Do, 14:58 Uhr
09.01.2003
Wenn ich König von Deutschland wär
Nordhausen (nnz). Kennen Sie diesen Song von Rio Reiser? nnz-Leser Peter Kreßner nahm ihn zum Anlaß einer Betrachtung, die auch einen Untertitel tragen könnte: Nach der Wahl ist vor der Wahl!
Bei Überlegungen, wie Nordhausen zu Geld kommt, kam mir eine Idee, besser gesagt, die Erleuchtung. Die Stadt Nordhausen sollte den Titel Hauptstadt anstreben. Vielleicht sogar Hauptstadt Europas?! Wenn Nordhausen bei der Bewerbung um den Hauptstadttitel des Freistaates Thüringen auch knapp das Ziel verfehlte, für die Bewerbung um Europas Hauptstadt gibt es handfeste Argumente. Wir Nordhäuser sind schließlich waschechte Mitteleuropäer, abgesehen von einigen frühen Normannen (Wikingern) und Hunnen, waren unsere Vorfahren Kelten, Germanen, Franken und Sachsen, auch Slawen und Flamen dürften sich untergemischt haben. In jüngerer Geschichte erweiterte sich die Palette um Russen und Franzosen (1789 – 1813). Da aber auch Asiaten, Afrikaner, Amerikaner und Australier nach Nordhausen fanden, dürften wir uns gerechterweise auch Weltstadt nennen.
Sie glauben der Autor ist übergeschnappt oder beschwippst? Nein, ganz realistisch, unsere Regierungsstadt ist und soll Berlin bleiben, sie ist uns wert und teuer. Aber, nach Definition von Berufshistorikern ist die Hauptstadt der Wohnsitz des Regenten. Wenn nun, ganz visionär, unsere Oberbürgermeisterin die erste Kanzlerin würde oder ich König von Deutschland, ja dann wäre Nordhausen nicht nur dicht dran, wie schon 919 – 936 unter König Heinrich und Mathilde sowie 1208 – 1215 unter Kaiser Otto IV. sondern ganz OBEN (in Thüringen sind wir es ja schon, dank der Selbsternennung). Wenn die alten Herrscher wüssten, was aus Nordhausen geworden ist, ich glaube, sie würden sich...
Als freie Bürger haben wir es in der Hand, nutzen wir unsere Chance bei der nächsten Wahl. Bis es aber wieder Wahlen gibt, sollte Nordhausen seine Hausaufgaben machen. Mindestens folgende Titel sind zu holen:
- Gartenparadiesstadt
- Industriestadt
- Kunststadt
- Höhenluftkurort im Biosphärenreservat Südharz
- Oberzentrum
(die Reihenfolge ist zufällig und unvollständig)
Dank unserer tüchtigen Spitzenfrauen werden wir auf den 1. Titel nur bis 2004 warten brauchen. Ein wenig schwerer dürfte der Titel Industriestadt zu erringen sein. Aber, nach Niederkämpfung der Andersdenkenden, bei der Umwandlung von 100 ha Ackerland in Industriefläche, dürfte der Anfang gemacht sein. Man braucht dann nur die abgewickelten Großbetriebe der sozialistischen Ära wieder zu beleben, z. B. Motorenbau, Baggerbau und Kontibrennerei und die regionale Selbstversorgung wieder aufbauen, d. h. Schlachthof, Molkerei, Brauerei und Bäckerei.
Kunststadt Nordhausen, z. Z. kaum vorstellbar, aber vielleicht in 1000 Jahren? Warum nicht, der Anfang ist gemacht. Das Vorhaben Biosphärenreservat Südharz dümpelt ja schon einige Jahre so dahin, aber, wenn ich erst...., dann geht’s mal schnell, denn, wer will es nicht? Fördermittel warten. Landwirte, Forstwirte, Gastwirte und keine Wirte warten schließlich auf das Eine, auf den warmen Segen. Denn, die Seele in den Himmel springt, wenn harte Währung im Kasten klingt.
Oberzentrum, das ist kaum ein Problem, höchstens ein finanzielles. Wo wir sind ist OBEN, nicht nur in Thüringen. Neben der Oberstadt regiert man hier die Altstadt, die Neustadt und die Unterstadt. Alle Wetter: Vierstädtestadt Nordhausen, das ist spitzenmäßig, also OBEN. Möglichkeiten gäbe es weitere, z. B. Oberzentrum vom nichtexistenten Dreiländereck. Mit etwas gutem Willen aller verbliebenen Resteinwohner, Rentner und Kinder voran, sollen die gestellten Ziele nicht utopisch bleiben. Für die Begründung als Oberzentrum (Hauptstadt) können schließlich auch die traditionellen Beinamen der Stadt herangezogen werden, z. B.
- Rex northusa (königliches Nordhausen)
- Freie Reichstadt/Schöne alte Reichstadt
- Hansestadt
- Rolandstadt
- Brücke zwischen Harz und Kyffhäuser
- 1000jährige Stadt am Harz
- Weltstadt des Priems und Korns
- Einkaufsstadt
Sind die neuen Ziele nicht traumhaft? Wir bleiben trotzdem optimistisch, schließlich sind wir doch fast alle gelernte Ossis. Wir haben doch aus S... schon immer Bonbons gemacht, oder etwa nicht ?
Der Anfang ist gemacht, steht der Kaiseradler erst vorm Rathaus, kommt der Rest quasi von alleine. Also, jetzt geht’s los, packen wir’s an, seien wir unbescheiden. Visionen muss man heute haben. Und, nächstes Mal richtig wählen.
Peter Kreßner, Nordhausen
Autor: nnzBei Überlegungen, wie Nordhausen zu Geld kommt, kam mir eine Idee, besser gesagt, die Erleuchtung. Die Stadt Nordhausen sollte den Titel Hauptstadt anstreben. Vielleicht sogar Hauptstadt Europas?! Wenn Nordhausen bei der Bewerbung um den Hauptstadttitel des Freistaates Thüringen auch knapp das Ziel verfehlte, für die Bewerbung um Europas Hauptstadt gibt es handfeste Argumente. Wir Nordhäuser sind schließlich waschechte Mitteleuropäer, abgesehen von einigen frühen Normannen (Wikingern) und Hunnen, waren unsere Vorfahren Kelten, Germanen, Franken und Sachsen, auch Slawen und Flamen dürften sich untergemischt haben. In jüngerer Geschichte erweiterte sich die Palette um Russen und Franzosen (1789 – 1813). Da aber auch Asiaten, Afrikaner, Amerikaner und Australier nach Nordhausen fanden, dürften wir uns gerechterweise auch Weltstadt nennen.
Sie glauben der Autor ist übergeschnappt oder beschwippst? Nein, ganz realistisch, unsere Regierungsstadt ist und soll Berlin bleiben, sie ist uns wert und teuer. Aber, nach Definition von Berufshistorikern ist die Hauptstadt der Wohnsitz des Regenten. Wenn nun, ganz visionär, unsere Oberbürgermeisterin die erste Kanzlerin würde oder ich König von Deutschland, ja dann wäre Nordhausen nicht nur dicht dran, wie schon 919 – 936 unter König Heinrich und Mathilde sowie 1208 – 1215 unter Kaiser Otto IV. sondern ganz OBEN (in Thüringen sind wir es ja schon, dank der Selbsternennung). Wenn die alten Herrscher wüssten, was aus Nordhausen geworden ist, ich glaube, sie würden sich...
Als freie Bürger haben wir es in der Hand, nutzen wir unsere Chance bei der nächsten Wahl. Bis es aber wieder Wahlen gibt, sollte Nordhausen seine Hausaufgaben machen. Mindestens folgende Titel sind zu holen:
- Gartenparadiesstadt
- Industriestadt
- Kunststadt
- Höhenluftkurort im Biosphärenreservat Südharz
- Oberzentrum
(die Reihenfolge ist zufällig und unvollständig)
Dank unserer tüchtigen Spitzenfrauen werden wir auf den 1. Titel nur bis 2004 warten brauchen. Ein wenig schwerer dürfte der Titel Industriestadt zu erringen sein. Aber, nach Niederkämpfung der Andersdenkenden, bei der Umwandlung von 100 ha Ackerland in Industriefläche, dürfte der Anfang gemacht sein. Man braucht dann nur die abgewickelten Großbetriebe der sozialistischen Ära wieder zu beleben, z. B. Motorenbau, Baggerbau und Kontibrennerei und die regionale Selbstversorgung wieder aufbauen, d. h. Schlachthof, Molkerei, Brauerei und Bäckerei.
Kunststadt Nordhausen, z. Z. kaum vorstellbar, aber vielleicht in 1000 Jahren? Warum nicht, der Anfang ist gemacht. Das Vorhaben Biosphärenreservat Südharz dümpelt ja schon einige Jahre so dahin, aber, wenn ich erst...., dann geht’s mal schnell, denn, wer will es nicht? Fördermittel warten. Landwirte, Forstwirte, Gastwirte und keine Wirte warten schließlich auf das Eine, auf den warmen Segen. Denn, die Seele in den Himmel springt, wenn harte Währung im Kasten klingt.
Oberzentrum, das ist kaum ein Problem, höchstens ein finanzielles. Wo wir sind ist OBEN, nicht nur in Thüringen. Neben der Oberstadt regiert man hier die Altstadt, die Neustadt und die Unterstadt. Alle Wetter: Vierstädtestadt Nordhausen, das ist spitzenmäßig, also OBEN. Möglichkeiten gäbe es weitere, z. B. Oberzentrum vom nichtexistenten Dreiländereck. Mit etwas gutem Willen aller verbliebenen Resteinwohner, Rentner und Kinder voran, sollen die gestellten Ziele nicht utopisch bleiben. Für die Begründung als Oberzentrum (Hauptstadt) können schließlich auch die traditionellen Beinamen der Stadt herangezogen werden, z. B.
- Rex northusa (königliches Nordhausen)
- Freie Reichstadt/Schöne alte Reichstadt
- Hansestadt
- Rolandstadt
- Brücke zwischen Harz und Kyffhäuser
- 1000jährige Stadt am Harz
- Weltstadt des Priems und Korns
- Einkaufsstadt
Sind die neuen Ziele nicht traumhaft? Wir bleiben trotzdem optimistisch, schließlich sind wir doch fast alle gelernte Ossis. Wir haben doch aus S... schon immer Bonbons gemacht, oder etwa nicht ?
Der Anfang ist gemacht, steht der Kaiseradler erst vorm Rathaus, kommt der Rest quasi von alleine. Also, jetzt geht’s los, packen wir’s an, seien wir unbescheiden. Visionen muss man heute haben. Und, nächstes Mal richtig wählen.
Peter Kreßner, Nordhausen

