und genau so viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-quote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkt auf 23,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 52 Personen, 11 mehr als im Januar, konnten über die Aktivitäten des Arbeitsamtes auf die akquirierten Stellen vermittelt werden. Für 14 Arbeitslose begann eine Tätigkeit in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und für 15 in traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen. Dadurch hat sich die Zahl der dort Beschäftigten gegenüber Januar von 546 auf 579 erhöht. Durch regionale und überregionale Vermittlung, selbst gesuchte Arbeitsplätze oder Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit mündeten insgesamt 244 Personen in den ersten Arbeitsmarkt ein. Weitere 30 junge Arbeitslose wählten eine Ausbildung. In die Nichterwerbstätigkeit meldeten sich 292 Arbeitslose ab, über 200 davon wegen Arbeitsunfähigkeit.
Im Landkreis Eichsfeld, mit den Geschäftsstellen Heiligenstadt und Leinefelde, erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im Februar um 392 auf 10.492. Dadurch stieg die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 17,1 Prozent im Januar auf 18,0 Prozent im Februar. Vor einem Jahr waren 752 Eichsfelder weniger von Arbeitslosigkeit be-troffen als in diesem Jahr. Damals wurde eine Arbeitslosenquote von 16,7 Prozent ausgewiesen. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt standen im Februar 3.526 Frauen und Männer zur Vermittlung an, 145 mehr als vor vier Wochen und 293 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 16,2 Prozent um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vormonat und auch um 1,3 Prozentpunkte höher als im Februar 2002. Während des Monats meldeten sich 561 Arbeitnehmer arbeitslos, über ein Drittel weniger als im Januar, aber 119 mehr als im Vorjahresmonat. 416 Frauen und Männer beendeten im Monatsverlauf ihre Arbeitslosigkeit, 42 mehr als im Januar. Die Vermittlungsaktivitäten verliefen im Februar in 69 Fällen erfolg-reich, damit konnten 22 Personen mehr auf die regionalen Stellenangebote als im Vormonat in Arbeit gebracht werden. In reguläre Beschäftigungen meldeten sich insgesamt 149 Arbeitslose ab, 82 durch Selbstsuche. 232 Arbeitslose wurden wegen Arbeitsunfähigkeit, Um-zug oder Eintritt in die Rente vorübergehend oder vollständig aus dem Vermittlungsgeschehen herausgenommen. Insgesamt waren in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen der Region Heiligenstadt 285 Frauen und Männer tätig, 75 weniger als im Vorjahr.
Ende Februar ist im Geschäftsstellenbezirk Leinefelde genau wie im Vormonat die Arbeitslosenzahl innerhalb des Arbeitsamtbezirkes am höchsten angestiegen. Ende des Mo-nats waren hier 6.966 Arbeitslose registriert, das sind 247 mehr als vor vier Wochen und so-gar 459 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbs-personen beträgt damit Ende Februar 18,8 Prozent, 0,7 Prozentpunkte mehr als im Januar und einen Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr. Im Verlauf des Monats haben sich 1.030 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 728 weniger als im Vormonat, aber 133 mehr als im Februar 2002. Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit ist mit 783 fast auf dem Vormonatsniveau verblieben. Insgesamt konnten 320 Frauen und Männer ein neues Arbeitsverhältnis in der Wirtschaft aufnehmen, über 240 davon nach Selbstsuche oder Wiederein-stellung bei ihrem letzten Arbeitgeber. Fast 390 Arbeitslose meldeten sich wegen Krankheit oder aus anderen Gründen vorübergehend oder endgültig aus der Arbeitslosigkeit ab. In bewilligte Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes konnten im Februar 10 arbeitslose Frauen und Männer vermittelt werden. Damit waren Ende Februar 388 Personen im zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt, nur leicht weniger als im Januar.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in einzelnen Berufsgruppen
Die Arbeitslosigkeit hat sich in den einzelnen Berufsgruppen seit Februar 2000 sehr unter-schiedlich entwickelt. In landwirtschaftlichen Berufen sind zunehmend betroffene Arbeitslose festzustellen. Die ausgewiesene Arbeitslosenzahl von 2.362 Ende Februar dieses Jahres liegt zwar auf dem Vorjahresniveau, gegenüber der Zahl zum Monatsende Februar 2000 ist aber ein Anstieg um rund 240 erfolgt. Rund 1.800 Schlosser, Mechaniker und zugehörige Berufe suchten Ende Februar der Jahre 2000 und 2001 einen Arbeitsplatz, bereits zum Februar 2002 stieg diese Zahl um 200 an, in diesem Jahr kam es nochmals zu einer weiteren Erhöhung um 200. Insgesamt 2.232 Personen mit diesen Berufen waren am Monatsende registriert.
Von den Arbeitslosen mit Textil- und Bekleidungsberufen ist der größte Teil Frauen. In den letzten vier Jahren ist hier die Arbeitslosenzahl von 926 Ende Februar 2000 auf 670 am En-de des Berichtsmonats kontinuierlich zurück gegangen. Diese Entwicklung ist überwiegend durch die berufliche Umorientierung der betroffenen Frauen entstanden, da für diese Berufe langfristig keine steigende Nachfrage zu erwarten ist. Die Situation der Arbeitnehmer mit Ernährungsberufen war in den letzten zwei Jahren schwieriger als in diesem Jahr. In dieser Berufsgruppe ist eine zunehmende Mobilität der betroffenen Arbeitnehmer festzustellen, so dass wegen fehlender Arbeitsangebote in der Region der Ausgleich überregional gesucht wird.
Die Arbeitslosigkeit in Bauberufen spiegelt die allgemeine Situation dieser Wirtschaftsabteilung wieder. Gab es vor vier Jahren noch 3.735 Arbeitslose mit Berufen des Bauhauptgewerbes, waren dies Ende des Berichtsmonats 4.542, das bedeutet einen Anstieg von 22 Prozent. In den Berufsgruppen des Baunebengewerbes ist insgesamt zum Februar 2000 ein Anstieg um fast 48 Prozent erfolgt. Wurden hier für den Februar 2000 rund 1.650 Arbeitslose ausgewiesen, lag die Arbeitslosenzahl in diesen Berufen in diesem Jahr bei 2.430. Die Zahl der Arbeitsuchenden Ingenieure, Chemiker, Physiker und Mathematiker hat sich in den letzten Jahren leicht gebessert. 442 Personen mit diesen akademischen Abschlüssen waren am Monatsende arbeitslos, rund 60 weniger als noch zum Vergleichszeitraum 2000.
Die seit den letzten Jahren nachweisbare rückläufige Nachfrage aus dem Handel bildet sich auch in dem kontinuierlichen Anstieg der Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Warenkaufleute ab. Personen mit Ordnungs- und Sicherheitsberufen mussten sich in den letzten Jahren zunehmend arbeitslos melden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenzahl um 126 an, gegenüber dem Vergleichszeitraum 2000 sogar um 357. Für Gesundheitsdienstberufe und Berufe im Sozial- und Erziehungsbereich stehen insgesamt 1.528 Personen zur Vermittlung an, 50 weniger als vor einem Jahr, aber fast 200 weniger als Ende Februar 2000. Die Suche von Frauen und Männern nach Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen ist seit Jahren unvermindert hoch, allerdings ist auf dem Arbeitsmarkt regional keine bessere Angebotssituation zu erwarten. Da 85 Prozent aller Arbeitslosen dieser Berufsgruppe Frauen sind, bleibt die Mobilität familiär bedingt nur begrenzt, so dass hier überregional nur in Einzelfällen ein Ausgleich gesucht werden kann. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen für Reinigungsberufe ist seit Jahren hoch. 1.215 Personen haben sich für diese Berufe der Ver-mittlung zur Verfügung gestellt. Vor einem Jahr gab es hier 93 Arbeitslose mehr.
Autor: nnzDie Lage auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen hat sich im Februar nicht entspannt. Obwohl sich die Zahl der Arbeitslosmeldungen gegenüber Januar um 40 Prozent verringerte, gingen wieder 3.970 Frauen und Männer im Monatsverlauf in die Arbeitslosigkeit. Das führte zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl. Besonders im Landkreis Eichsfeld haben die saiso-nal bedingten Entlassungen nochmals wie im Januar zu einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahl geführt. Insgesamt ist die Situation Ende Februar auf dem Arbeitsmarkt gegenüber dem Vorjahr in diesem Landkreis ungünstiger als vor einem Jahr.
Mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
In Nordthüringen gab es Ende Februar 32.665 arbeitslose Frauen und Männer, 535 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 415 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Ende Januar war der Anstieg zum Vorjahr noch um zwei Drittel niedriger. Wegen der weiteren saisonal bedingten Entlassungen im Baugewerbe und im vom Bau abhängigen Unternehmen sind wieder mehr Männer als Frauen in die Arbeitslosigkeit gegangen. Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg damit um 506 gegenüber Januar auf 17.564 an. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet das einen Anstieg von 960. Auch bei den Frauen kam es zu mehr als 1.400 Arbeitslosmeldungen, der Bestand an Arbeitslosen hat sich aber nur um 29 zum Monatsende Januar erhöht, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies sogar eine Abnah-me um 543. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen veränderte sich von 20,6 Prozent Ende Januar auf 21 Prozent Ende Februar. Die Quote bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen ist zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 22,6 Pro-zent angestiegen. Während auf dieser Basis die Arbeitslosenquote für Frauen mit 21,9 Prozent so hoch ist wie im Vormonat, stieg diese für Männer um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar auf 23,3 Prozent an.
Fast 4.000 Arbeitslosmeldungen
In Nordthüringen mussten sich im Februar 3.969 Personen arbeitslos melden. Auch wenn damit zum Vormonat 2.833 Personen oder 42 Prozent weniger Meldungen erfolgten, liegt diese Zahl um 325 über den Meldungen des Vorjahreszeitraumes. Aus einer Erwerbstätigkeit kamen 1.975 Frauen und Männer, 3.140 weniger als im Januar.
Beschäftigungen des zweiten Arbeitsmarktes beendeten im Februar 193 Teilnehmer, gegenüber 626 im Vormonat. 1.782 Personen beendeten im Berichtsmonat Arbeitsverhältnisse und mussten sich arbeitslos melden. Von diesen kamen allein 753 aus dem Baugewerbe, vor vier Wochen waren das noch über 2.300. Das verarbeitende Gewerbe setzte 276 Arbeitnehmer frei, vor allem Unternehmen zur Herstellung von Metallerzeugnissen nahmen Entlassungen vor. Aus dem Handel gingen 174 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit, halb so viele wie im Vormonat. Gegenüber Januar ist die Zahl der Arbeitnehmer ebenfalls aus Unternehmen des Verkehrs- und Nachrichtenwesens zurückgegangen. Die Land- und Forstwirtschaft nahm im Februar nochmals 55 Entlassungen vor, gegenüber 274 im Januar. Aus schulischen Ausbildungen mündeten 350 Teilnehmer und aus betrieblichen Ausbildungen 225 junge Leute erst einmal in die Arbeitslosigkeit ein, im Januar waren das 247 weniger. Aus der Nichterwerbstätigkeit stellten sich im Februar 1.419 Frauen und Männer der Vermittlung zur Verfügung, 714 davon kamen aus der Arbeitsunfähigkeit.
Mehr Arbeitsangebote aus der Wirtschaft
Insgesamt nahmen die Arbeitsvermittler im Februar 853 Stellen entgegen, das sind 132 mehr als im Januar und 295 weniger als im Februar des Vorjahres. Aus der Wirtschaft gingen 638 Arbeitsangebote ein, 186 mehr als im Januar. Für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bewilligte das Arbeitsamt 197 und für Strukturanpassungsmaßnahmen 18 neue Arbeitsplätze, insgesamt ist die Zahl um ein Viertel niedriger als im Vormonat. Aus Baubetrieben wurde ein Bedarf von 116 Arbeitnehmern angezeigt, 40 mehr als im Januar. Der Handel suchte 107 Arbeitskräfte und das Gastgewerbe 33, insgesamt wurde damit ein höherer Bedarf angezeigt als im Januar. Auch Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, hatten mit 102 Arbeitsangeboten mehr Bedarf als vor vier Wochen, genauso wie das verarbeitende Gewerbe.
Über 200 Abmeldungen mehr als im Vormonat
Im Berichtsmonat haben 3.434 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, das sind 240 mehr als im Monat Januar und 42 mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Arbeitsmarkt begannen im Monatsverlauf 1.410 Frauen und Männer eine Beschäftigung, 240 mehr als im Januar. Von diesen Arbeitsaufnahmen kamen 410 nach Vermittlungen auf Stellen der Region und weitere 160 durch überregionale Vermittlungen zustande. 530 Personen suchten sich selbst in der Wirtschaft einen Arbeitsplatz, und über 300 wurden von ihrem letzten Arbeitge-ber wieder eingestellt. Von den Abmeldungen in Arbeit haben 52 den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. 107 Arbeitslose begannen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 45 weniger als im Januar. Seit Jahresbeginn konnten insgesamt über 130 Arbeitnehmer mehr in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes eingestellt werden als in den ersten zwei Monaten des Vorjahres. In betriebliche und schulische Ausbildungen sowie in ein Studium gingen 207 junge Frauen und Männer, so viele wie auch im vorangegangenen Monat. In die sonstige Nichterwerbstätigkeit meldeten sich 1.490 Arbeitslose ab, über 990 davon wegen Arbeitsun-fähigkeit.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
In reguläre Beschäftigung förderte das Arbeitsamt Ende Februar direkt 2.821 Personen. Auf diesem Niveau werden seit Dezember 2002 Arbeitnehmer bei der Integration in das Arbeitsleben unterstützt. Fast die Hälfte der Förderfälle erhält Eingliederungszuschüsse. Von den insgesamt 1.326 Förderungen werden allein 966 für die Einstellung älterer Arbeitnehmer gewährt. Existenzgründer beschäftigten am Monatsende 133 Personen über Eingliederungszuschüsse bei Neugründungen. Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunterneh-men werden wie Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose zwar nicht mehr seit Jahresanfang wegen der ausgelaufenen gesetzlichen Regelungen bewilligt, im Februar erhielten aber noch 437 Arbeitnehmer Mittel aus Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen und 512 aus Beschäftigungshilfen. Zur Absicherung des Lebensunterhaltes bekamen im Monat 400 Existenzgründer Überbrückungsgeld, mehr als doppelt so viel wie vor ei-nem Jahr. Arbeitgeber können für die berufliche Weiterbildung von Arbeitnehmern Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten, wenn dadurch ein fehlender Berufsabschluss nachgeholt werden kann. Für 6 ungelernte Beschäftigte wurde so im Februar die begleitende berufliche Weiterbildung unterstützt.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen arbeiteten Ende Februar 1.947 Nordthüringer, 62 weniger als im Januar, aber 199 mehr als vor einem Jahr. Genau wie im Vormonat ist die Beschäftigtenzahl besonders im Garten- und Landschaftsbau am stärksten zurückgegangen. In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen gab es am Monatsende 949 Arbeitnehmer, 66 mehr als vor vier Wochen, aber 324 weniger als vor einem Jahr. 60 Prozent der Beschäftigten in diesen Maßnahmen sind langzeitarbeitslos und rund 58 Prozent älter als 50 Jahre. 29 Arbeitskräfte befanden sich im Februar in Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnah-men, 16 weniger als vor vier Wochen.
Berufliche Weiterbildung
Im Berichtsmonat begannen für 174 Arbeitsuchende, 5 weniger als im Vormonat und 92 we-niger als im Februar des Vorjahres, berufliche Weiterbildungsmaßnahmen und für 31 davon eine Maßnahme mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Damit qualifizierten sich Ende Februar 3.062 Personen in 285 Maßnahmen, wobei der Anteil der Frauen bei 55 Prozent lag. Von den Teilnehmern besuchen 1.979 berufliche Anpassungs- und Fortbildungsmaßnahmen, 1.083 davon streben einen Abschluss in einem anerkannten Ausbil-dungsberuf an. Für 336 Frauen und Männer ohne Berufsabschluss bieten die Maßnahmen eine größere Chance, einen Arbeitsplatz zu finden.
Freie Förderung
Über die Freie Förderung gemäß § 10 SGB III wurden am Monatsende 860 Personen in Beschäftigungen oder anderen Maßnahmen unterstützt. Dadurch konnten 144 junge Leute eine betriebliche Ausbildung erhalten, und 136 Beschäftigte in der Wirtschaft haben Lohnkosten-zuschüsse aus der Freien Förderung erhalten. 472 Existenzgründer, das sind 34 mehr als im Vormonat und 290 mehr als vor einem Jahr, erhalten über diese Förderleistungen finanzielle Unterstützung.
Kurzarbeit
Im Monat Februar zeigten 67 Betriebe dem Arbeitsamt Kurzarbeit an, 9 mehr als im Januar. Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen ist mit 646 Personen so hoch wie vor einem Jahr, aber gegenüber dem Vormonat um 108 angestiegen. Besonders hoch ist im Be-richtsmonat die Zahl der kurz arbeitenden Personen im Baugewerbe, sie stieg von 126 im Januar auf 171 im Februar an, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren dies dagegen nur 59 Arbeitnehmer. Auch Betriebe des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes sowie der Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik waren gezwungen, für 280 Mitarbeiter Kurzar-beit durchzuführen.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Ende Februar wird in fast allen Regionen Nordthüringens ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ausgewiesen. Nur in der Geschäftsstelle Sondershausen wurden am Monatsende weniger Arbeitslose registriert.
Im Landkreis Nordhausen waren am Monatsende 10.595 Personen arbeitslos, 92 mehr als einen Monat zuvor, aber 120 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg damit von 21,1 Pro-zent Ende Januar auf 21,3 Prozent Ende Februar an, liegt dagegen aber um 0,2 Prozent-punkte niedriger als im Februar des Vorjahres. Im Monatsverlauf gingen 1.008 Arbeitslosmeldungen im Hauptamt Nordhausen ein, 712 weniger als im Januar und 71 weniger als im Vorjahresmonat. Fast 60 Prozent der erfolgten Meldungen kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Mit 916 Personen konnten sich im Berichtsmonat genau so viele aus der Arbeitslosigkeit abmelden wie im Vormonat. 375 Frauen und Männer nahmen eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt auf, 160 durch die Vermittlung auf Stellen der Region, 140 suchte sich selbst eine Arbeit, und 77 gingen wieder zurück in ihr vorheriges Beschäftigungsverhältnis. Für 37 Arbeitslose begannen Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt. Zum Studium oder zur Ausbil-dung wechselten über 100 junge Menschen.
IIm Kyffhäuserkreis, mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen, ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar gegenüber dem Vormonat um 51 auf 11.578 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber ein Rückgang von 217 zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vorjahr unter 25 Prozent. Aus der Region der Geschäftsstelle Artern meldeten sich im Berichtsmonat 789 Arbeitnehmer arbeitslos, 484 weniger als im Vormonat, aber 188 mehr als vor einem Jahr. Damit liegt die Arbeitslosenzahl im Feb-ruar bei 5.953, das sind rund 80 mehr als im Januar, bedeuten aber 214 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 25,9 Prozent und liegt damit um 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Monatsverlauf akquirierten die Fachkräfte der Arbeitsvermittlung 143 Stellen, 35 weniger als im Januar. Die Zahl der Angebote für Beschäftigung schaffende Maßnahmen ist mit 22 um zwei Drittel niedriger als im Vormonat. Auf die vorhandenen Stellen wurden 116 Arbeitskräfte vermittelt, 39 davon in den zweiten Arbeitsmarkt. Am Monatsende gab es 575 Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, leicht weniger als im Januar, aber 233 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitnehmer in Strukturanpassungsmaßnahmen liegt mit 116 auf gleicher Höhe des Vormonats, ist aber um 112 niedriger als im Vorjahreszeitraum.
In der Geschäftsstelle Sondershausen wurden im Februar von insgesamt 581 Frauen und Männern Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, im gleichen Zeitraum konnten 608 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Damit gab es im Bezirk der Dienststelle 5.625 Arbeitslose, 27 weniger als einen Monat vorher und genau so viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-quote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkt auf 23,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 52 Personen, 11 mehr als im Januar, konnten über die Aktivitäten des Arbeitsamtes auf die akquirierten Stellen vermittelt werden. Für 14 Arbeitslose begann eine Tätigkeit in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und für 15 in traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen. Dadurch hat sich die Zahl der dort Beschäftigten gegenüber Januar von 546 auf 579 erhöht. Durch regionale und überregionale Vermittlung, selbst gesuchte Arbeitsplätze oder Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit mündeten insgesamt 244 Personen in den ersten Arbeitsmarkt ein. Weitere 30 junge Arbeitslose wählten eine Ausbildung. In die Nichterwerbstätigkeit meldeten sich 292 Arbeitslose ab, über 200 davon wegen Arbeitsunfähigkeit.
Im Landkreis Eichsfeld, mit den Geschäftsstellen Heiligenstadt und Leinefelde, erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im Februar um 392 auf 10.492. Dadurch stieg die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 17,1 Prozent im Januar auf 18,0 Prozent im Februar. Vor einem Jahr waren 752 Eichsfelder weniger von Arbeitslosigkeit be-troffen als in diesem Jahr. Damals wurde eine Arbeitslosenquote von 16,7 Prozent ausgewiesen. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt standen im Februar 3.526 Frauen und Männer zur Vermittlung an, 145 mehr als vor vier Wochen und 293 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 16,2 Prozent um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vormonat und auch um 1,3 Prozentpunkte höher als im Februar 2002. Während des Monats meldeten sich 561 Arbeitnehmer arbeitslos, über ein Drittel weniger als im Januar, aber 119 mehr als im Vorjahresmonat. 416 Frauen und Männer beendeten im Monatsverlauf ihre Arbeitslosigkeit, 42 mehr als im Januar. Die Vermittlungsaktivitäten verliefen im Februar in 69 Fällen erfolg-reich, damit konnten 22 Personen mehr auf die regionalen Stellenangebote als im Vormonat in Arbeit gebracht werden. In reguläre Beschäftigungen meldeten sich insgesamt 149 Arbeitslose ab, 82 durch Selbstsuche. 232 Arbeitslose wurden wegen Arbeitsunfähigkeit, Um-zug oder Eintritt in die Rente vorübergehend oder vollständig aus dem Vermittlungsgeschehen herausgenommen. Insgesamt waren in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen der Region Heiligenstadt 285 Frauen und Männer tätig, 75 weniger als im Vorjahr.
Ende Februar ist im Geschäftsstellenbezirk Leinefelde genau wie im Vormonat die Arbeitslosenzahl innerhalb des Arbeitsamtbezirkes am höchsten angestiegen. Ende des Mo-nats waren hier 6.966 Arbeitslose registriert, das sind 247 mehr als vor vier Wochen und so-gar 459 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbs-personen beträgt damit Ende Februar 18,8 Prozent, 0,7 Prozentpunkte mehr als im Januar und einen Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr. Im Verlauf des Monats haben sich 1.030 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 728 weniger als im Vormonat, aber 133 mehr als im Februar 2002. Die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit ist mit 783 fast auf dem Vormonatsniveau verblieben. Insgesamt konnten 320 Frauen und Männer ein neues Arbeitsverhältnis in der Wirtschaft aufnehmen, über 240 davon nach Selbstsuche oder Wiederein-stellung bei ihrem letzten Arbeitgeber. Fast 390 Arbeitslose meldeten sich wegen Krankheit oder aus anderen Gründen vorübergehend oder endgültig aus der Arbeitslosigkeit ab. In bewilligte Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes konnten im Februar 10 arbeitslose Frauen und Männer vermittelt werden. Damit waren Ende Februar 388 Personen im zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt, nur leicht weniger als im Januar.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in einzelnen Berufsgruppen
Die Arbeitslosigkeit hat sich in den einzelnen Berufsgruppen seit Februar 2000 sehr unter-schiedlich entwickelt. In landwirtschaftlichen Berufen sind zunehmend betroffene Arbeitslose festzustellen. Die ausgewiesene Arbeitslosenzahl von 2.362 Ende Februar dieses Jahres liegt zwar auf dem Vorjahresniveau, gegenüber der Zahl zum Monatsende Februar 2000 ist aber ein Anstieg um rund 240 erfolgt. Rund 1.800 Schlosser, Mechaniker und zugehörige Berufe suchten Ende Februar der Jahre 2000 und 2001 einen Arbeitsplatz, bereits zum Februar 2002 stieg diese Zahl um 200 an, in diesem Jahr kam es nochmals zu einer weiteren Erhöhung um 200. Insgesamt 2.232 Personen mit diesen Berufen waren am Monatsende registriert.
Von den Arbeitslosen mit Textil- und Bekleidungsberufen ist der größte Teil Frauen. In den letzten vier Jahren ist hier die Arbeitslosenzahl von 926 Ende Februar 2000 auf 670 am En-de des Berichtsmonats kontinuierlich zurück gegangen. Diese Entwicklung ist überwiegend durch die berufliche Umorientierung der betroffenen Frauen entstanden, da für diese Berufe langfristig keine steigende Nachfrage zu erwarten ist. Die Situation der Arbeitnehmer mit Ernährungsberufen war in den letzten zwei Jahren schwieriger als in diesem Jahr. In dieser Berufsgruppe ist eine zunehmende Mobilität der betroffenen Arbeitnehmer festzustellen, so dass wegen fehlender Arbeitsangebote in der Region der Ausgleich überregional gesucht wird.
Die Arbeitslosigkeit in Bauberufen spiegelt die allgemeine Situation dieser Wirtschaftsabteilung wieder. Gab es vor vier Jahren noch 3.735 Arbeitslose mit Berufen des Bauhauptgewerbes, waren dies Ende des Berichtsmonats 4.542, das bedeutet einen Anstieg von 22 Prozent. In den Berufsgruppen des Baunebengewerbes ist insgesamt zum Februar 2000 ein Anstieg um fast 48 Prozent erfolgt. Wurden hier für den Februar 2000 rund 1.650 Arbeitslose ausgewiesen, lag die Arbeitslosenzahl in diesen Berufen in diesem Jahr bei 2.430. Die Zahl der Arbeitsuchenden Ingenieure, Chemiker, Physiker und Mathematiker hat sich in den letzten Jahren leicht gebessert. 442 Personen mit diesen akademischen Abschlüssen waren am Monatsende arbeitslos, rund 60 weniger als noch zum Vergleichszeitraum 2000.
Die seit den letzten Jahren nachweisbare rückläufige Nachfrage aus dem Handel bildet sich auch in dem kontinuierlichen Anstieg der Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Warenkaufleute ab. Personen mit Ordnungs- und Sicherheitsberufen mussten sich in den letzten Jahren zunehmend arbeitslos melden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenzahl um 126 an, gegenüber dem Vergleichszeitraum 2000 sogar um 357. Für Gesundheitsdienstberufe und Berufe im Sozial- und Erziehungsbereich stehen insgesamt 1.528 Personen zur Vermittlung an, 50 weniger als vor einem Jahr, aber fast 200 weniger als Ende Februar 2000. Die Suche von Frauen und Männern nach Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen ist seit Jahren unvermindert hoch, allerdings ist auf dem Arbeitsmarkt regional keine bessere Angebotssituation zu erwarten. Da 85 Prozent aller Arbeitslosen dieser Berufsgruppe Frauen sind, bleibt die Mobilität familiär bedingt nur begrenzt, so dass hier überregional nur in Einzelfällen ein Ausgleich gesucht werden kann. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen für Reinigungsberufe ist seit Jahren hoch. 1.215 Personen haben sich für diese Berufe der Ver-mittlung zur Verfügung gestellt. Vor einem Jahr gab es hier 93 Arbeitslose mehr.

