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Fr, 12:16 Uhr
21.02.2003

Mehr „Ehen ohne Trauschein“

Nordhausen (nnz). Trauscheine sind nicht mehr „in“. Der Trend im Freistaat geht in andere Richtung. Sind Standesbeamte bald arbeitslos? nnz hat nachgefragt.


Im April 2002 gab es in Thüringen 72200 nichteheliche Lebensgemeinschaften von Partnern unterschiedlichen Geschlechts. Das waren nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik 6,5 Prozent aller Privathaushalte. Aus dem Mikrozensus, einer jährlichen repräsentativen Haushaltsbefragung, geht hervor, dass diese Form des Zusammenlebens seit Jahren einen steigenden Trend aufweist. Die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften stieg gegenüber April 2001 um 1.100 Paare bzw. 1,5 Prozent, im Vergleich zum April 1995 sogar um 16.200 Paare bzw. 28,9 Prozent.

Besonders bei jungen Leuten ist die „wilde Ehe“ beliebt. In 44,5 Prozent der Gemeinschaften waren beide Partner unter 35 Jahren alt. Der Anteil der nichtehelichen Lebensgemeinschaften, in denen beide Partner 50 Jahre und älter waren, betrug dagegen nur 13,3 Prozent. Bei 57,3 Prozent aller Paare gab es keine „Eheerfahrungen“; beide Partner waren ledig. In 33.100 nichtehelichen Lebensgemeinschaften lebten 45.500 Kinder unter 18 Jahren. Bei 60,4 Prozent dieser Beziehungen waren beide Partner ledig. Im Gegensatz zu den nichtehelichen Lebensgemeinschaften ging die Zahl der Ehepaare von April 2001 bis April 2002 um 7.800 Ehen bzw. 1,3 Prozent auf 574.800 Ehen zurück.
Autor: nnz

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