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Fr, 13:39 Uhr
02.04.2010

Gratulation zum Geburtstag

Nordhausens Ehrenbürgerin Ilsetraut Glock begeht am 8. April ihren 95. Geburtstag. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) übermittelte ihr dazu jetzt die herzlichsten Glückwünsche und würdigte ihre Verdienste um die Stadt Nordhausen.


Glock-Grabe in ihrem Heimatort (Foto: privat) Glock-Grabe in ihrem Heimatort (Foto: privat) Darüber hinaus präsentiert die Stadt Nordhausen derzeit im Kunsthaus Meyenburg 40 Werke aus all ihren Schaffensphasen in einer Ausstellung.

Ilsetraut Glock wurde 1915 in Nordhausen als Ilsetraut Grabe geboren und lebt seit 1950 in Bonn. In ihrer Heimatstadt Nordhausen hat sie 1998 eine Kunst-Stiftung ins Leben gerufen, die ihren Namen trägt. „Damit hat sie einmal mehr dazu beigetragen, dass Nordhausen auf dem Gebiet von Kunst und Kultur auch überregionale Bedeutung erlangte“, sagte Frau Rinke.

Über 600 Originale international bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts sowie 150 Originalgrafiken der Künstlerin könne die Stiftung heute ihr Eigen nennen. Ständig wechselnde Ausstellungen ziehen Besucher aus ganz Deutschland und über die Ländergrenze hinaus in das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg.

„Zum anderen vergibt die Stiftung alle zwei Jahre Preise an Künstler Mitteldeutschlands und fördert somit auch die Kulturarbeit auf dem Gebiet der Bildenden Kunst“, würdigt die Oberbürgermeisterin das Engagement der Künstlerin Glock. Für dieses Engagement wurde sie am 13. Mai 2002 auch zur Ehrenbürgerin der Stadt Nordhausen ernannt. 2003 erhielt sie den Thüringer Verdienstorden.

Ilsetraut Glock sei immer noch sehr mit Nordhausen verbunden, so die Oberbürgermeisterin. Auch wenn sie nicht mehr hier wohne, seien ihre Gedanken noch oft in ihrer Geburtsstadt. „Die ständigen Schenkungen seit Stiftungsgründung belegen das sehr eindringlich.“

Die ältesten Grafiken aus der Kunstsammlung der Stiftung stammen von Hogarth und Daumier. Als Vertreter der Klassischen Moderne sind u. a. Klinger, Slevogt, Corinth, Braque, Picasso, Miro, Kubin, Dix bis zu A. Paul Weber vertreten. Hinzu kommen Werke der Holzschneider Barlach, Grieshaber, Hansen-Bahia, gefolgt von surrealistischen Grafiken von Fuchs, M. Ernst, Trökes, Rössing, Zimmermann, Cullmann, Tübke bis hin zu den rheinischen Künstlern F. M. Jansen, Berke, Herkenrath, Dienz, Faßbender, Trier, Bernhard Schulze, H. A. Schult, Beuys, Heisig, Mattheuer, Penck und Immendorf. Besonders umfassend ist die Sammlung signierter Arbeiten Horst Janssens.

Ilsetraut Glock ist nicht nur freischaffende Künstlerin, sondern auch Kunstsammlerin und Stifterin und zählt heute zu den bedeutendsten Rheinischen Künstlern. Auszeichnungen und Kunstpreise, wie die August-Macke-Medaille der Stadt Bonn 1991 oder "Werkwechsel 2" , der Katalogpreis der Bundes-Gedok 1991 und die Ehrenmitgliedschaft der Gedok Bonn 2000 würdigten ihr bisheriges künstlerisches Schaffen. Ihre Werke sind u.a. im Rheinischen Landesmuseum und dem Kunstmuseum Bonn vertreten.

In ihrem Gesamtwerk - Zeichnungen, Farbradierungen, Aquatinten und Malerei - zieht sie keine sichtbaren Grenzen zwischen Abstraktem und Konkretem, zwischen verschlüsselten und realistischen Botschaften. Sie verbindet Vergangenes mit Gegenwärtigem, angeregt von der Literatur und dem Zeitgeschehen.
Autor: nnz/kn

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