Mi, 15:41 Uhr
03.03.2010
In die Nordhäuser Wasserwelten
Bist du vom Lande, so geh nicht aufs Meer, sagt ein Sprichwort. Patrick Gerlach kannte dieses alte Sprichwort nicht. Aber selbst wenn, hätte ihn das nicht abgehalten, im Dienst der Bundeswehr für sieben Jahre zur See zu fahren, um dann in die Nordhäuser Wasserwelten "abzutauchen"...
Der gebürtige Nordhäuser kehrte seiner Heimatstadt zwischen 2002 und 2008 den Rücken. Und er kam im Herbst 2008 zurück, um sich erneut dem Element Wasser zu widmen: Im Januar 2009 begann er als Umschüler eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe im Nordhäuser Badehaus.
Die Einstellungskriterien für die Ausbildung waren und sind nicht ganz ohne. Heute kann er drüber lachen. Im praktischen Teil musste er die vier Schwimmarten demonstrieren, das klappte ganz gut. Und da er nicht ganz unsportlich war, schaffte er auch, die hundert Meter unter 2 Minuten zu schwimmen und 20 Meter Streckentauchen. Sein Ausbilder Peter Hauptmann verfolgt aufmerksam, wie sich sein Azubi in den vergangenen 14 Monaten entwickelt hat.
Der Patrick hat eine ganz beachtliche Entwicklung genommen, da ist seit dem Beginn der Ausbildung schon viel passiert, erzählt er. Nicht nur, dass er besser schwimmen und tauchen kann. Er kennt die Abläufe im Badehaus aus dem ff. Unsere Lehrlinge lernen bereits im ersten Jahr alle Abteilungen und Abläufe kennen. Sie sind als Badeaufsicht am Schwimmbecken tätig, machen in der Sauna Aufgüsse, lernen die umfangreiche Heiztechnik und die Anlagen der Wasseraufbereitung bedienen und erledigen die Grundreinigung am Morgen und Abend, gibt Hauptmann einen Einblick.
Mit Beginn des neuen Lehrjahres will Peter Hauptmann, Leiter Bäderbetrieb in der Badehaus Nordhausen GmbH, wieder einen Lehrling zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden. Viele Bewerbungen sind bisher noch nicht eingegangen. Woran das liegt, darüber kann Hauptmann nur spekulieren. Einige Leute denken sicherlich, man läuft nur in Badeschlappen am Beckenrand umher, beguckt sich die Badegäste und bringt die Zeit rum.
Dem ist nicht so. Der Beruf ist vielseitig und anspruchsvoll, die Gesundheit der Gäste ein hohes Gut und die Verantwortung dafür nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine spezielle Ausbildung gab es in der DDR vor 1990 nicht. Und auch das in der BRD seit den 70er Jahren bekannte Berufsbild hat sich gewandelt. Die Bädertechnik hat sich enorm weiterentwickelt, vor allem in den letzten 10 bis 15 Jahren. In den Zeiten von Wellness und Fitness kommen die Besucher nicht mehr nur ins Bad, um zu schwimmen. Sie wollen die Sauna besuchen, sich entspannen, unterhalten, sich verwöhnen lassen. Ein Bad ohne Sauna, Bistro, Massage- und Gesundheitsangebote ist heute undenkbar.
Patrick fühlt sich wohl unter den Kollegen im Badehaus. Der Arbeitsalltag ist vielseitig. Die Aufgaben wechseln mehrmals täglich. Badeaufsicht, Technikbereich, Betreuung zu Kindergeburtstagen, Sauna, Desinfektion, Service, Aquafitnesskurse, Spielanimation am und im Wasser; alles ist mal dran.
Es gibt ruhigere Zeiten, und Stunden, in denen viele Badegäste da sind. Gefragt, was ihm bei seiner Arbeit nicht so schmeckt, kommt glatt die Antwort: Nichts, wirklich nichts. Wo er gebraucht wird, das sieht er inzwischen selbst. Und mit den Badegästen hat er gern zu tun. Die möchten sich hier wohl fühlen; auch dafür bezahlen sie den Eintritt. Wer mag schon in mürrische Gesichter gucken, wenn er schwimmen oder saunieren geht. In der Freizeit wollen sich Männlein und Weiblein erholen und ein angenehmes Stimmungsambiente genießen.
Patrick Gerlach hört schon Unterschiede heraus, wenn sich die Azubi’s am Rande des Berufsschulunterrichtes in Chemnitz über ihre Bäder austauschen. Sein Ausbildungs-betrieb, das Badehaus, kommt dabei gut weg. Doch, das ist schon so, sagt er auf Nachfrage. Wir haben zum Beispiel die Technik auf dem neuesten Stand, erst im vergangenen Jahr wurde das energiesparende Blockheizkraftwerk eingebaut.
In den zurückliegenden Wochen hat er im Technikbereich bei Steffen Berkefeld viel gelernt. Dass die zukünftigen Auszubildenden einen mindestens Realschulabschluss haben sollten, findet er nicht überzogen. Vor allem für die teure und sensible Bädertechnik braucht man solide Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern, wie Mathe, Physik und Chemie.
Autor: nnzDer gebürtige Nordhäuser kehrte seiner Heimatstadt zwischen 2002 und 2008 den Rücken. Und er kam im Herbst 2008 zurück, um sich erneut dem Element Wasser zu widmen: Im Januar 2009 begann er als Umschüler eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe im Nordhäuser Badehaus.
Die Einstellungskriterien für die Ausbildung waren und sind nicht ganz ohne. Heute kann er drüber lachen. Im praktischen Teil musste er die vier Schwimmarten demonstrieren, das klappte ganz gut. Und da er nicht ganz unsportlich war, schaffte er auch, die hundert Meter unter 2 Minuten zu schwimmen und 20 Meter Streckentauchen. Sein Ausbilder Peter Hauptmann verfolgt aufmerksam, wie sich sein Azubi in den vergangenen 14 Monaten entwickelt hat.
Der Patrick hat eine ganz beachtliche Entwicklung genommen, da ist seit dem Beginn der Ausbildung schon viel passiert, erzählt er. Nicht nur, dass er besser schwimmen und tauchen kann. Er kennt die Abläufe im Badehaus aus dem ff. Unsere Lehrlinge lernen bereits im ersten Jahr alle Abteilungen und Abläufe kennen. Sie sind als Badeaufsicht am Schwimmbecken tätig, machen in der Sauna Aufgüsse, lernen die umfangreiche Heiztechnik und die Anlagen der Wasseraufbereitung bedienen und erledigen die Grundreinigung am Morgen und Abend, gibt Hauptmann einen Einblick.
Mit Beginn des neuen Lehrjahres will Peter Hauptmann, Leiter Bäderbetrieb in der Badehaus Nordhausen GmbH, wieder einen Lehrling zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden. Viele Bewerbungen sind bisher noch nicht eingegangen. Woran das liegt, darüber kann Hauptmann nur spekulieren. Einige Leute denken sicherlich, man läuft nur in Badeschlappen am Beckenrand umher, beguckt sich die Badegäste und bringt die Zeit rum.
Dem ist nicht so. Der Beruf ist vielseitig und anspruchsvoll, die Gesundheit der Gäste ein hohes Gut und die Verantwortung dafür nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine spezielle Ausbildung gab es in der DDR vor 1990 nicht. Und auch das in der BRD seit den 70er Jahren bekannte Berufsbild hat sich gewandelt. Die Bädertechnik hat sich enorm weiterentwickelt, vor allem in den letzten 10 bis 15 Jahren. In den Zeiten von Wellness und Fitness kommen die Besucher nicht mehr nur ins Bad, um zu schwimmen. Sie wollen die Sauna besuchen, sich entspannen, unterhalten, sich verwöhnen lassen. Ein Bad ohne Sauna, Bistro, Massage- und Gesundheitsangebote ist heute undenkbar.
Patrick fühlt sich wohl unter den Kollegen im Badehaus. Der Arbeitsalltag ist vielseitig. Die Aufgaben wechseln mehrmals täglich. Badeaufsicht, Technikbereich, Betreuung zu Kindergeburtstagen, Sauna, Desinfektion, Service, Aquafitnesskurse, Spielanimation am und im Wasser; alles ist mal dran.
Es gibt ruhigere Zeiten, und Stunden, in denen viele Badegäste da sind. Gefragt, was ihm bei seiner Arbeit nicht so schmeckt, kommt glatt die Antwort: Nichts, wirklich nichts. Wo er gebraucht wird, das sieht er inzwischen selbst. Und mit den Badegästen hat er gern zu tun. Die möchten sich hier wohl fühlen; auch dafür bezahlen sie den Eintritt. Wer mag schon in mürrische Gesichter gucken, wenn er schwimmen oder saunieren geht. In der Freizeit wollen sich Männlein und Weiblein erholen und ein angenehmes Stimmungsambiente genießen.
Patrick Gerlach hört schon Unterschiede heraus, wenn sich die Azubi’s am Rande des Berufsschulunterrichtes in Chemnitz über ihre Bäder austauschen. Sein Ausbildungs-betrieb, das Badehaus, kommt dabei gut weg. Doch, das ist schon so, sagt er auf Nachfrage. Wir haben zum Beispiel die Technik auf dem neuesten Stand, erst im vergangenen Jahr wurde das energiesparende Blockheizkraftwerk eingebaut.
In den zurückliegenden Wochen hat er im Technikbereich bei Steffen Berkefeld viel gelernt. Dass die zukünftigen Auszubildenden einen mindestens Realschulabschluss haben sollten, findet er nicht überzogen. Vor allem für die teure und sensible Bädertechnik braucht man solide Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern, wie Mathe, Physik und Chemie.



