Mi, 17:03 Uhr
17.01.2001
CDU-Spitze schlägt versöhnlichere Töne an
Nordhausen (nnz). Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Egon Primas, werde sich für seine scharfen Töne nicht bei Frau Becker entschuldigen. Er habe sie auch nicht beschimpft, sondern lediglich die derzeit entstandene Situation reflektiert, die durch Äußerungen seitens der SPD-Fraktionsvorsitzenden in der nnz und einen Tag später in der Tageszeitung auf die Spitze getrieben worden seien. Seiner Meinung habe Dagmar Becker das eigentliche Kernproblem nicht verstanden. Für Primas gehe es in erster Linie um die Klärung einer "verfahrenen Situation" und um die Lösung wichtiger anstehender Aufgaben.
Für Primas sei noch immer nicht klar, warum Frau Becker dem Kompromiß erst zugestimmt, ihn dann jedoch wieder abgelehnt habe. Dazu gebe es Klärungs- und Erklärungsbedarf. Als besonders kompliziert bewertet Primas das Verhältnis von Dagmar Becker zur Demokratie. "Nur was Frau Becker von sich gibt, nur was sie meint, soll demokratisch sein? Alles andere undemokratisch?" Für Primas habe Demokratie eine andere Bedeutung. Er habe am 5. September die damalige Wahl von Jendricke und Gorges akzeptiert, er würde Jendricke auch als Stellvertreter des Landrates akzeptieren. Dafür müssten die Sozialdemokraten jedoch auch die Forderung der CDU in Richtung eines Dezernenten billigen. Abschließend meinte Primas gegenüber der nnz, dass er um der Sache willen mit jedem Kreistagsmitglied sprechen werde. Nur diese Gespräche müssen auf einer sachlichen Basis geführt werden. Noch viel wichtiger: Ergebnisse und Vereinbarungen sollten von allen Seiten akzeptiert werden.
Autor: psgFür Primas sei noch immer nicht klar, warum Frau Becker dem Kompromiß erst zugestimmt, ihn dann jedoch wieder abgelehnt habe. Dazu gebe es Klärungs- und Erklärungsbedarf. Als besonders kompliziert bewertet Primas das Verhältnis von Dagmar Becker zur Demokratie. "Nur was Frau Becker von sich gibt, nur was sie meint, soll demokratisch sein? Alles andere undemokratisch?" Für Primas habe Demokratie eine andere Bedeutung. Er habe am 5. September die damalige Wahl von Jendricke und Gorges akzeptiert, er würde Jendricke auch als Stellvertreter des Landrates akzeptieren. Dafür müssten die Sozialdemokraten jedoch auch die Forderung der CDU in Richtung eines Dezernenten billigen. Abschließend meinte Primas gegenüber der nnz, dass er um der Sache willen mit jedem Kreistagsmitglied sprechen werde. Nur diese Gespräche müssen auf einer sachlichen Basis geführt werden. Noch viel wichtiger: Ergebnisse und Vereinbarungen sollten von allen Seiten akzeptiert werden.

