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Mi, 16:47 Uhr
17.01.2001

Auch der 10. Hilfstransport hat sich gelohnt

Hilfstransport Nordhausen (nnz). 3.300 Kilometer Fahrt lagen heute hinter Dietmar Zänker und seinen sechs Kollegen. Die Männer des BBZ Nordhausen, der Johanniter Unfallhilfe und der Fahrschule Levin waren gegen 3.00 Uhr am heutigen Morgen aus Gomel in Weißrußland zurückgegkehrt.
Für Dietmar Zänker war es bereits die zehnte Tour, er war seit Beginn der Aktion mit dabei. Und trotzdem: In jedem Jahr gibt es neue Erfahrungen. Positiv bewertete Zänker die Abfertigung an der Grenze, vor allem auf weißrussischer Seite. Hier würde sich das Land langsam aber sicher den Bedingungen der Europäischen Union angleichen. Fortschritte mache auch die Infrastruktur, hier eine neue Tankstelle, da neue Verkehrsleitsysteme. Immer noch schlecht ist jedoch die Situation der Menschen in diesem Gebiet, vor allem im Bereich der Versorgung. Ein Durchschnittsverdiener bringt in Gomel rund 80 Mark im Monat nach Hause. Der Besuch der Technikerschule in Gomel kostet 50 Mark je Schüler und Monat, die Tüte Zucker 1,50 Mark, der Liter Benzin eine Mark. Viele Wohnungen stehen in den Städten leer, die Miete ist nicht mehr zu bezahlen. So kommt es nicht selten vor, dass bis zu vier Generationen in einer Wohnung leben.
In diesem Jahr nahmen die Männer aus Nordhausen rund 25 Tonnen Fracht mit. Hauptsächlich medizinisches Gerät, Bekleidung, Lebensmittel und Spielzeug sowie Schuhe. Die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort wird durch die Menschen der Region überwacht, die Nordhäuser beteiligen sich und garantieren dafür, dass jede Spende ihren Adressaten erreicht. "Da geht nichts in irgendwelche anonyme Großlager, sondern in Krankenhäuser, Polikliniken, Altenheime, Schulen, an kinderreiche Familien, Invaliden und in diesem Jahr auch an ehemalige Zwangsarbeiter, die in Deutschland während des zweiten Weltkrieges arbeiten mussten", erzählt Dietmar Zänker. Seit Montag 13 Uhr war das Team wieder unterwegs nach Nordhausen, mit einer Fahrpause in Polen. Und trotzdem haben alle das Gefühl, dass sich auch der zehnte Hilfstransport gelohnt hat und dass sie auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sind.
Autor: psg

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