Di, 13:06 Uhr
15.06.2010
IHK: Konjunktur zieht an
Die Konjunkturerholung beschleunigt sich. Investitionsbudgets werden ausgeweitet, Beschäftigungspläne nach oben korrigiert und die Exporte ziehen deutlich an. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) für den Frühsommer 2010...
Darin eingeflossen sind auch die Antworten von rund 1.000 befragten Unternehmen im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Der Konjunkturmotor kommt wieder auf Touren. Die Stimmung in der Wirtschaft zeigt sich deutlich aufgehellt, kommentiert IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser die vorliegenden Daten. Damit werde auch bundesweit die positive Thüringer Entwicklung noch einmal bestätigt. Immerhin beurteilten laut Kammerumfrage branchenübergreifend wieder mehr als 80 Prozent der Betriebe ihre Situation mit gut bis befriedigend.
Gestiegene Auftragseingänge aus dem In- und Ausland hätten die Produktion weiter angekurbelt und für eine positive Ertragslage gesorgt. So würden bereits vier von fünf Firmen inzwischen schwarze Zahlen schreiben.
Insbesondere der Außenhandel kehrt zu alter Stärke zurück, stellt Grusser erfreut fest. Allein von Januar bis März wären die Thüringer Exporte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Und auch der Blick auf die kommenden Monate gebe durchaus Anlass zum Optimismus. Jeder fünfte Unternehmer rechne mit einem weiteren Anziehen des Exportgeschäfts, knapp die Hälfte erwarte eine gleich bleibend gute Entwicklung.
Die Erholung hat auch die Investitionslaune merklich verbessert. Zwar sind die Kapazitäten noch längst nicht voll ausgelastet, langsam wird aber wieder mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen gesteckt, so der IHK-Chef. Mehr als zwei Drittel der Befragten wollten ihr Investitionsbudget erhöhen oder zumindest konstant halten.
Trotz der Rezession ist der befürchtete Kahlschlag bei den Beschäftigten ausgeblieben. Kurzarbeit, Überstundenabbau und Zeitarbeitskonten haben Schlimmeres verhindert, konstatiert Grusser. Aufgrund der besseren Auftragslage trete die Kurzarbeit nun bei immer mehr Unternehmen in den Hintergrund. Dementsprechend positiv fielen die Beschäftigungspläne für die kommenden Monate aus. Lediglich 14 Prozent der Befragten wollten ihre Mitarbeiterzahl reduzieren, im Vorjahr wären dies noch 33 Prozent gewesen.
12 gegenüber vier Prozent im Vorjahreszeitraum planten jetzt sogar Neueinstellungen. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Arbeitslosenzahl in Thüringen dann nur wenig über 130.000 Jobsuchenden liegen, zeigt sich der IHK-Hauptgeschäftsführer hoffnungsvoll. Damit könne der Freistaat noch besser abschneiden als im bisherigen Boomjahr 2008, als die Zahl bei rund 135.000 Beschäftigungslosen lag.
Dank der guten Nachrichten blicken viele Unternehmer den kommenden Monaten recht optimistisch entgegen. Allerdings sollten diese positiven Botschaften nicht über die noch hohen Risiken hinwegtäuschen, warnt Grusser. Euro-Krise und Staatsverschuldung würden wie ein Damoklesschwert über dem noch wackligen Aufschwung kreisen.
Autor: nnz/knDarin eingeflossen sind auch die Antworten von rund 1.000 befragten Unternehmen im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Der Konjunkturmotor kommt wieder auf Touren. Die Stimmung in der Wirtschaft zeigt sich deutlich aufgehellt, kommentiert IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser die vorliegenden Daten. Damit werde auch bundesweit die positive Thüringer Entwicklung noch einmal bestätigt. Immerhin beurteilten laut Kammerumfrage branchenübergreifend wieder mehr als 80 Prozent der Betriebe ihre Situation mit gut bis befriedigend.
Gestiegene Auftragseingänge aus dem In- und Ausland hätten die Produktion weiter angekurbelt und für eine positive Ertragslage gesorgt. So würden bereits vier von fünf Firmen inzwischen schwarze Zahlen schreiben.
Insbesondere der Außenhandel kehrt zu alter Stärke zurück, stellt Grusser erfreut fest. Allein von Januar bis März wären die Thüringer Exporte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Und auch der Blick auf die kommenden Monate gebe durchaus Anlass zum Optimismus. Jeder fünfte Unternehmer rechne mit einem weiteren Anziehen des Exportgeschäfts, knapp die Hälfte erwarte eine gleich bleibend gute Entwicklung.
Die Erholung hat auch die Investitionslaune merklich verbessert. Zwar sind die Kapazitäten noch längst nicht voll ausgelastet, langsam wird aber wieder mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen gesteckt, so der IHK-Chef. Mehr als zwei Drittel der Befragten wollten ihr Investitionsbudget erhöhen oder zumindest konstant halten.
Trotz der Rezession ist der befürchtete Kahlschlag bei den Beschäftigten ausgeblieben. Kurzarbeit, Überstundenabbau und Zeitarbeitskonten haben Schlimmeres verhindert, konstatiert Grusser. Aufgrund der besseren Auftragslage trete die Kurzarbeit nun bei immer mehr Unternehmen in den Hintergrund. Dementsprechend positiv fielen die Beschäftigungspläne für die kommenden Monate aus. Lediglich 14 Prozent der Befragten wollten ihre Mitarbeiterzahl reduzieren, im Vorjahr wären dies noch 33 Prozent gewesen.
12 gegenüber vier Prozent im Vorjahreszeitraum planten jetzt sogar Neueinstellungen. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Arbeitslosenzahl in Thüringen dann nur wenig über 130.000 Jobsuchenden liegen, zeigt sich der IHK-Hauptgeschäftsführer hoffnungsvoll. Damit könne der Freistaat noch besser abschneiden als im bisherigen Boomjahr 2008, als die Zahl bei rund 135.000 Beschäftigungslosen lag.
Dank der guten Nachrichten blicken viele Unternehmer den kommenden Monaten recht optimistisch entgegen. Allerdings sollten diese positiven Botschaften nicht über die noch hohen Risiken hinwegtäuschen, warnt Grusser. Euro-Krise und Staatsverschuldung würden wie ein Damoklesschwert über dem noch wackligen Aufschwung kreisen.

