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Mo, 06:58 Uhr
23.12.2002

Zukunftswerkstatt an der Zorge

Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche hatte nnz über die neuen Vorhaben des Vereins „neueebenen“ berichtet. Dabei ging es in erster Linie um Visionen und erste Ansätze. In diesem Beitrag soll über baulichen Hüllen und weitere Projekte erzählt werden.


Wie weiter? Die Vorständler von „neueebenen“ haben bereits in den zurückliegenden Wochen verschiedene Gespräche geführt. Mit dem regionalen Tourismusverband oder mit Vertretern des Landratsamtes. Ins Visier wurde dabei das Areal des ehemaligen Nordhäuser Gaswerkes genommen. Das liegt brach, ist von Altlasten verseucht, war bereits mehrfach Gegenstand politischer Animositäten und Hintergrund eines Kreistagsuntersuchungsausschusses (mehr dazu gibt es im nnz-Archiv unter dem Stichwort „Gaswerk“).

Hier genau könnte aber nach den Vorstellungen von Stephan Masch und Wolfgang Ruske eine „Denkfabrik“ etabliert werden. Im Landratsamt wird seit Jahren von einer Zukunftswerkstatt an der Zorge gesprochen. Sollte es zu einer Nachnutzung des Areals zwischen Zorge und Geseniusstraße kommen, dann müssen erst einmal die Altlasten beseitigt und damit muß bislang der Landkreis einer Sanierungsanordnung gerecht werden. Die „neueebenen“ wollen es jedenfalls anpacken.

Eine Bildungsstätte soll entstehen, Kleinkunstbühnen sollen Freiraum für eine Symbiose von heimischer und ausländischer Kultur bieten. Randgruppen solle hier ebenso ihr Zuhause haben wie Szeneprojekte. „Hier könnte Europa“ entstehen. Bildung soll angeboten werden, Bildung als Start für europäische Strukturen weit im Osten. Der Ex-Polizeidirektor Ruske könnte sich vorstellen, dass ein Technikmuseum neben dem Tabakspeicher errichtet werde, dass die Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Mittelbau-Dora fortgeführt und das die polizeigeschichtliche Sammlung einen Umzug von der Darre an die Zorge hinter sich bringen könnte.

Und schließlich könnte es Kopien und Leihgaben aus dem Grenzlandmuseum Schifflersgrund geben. Die „neueebenen“ wollen mit diesen Projekten Menschen in die Stadt am Südharz locken. Hier soll unterrichtet, hier vor- und ausgestellt werden. Vielleicht ein bisschen Tourismus? Warum nicht? Die Ideen klingen sehr fantastisch. Die Realisierung soll einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren umfassen. Und vor allem: Die Visionen, die Ideen, die Realisierung müssen finanziert werden. Auch in dieser Richtung waren Ruske, Masch und ihre Partner schon unterwegs.
Autor: nnz

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