So, 19:26 Uhr
22.12.2002
nnz-Forum: Totschlagsargument
Nordhausen (nnz). Es geht wieder um das zu planende Industriegebiet in der Goldenen Aue. Und da erhält die Bürgerinitiative Zuspruch von einer Partei. Mehr dazu im Forum der nnz.
Die anläßlich der öffentlichen Sitzung des Planungsverbandes "Industriegebiet Goldene Aue" am 16.12. sehr emotionell geführte Diskussion zwischen Verbandsmitgliedern und Vertretern der Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, das hier Meinungen aufeinander prallen, die gegensätzlicher kaum sein können. Die Nordhäuser PDS-Basis unterstützt weiterhin das Anliegen der Bürgerinitiative zur Rettung dieses fruchtbaren Landstriches zwischen Harz und Kyffhäuser. Daran ändern auch die Vorwürfe sowohl von Vertretern des Planungsverbandes als von Kommunalpolitikern nichts, deren "Argument" ebenso populistisch wie hilflos wirkt: Wer gegen das Industriegebiet ist, ist gegen Arbeitsplätze in der Region. Ein Totschlags-Argument gegen alle Kritiker, denn Arbeitsplätze sind uns allen ja schließlich heilig. Wie heilig sie den Regierenden aller Ebenen wirklich sind, zeigt der Trend der letzten Jahre.
Und da ist Reemtsma nur das letzte traurige Kapitel einer schier endlosen Kette an Arbeitsplatzvernichtung auch im Nordhäuser Raum. Und weder im Landratsamt noch im Rathaus gelang es, diesen Trend umzukehren. Beleg dafür sind die vielen leerstehenden Gewerbeflächen in Nordhausen und Umgebung. Nun aber soll auf einer Länge von fast 3 Kilometern ein ganzer Landstrich betoniert werden in der Hoffnung, dass sich das einstellt, was in 12 Jahren nicht annähernd gelang: ein Jobwunder. Die PDS setzt sich nachdrücklich dafür ein, die vorhandenen Ressourcen, sprich Gewerbeflächen zu nutzen bzw. die alternativen Standortvorschläge der Bürgerinitiative zu berücksichtigen.
Landschaftszerstörung jedenfalls ist keine Antwort auf fehlende Arbeitsplätze sondern eher ein Zeichen der Ohnmacht.
Gerald Schütze, Sprecher PDS Nordhausen
Autor: nnzDie anläßlich der öffentlichen Sitzung des Planungsverbandes "Industriegebiet Goldene Aue" am 16.12. sehr emotionell geführte Diskussion zwischen Verbandsmitgliedern und Vertretern der Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, das hier Meinungen aufeinander prallen, die gegensätzlicher kaum sein können. Die Nordhäuser PDS-Basis unterstützt weiterhin das Anliegen der Bürgerinitiative zur Rettung dieses fruchtbaren Landstriches zwischen Harz und Kyffhäuser. Daran ändern auch die Vorwürfe sowohl von Vertretern des Planungsverbandes als von Kommunalpolitikern nichts, deren "Argument" ebenso populistisch wie hilflos wirkt: Wer gegen das Industriegebiet ist, ist gegen Arbeitsplätze in der Region. Ein Totschlags-Argument gegen alle Kritiker, denn Arbeitsplätze sind uns allen ja schließlich heilig. Wie heilig sie den Regierenden aller Ebenen wirklich sind, zeigt der Trend der letzten Jahre.
Und da ist Reemtsma nur das letzte traurige Kapitel einer schier endlosen Kette an Arbeitsplatzvernichtung auch im Nordhäuser Raum. Und weder im Landratsamt noch im Rathaus gelang es, diesen Trend umzukehren. Beleg dafür sind die vielen leerstehenden Gewerbeflächen in Nordhausen und Umgebung. Nun aber soll auf einer Länge von fast 3 Kilometern ein ganzer Landstrich betoniert werden in der Hoffnung, dass sich das einstellt, was in 12 Jahren nicht annähernd gelang: ein Jobwunder. Die PDS setzt sich nachdrücklich dafür ein, die vorhandenen Ressourcen, sprich Gewerbeflächen zu nutzen bzw. die alternativen Standortvorschläge der Bürgerinitiative zu berücksichtigen.
Landschaftszerstörung jedenfalls ist keine Antwort auf fehlende Arbeitsplätze sondern eher ein Zeichen der Ohnmacht.
Gerald Schütze, Sprecher PDS Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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