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Mi, 21:28 Uhr
14.04.2010

Happy Birthday, OKN

Wer schon einmal davon geträumt hat seine ganz persönliche Lieblingsmusik endlich einmal auch im Radio zu hören oder gleich seine ganz eigene Sendung zu moderieren, der kann das in Nordhausen tun - und zwar seit nunmehr zehn Jahren. Für die nnz war Angelo Glashagel bei der Geburtstagsfeier dabei...


Und nicht nur die nnz gehörte zu den Gratulanten. Bei Sekt, Soljanka und kaltem Buffet versammelte sich am gestrigen Abend im Bürgersaal im Neuen Rathaus reichlich Nordhäuser Prominenz, um den erfreulichen Anlass gebührend zu begehen.

Die Idee, die letztlich zur Gründung des OKN führte, ist indes bereits 1995 im Zuge der Wendejahre geboren worden, wie der Vorsitzende des Trägervereins "Offener Kanal Nordhausen", Dr. Klaus Zeh zu berichten weiß: "Ein solcher Sender wäre zu DDR-Zeiten unvorstellbar gewesen, wo Bürger einfach senden können was sie wollen, ohne Zensur, ohne Inhaltliche Vorgaben und vor allem kostenlos."

Als einer von nur vier offenen Kanälen in Thüringen macht das Bürgerradio seine Gründer und Unterstützer natürlich mächtig stolz. Den Nutzern haben die letzten zehn Jahre zu allererst einmal jede Menge Spaß gebracht. "Es war gerade am Anfang überwältigend, die Leute haben uns die Bude eingerannt" sagt der Leiter des Senders, Olaf Schulze, "es waren schnell 15 bis 20 Leute die sofort Live lossenden wollten". Einige dieser Pioniere sind auch nach zehn Jahren noch dabei und sind regelmäßig auf dem offenen Kanal mit ihrem eigenen Programm zu hören.

Mit der Zeit reduzierte man bewusst die Live-Übertragungen und inzwischen wird mehr vorab produziert, um die allgemeine Qualität der Sendungen zu heben. Mit dem Internet hat man sich außerdem auch neue Übertragungswege erschlossen. So kann der Nordhäuser auch in fernen Ländern noch seine Lieblingssendung hören.

Finanziert wird der OKN vor allem durch die Thüringer Landesmedienanstalt, die dafür sorgt das ein Teil der Rundfunkgebühren auch an lokale, Bürgernahe Projekte wie den OKN gehen. Deren Direktor Jochen Fasco, der neben Dr. Klaus Zeh und dem Bürgermeister Matthias Jendricke ebenfalls zu den Festrednern gehörte, hatte dann auch ein kleines Geschenk in Form eines Schecks mitgebracht.

Ein solches Geschenk nimmt man natürlich gerne an, denn der Vordringlichste Wunsch von Olaf Schulze ist natürlich das der Offene Kanal auch noch weitere zehn Jahre besteht. Damit das auch gelingen kann, hofft der OKN in der näheren Zukunft einen Medienpädagogen zu finden, um die Zusammenarbeit mit den Schulen zu verbessern und somit auch die junge Generation für das Projekt Bürgerradio begeistern zu können.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten sind indes mit dem gestrigen Abend auch noch nicht vorbei. So wird es am 24. April den Tag des offenen Studios geben. Interessierte Hörer und potenzielle Radiomoderatoren können den Nutzern dann im Studio am Bebelplatz direkt über die Schulter schauen oder selbst eine Audio-CD produzieren. Am 29. Mai wird es zudem die große OKN-Live Party in der Destille geben und auch auf dem Rolandsfest Mitte Juni wird sich der Bürgerfunk präsentieren.
Angelo Glashagel
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