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Fr, 12:06 Uhr
21.02.2003

Julie Garke: Insgesamt positiv

Nordhausen (nnz). Die Verzögerungen bei der Genehmigung des Stadthaushaltes wirken sich nicht auf die Bauarbeiten in der Nordhäuser Bahnhofstraße aus. Baustart wird, so erklärte Bauamtsleiter Jens Kohlhause am Donnerstagabend während der Bürgerversammlung, Ende März sein. Mehr zu der Versammlung wie immer in Ihrer nnz.


Die Aufträge an eine Bietergemeinschaft aus ortsansässigen Firmen sollen nach seinen Worten am 3. März erteilt werden. Vertreter beider Firmen haben zugesichert, ihr Möglichstes zu einem raschen Bauablauf beizutragen. Während der Bürgerversammlung hat die Stadtverwaltung den Anwohnern die konkreten Pläne zur geplanten Rekonstruktion der Bahnhofstraße vorgestellt, die Ende August abgeschlossen sein soll. Der Bauablaufplan, der von den Anliegern eingesehen werden kann, wird fester Bestandteil der Verträge mit den ausführenden Bauunternehmen. Wie im Vorfeld mit den Anliegern abgestimmt, wird die Fußgängerzone auf ihrer gesamten Länge längs geteilt, sowie in der Mitte quer, so dass nur auf jeweils einem Viertel der Straße Bauarbeiten stattfinden. Beginnen werden die Bauarbeiten auf der Westseite (Uferstraße) auf der Hälfte der Südharzgalerie. Danach wird die Seite der Atrium-Passage einer Verjüngungskur unterzogen. Abschließend wechseln die Bauarbeiter auf die zweite Hälfte der Straße (Bahnhofseite).

Bauamtsleiter Jens Kohlhause betonte, dass die Stadtverwaltung gegenüber den ausführenden Firmen auf der Einhaltung dieser Vorgabe besteht. "Damit ist eine der wichtigsten Forderungen der Interessengemeinschaft erfüllt, weil die Bahnhofstraße damit auch während der Rekonstruktion für Patienten und Kunden passierbar bleibt", sagte Apothekerin Julie Garke, Sprecherin der Interessengemeinschaft. Sie hatte während der Bürgerversammlung nochmals darauf hingewiesen, dass die Zugänge zu Ärztehäusern, Apotheken und Geschäften so ausgestaltet werden müssen, dass Mütter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer keine Behinderungen erfahren.

Die Anlieger haben die Möglichkeit, an den wöchentlich stattfindenden Baubesprechungen teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine Liste mit Ansprechpartnern bei den Bauunternehmen und der Stadtverwaltung. Die Interessengemeinschaft, die monatlich einen Bericht über den Bauablauf erhalten und verbreiten wird, ist unter 03631/68370 zu erreichen. SPD-Stadtrat Rene Kübler, der ebenfalls Mitglied der IG ist und ihre Arbeit aktiv unterstützt, kündigte an, den Fortgang der Rekonstruktion aufmerksam zu verfolgen und bei Problemen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Gleiches gilt für den Vorsitzenden des Bauausschusses, Volker Fütterer und den CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund, der der IG ebenfalls angehört.

"Mit der Rekonstruktion wird die Attraktivität der Bahnhofstraße als anziehendste Flaniermeile der Stadt erhöht", ist sich IG-Sprecherin Julie Garke sicher. Cafes werden Passanten zum Verweilen einladen - bei passendem Wetter unter den unzähligen Bäumen, die die Straße schmücken sollen. Die Einzelhändler können - allerdings nicht mehr in dem Umfang wie bisher - die Fläche vor ihren Geschäften weiter für attraktive Angebote nutzen. Nachdem sich die Anlieger gegen zentrale Sammelaufsteller für die Werbung ausgesprochen hatten, hat die Stadtverwaltung auch in dieser Frage einem Kompromiss zugestimmt, so dass jedes Geschäft weiter mit mobilen Aufstellern auf attraktive Angebote aufmerksam machen kann. Auch hier soll es Auflagen Seitens der Stadt geben. Bänke werden das Bild abrunden. Die Straßenbahnhaltestelle in der Fußgängerzone wird so erhöht, dass die Niederflurbahnen ohne Stufen betreten werden können. Die Zufahrt zur Bahnhofstraße soll für Inhaber entsprechender Sondergenehmigungen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder über die Uferstraße möglich sein.

Für die Grundstückseigentümer hatte die Stadtverwaltung allerdings noch einen Wermutstropfen parat: Auf sie kommen hohe Kosten zu, weil Anteile der förderfähigen Aufwendungen auf sie umgelegt werden sollen. Insgesamt zog Julie Garke als Sprecherin der IG jedoch eine positive Bilanz der Bürgerversammlung. "Gemeinsam mit der Stadtverwaltung ist es uns gelungen, einen Weg zu finden, mit dem sich die negativen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Gewerbetreibenden begrenzen lassen, wenn der Bauablaufplan strikt eingehalten wird", sagte sie. Vor allem komme es jedoch auch darauf an, dass Patienten und Kunden ihrer Bahnhofstraße die Treue halten.
Autor: nnz

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