Fr, 12:18 Uhr
12.03.2010
Gemeinschaft kümmert sich jetzt
Wer denkt, Gräben sind keine Gewässer, der täuscht sich gewaltig. In der Gemeinde Hohenstein gibt es ein Grabensystem, das 77 Kilometer lang ist...
Der Gemeinderat der Einheitsgemeinde Hohenstein hat in seiner jüngsten Sitzung den Beitritt der Gemeinde zum Gewässerunterhaltungsverband "Harzvorland" beschlossen. "Damit ist der Weg freigemacht worden für eine noch intensivere und effektivere Pflege sowie Unterhaltung der Gewässer 2. Ordnung in unserer Kommune", erläutert Bürgermeister Andreas Gerbothe die Hintergründe des Beschlusses.
Im Vorfeld wurde das Aufnahmebegehren der Gemeinde Hohenstein in den Gewässerunterhaltungsverband Harzvorland mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie abgestimmt. Jetzt müssen noch alle bestehenden Verbandsmitglieder und die Kommunalaufsicht dem Beitritt zustimmen.
Immerhin durchziehen wasserführende Gräben 2. Ordnung auf einer Länge von ungefähr 77 Kilometern das Gebiet der Einheitsgemeinde im Westen des Landkreises. Zu ihnen gehören unter anderen der Sachsengraben in Branderode und Obersachswerfen, der Rotkehlchengraben in Trebra oder die Ichte in Holbach und Mackenrode sowie die Sehte in Limlingerode. Für die Mitarbeiter des Bauhofes der Einheitsgemeinde waren die notwendigen Arbeiten an den Gewässern nicht mehr im vollen Umfang zu realisieren.
Mit dem Beitritt zum Gewässerunterhaltungsverband sind die Hohensteiner nicht nur einer bestehenden und gefestigten Solidargemeinschaft beigetreten, sondern können nun die Pflege und Erhaltung der Flüsse und Gräben in professionelle Hände geben. Seitens des Zweckverbandes erfolgt auch das durchdachte Management der Unterhaltung. Das reicht von der Beseitigung des Abfalls über die Bekämpfung des Unkrauts bis hin zur Entschlammung, der Böschungsfusssicherung oder dem Pflanzen und Pflegen von Gehölzen.
Finanziert wird der Gewässerunterhaltungsverband durch Umlagen seiner Mitgliedsgemeinden nach den zu bewirtschaftenden Gewässern 2. Ordnung und dem entsprechenden anfallendem Unterhaltungsaufwand. Da der Gewässerunterhaltungsverband die Erhaltungs- und Pflegearbeiten ausschreibt, können bei der Vergabe der Leistungen andere Preise erzielt werden, als bei der Ausschreibung durch eine einzelne Kommune.
Die Einheitsgemeinde Hohenstein wird in der nächsten Sitzung des Gemeinderates im April drei Verbandsräte und drei Stellvertreter wählen. Kraft Amtes sind Bürgermeister Andreas Gerbothe sowie sein Stellvertreter Manfred Buchholz gesetzt.
Autor: nnzDer Gemeinderat der Einheitsgemeinde Hohenstein hat in seiner jüngsten Sitzung den Beitritt der Gemeinde zum Gewässerunterhaltungsverband "Harzvorland" beschlossen. "Damit ist der Weg freigemacht worden für eine noch intensivere und effektivere Pflege sowie Unterhaltung der Gewässer 2. Ordnung in unserer Kommune", erläutert Bürgermeister Andreas Gerbothe die Hintergründe des Beschlusses.
Im Vorfeld wurde das Aufnahmebegehren der Gemeinde Hohenstein in den Gewässerunterhaltungsverband Harzvorland mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie abgestimmt. Jetzt müssen noch alle bestehenden Verbandsmitglieder und die Kommunalaufsicht dem Beitritt zustimmen.
Immerhin durchziehen wasserführende Gräben 2. Ordnung auf einer Länge von ungefähr 77 Kilometern das Gebiet der Einheitsgemeinde im Westen des Landkreises. Zu ihnen gehören unter anderen der Sachsengraben in Branderode und Obersachswerfen, der Rotkehlchengraben in Trebra oder die Ichte in Holbach und Mackenrode sowie die Sehte in Limlingerode. Für die Mitarbeiter des Bauhofes der Einheitsgemeinde waren die notwendigen Arbeiten an den Gewässern nicht mehr im vollen Umfang zu realisieren.
Mit dem Beitritt zum Gewässerunterhaltungsverband sind die Hohensteiner nicht nur einer bestehenden und gefestigten Solidargemeinschaft beigetreten, sondern können nun die Pflege und Erhaltung der Flüsse und Gräben in professionelle Hände geben. Seitens des Zweckverbandes erfolgt auch das durchdachte Management der Unterhaltung. Das reicht von der Beseitigung des Abfalls über die Bekämpfung des Unkrauts bis hin zur Entschlammung, der Böschungsfusssicherung oder dem Pflanzen und Pflegen von Gehölzen.
Finanziert wird der Gewässerunterhaltungsverband durch Umlagen seiner Mitgliedsgemeinden nach den zu bewirtschaftenden Gewässern 2. Ordnung und dem entsprechenden anfallendem Unterhaltungsaufwand. Da der Gewässerunterhaltungsverband die Erhaltungs- und Pflegearbeiten ausschreibt, können bei der Vergabe der Leistungen andere Preise erzielt werden, als bei der Ausschreibung durch eine einzelne Kommune.
Die Einheitsgemeinde Hohenstein wird in der nächsten Sitzung des Gemeinderates im April drei Verbandsräte und drei Stellvertreter wählen. Kraft Amtes sind Bürgermeister Andreas Gerbothe sowie sein Stellvertreter Manfred Buchholz gesetzt.

