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Do, 13:59 Uhr
06.05.2010

Wieninger: Richtige Entscheidung

Als eine richtige Entscheidung bezeichnet Andreas Wieninger, der DGB Kreisvorsitzende, die Entscheidung der Linkspartei, sich auch weiterhin an den Mai-Kundgebungen des DGB zu beteiligen. Hier die Einzelheiten...


Der Kreisverband muss sich bei der Organisation und Durchführung keine Vorwürfe machen, betont Wieninger. Der DGB und seine Einzelgewerkschaften setzen sich überparteilich und überkonfessionell, aber hochpolitisch für die Gewerkschaftsmitglieder und die sozial schwachen und benachteiligten Menschen ein. Die Freiheit und Unabhängigkeit sind dabei ein hohes Gut. Einer einseitigen Einflussnahme, gleich welcher Organisation oder Partei wird der DGB entschieden entgegentreten.


Zu dem Vorwurf, dass Steffen Lemme zu seiner Tätigkeit beim DGB nun auch Bundestagsabgeordneter sei und somit die Überparteilichkeit in Frage stelle sagt Wieninger: „Dieser Vorwurf ist geradezu abwegig. Jeder, der auf der Kundgebung dabei war, konnte sich bei der Rede von Steffen Lemme davon überzeugen, dass ausschließlich gewerkschaftliche Themen und Forderungen deutlich gemacht wurden. Auch der Vorwurf, der DGB Kreisverband hätte diesen Beschluss gefasst, ist nicht richtig“, so Wieninger zur nnz.

Richtig sei, der Kreisverband habe in Abstimmung mit dem Landesverband vorberaten, welche DGB Funktionäre auf welchen Veranstaltungen sprechen könnten. Diese Vorschläge wurden dann nicht vom Kreisverband, sondern in der Maiausschusssitzung, an welcher neben Gewerkschaftsvertretern auch die Vertreter der Parteien teilnahmen, besprochen.

Dazu ein Auszug aus dem entsprechenden Protokoll der Sitzung vom 23.03.2010.
Programm: Redner – Steffen Lemme – DGB Thüringen; Hierzu gab es Einwände durch den Kollegen Bachmann – Die Linke

Der DGB sollte diesen Vorschlag noch mal überdenken, da Steffen jetzt Bundestagsabgeordneter der SPD-Fraktion ist und er somit die Überparteilichkeit in Frage stellte. Alle anderen Anwesenden hatten keinen Einwand dazu.


„Auch der Vorwurf dass mit der Eröffnung der Veranstaltung durch mich als Kreisvorsitzenden, eine einseitige Parteinahme stattgefunden hätte ist nicht haltbar. Dann hätten auch keine Kreisvorsitzenden des DGB mit Parteibuch der Links- oder anderer Parteien andere Maikundgebungen eröffnen, oder auf diesen sprechen dürfen. Und, der DGB hat sich an die bisher geltende Praxis gehalten, wobei in den Wahljahren auch Vertreter von politischen Parteien reden durften, während in den Jahren dazwischen dies den DGB Vertretern vorbehalten war. Eine Praxis, welche bisher von allen Beteiligten getragen wurde, da es dadurch keine Ungleichbehandlung gab“, so Wieninger.

Deshalb sei er der Auffassung dass es durchaus eine breite Basis zwischen Gewerkschaftsmitgliedern sowie Mitgliedern von Parteien und Organisationen gibt, um für gemeinsame Ziele einzutreten. Dies sollte auch weiterhin im Vordergrund stehen. Wir werden deshalb weiterhin das Gespräch suchen, sagt Wieninger abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
06.05.2010, 22:03 Uhr
Die Genossen des DGB
Wie sagt Herr Wieninger: „Der DGB und seine Einzelgewerkschaften setzen sich für die Mitglieder und die sozial schwachen und benachteiligten Menschen ein“. Nun, Herr Wieniger, dem möchte ich energisch widersprechen.

Ohne die billigende Unterstützung des DGB und seiner Einzelgewerkschaften, ausgenommen IG BAU, hätte Ex-Kanzler Schröder niemals die Agenda 2010 mit all seinen Verarmungs-Potenzial durchsetzen können.

Der DGB verschließt seit Jahren die Augen vor der Massenverelendung und Arbeitslosigkeit. Von den DGB haben Hartz IV Betroffene keine Hilfe zu erwarten. Arbeitslose zahlen kaum oder überhaupt keine Beiträge.

Manch einer sagt sogar, die Gewerkschaft Verdi sorgt sich eher um ihre Beschäftigten in den ARGEn und Jobcentern, als um ihre arbeitslosen Mitglieder. Oder nehmen wir den Mindestlohn, wenn sich ein Herr Bsirske von der Verdi hinstellt und einen Stundenlohn von unter 8 Euro als Erfolg feiert, dann muss die Frage erlaubt sein, was denkt sich dieser Mann eigentlich?

Nehmen wir einmal an, wir hätten einen Stundenlohn von 10 Euro, da käme man auf einen Nettolohn von ca. 960 Euro. Diese Summe liegt knapp an den Pfändungsfreibetrag und somit an der Armutsgrenze.

Der DGB gibt sich mit 8 Euro zufrieden nicht nur das, er feiert das auch noch als Erfolg. Herr Wieninger hier ist ein Tipp von mir, schauen Sie sich einmal den Film „Die Wut“ an. Er schildert das schändliche Verhalten des DGB und vieler Politiker in Sachen Agenda 2010.
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