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Do, 18:04 Uhr
25.02.2010

Jeder kann mitmachen

Über das Bundesförderprogramm STÄRKEN vor Ort hat der Fachbereich Jugend und Soziales des Nordhäuser Landratsamtes heute Interessierte und Vertreter von freien Trägern und Kirchen informiert. Ziel dieses Förderprogramms ist es...,

Informiert (Foto: J. Piper) Informiert (Foto: J. Piper)

...Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren sowie Frauen bei der beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen. Gesucht werden Ansätze um jene Zielgruppen einzubinden, die bestehende Förderprojekte kaum erreichen. Jeder kann sich beim Programm STÄRKEN vor Ort um eine Förderung bewerben: Einzelpersonen, Vereine, Selbsthilfegruppen, Jugendorganisationen, Verbände, Kommunen – die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

Die so genannten Mikroprojekte werden mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Einen Eigenanteil müssen die Antragsteller nicht erbringen. Die Projektträger können die Mittel sowohl für Sach- als auch Personalkosten einsetzen. Die Laufzeit eines Projekts ist auf zwölf Monate begrenzt.

Ende 2009 sind die ersten Förderprojekte im Landkreis gestartet – mit ganz unterschiedlichem Charakter. Erfolgreich eingereicht haben ihre Anträge nicht nur freie Träger, sondern auch eine kirchliche Vereinigung und Privatpersonen.

So hat John Dauert damit begonnen, eine Zukunftswerkstatt für Jugendliche zu entwickeln, in der sie neue berufliche Perspektiven erschließen können. Uwe Eitner hat sich ein Quiz zur Schulbildung und dem Ausbildungssystem in Deutschland einfallen lassen, um das Wissen von Jugendlichen über die verschiedenen Möglichkeiten spielerisch zu steigern. Der Kreisjugendring hat in Nordhausen Ost das Café Contact eingerichtet, in dem sich besonders Frauen mit Migrationshintergrund treffen und vernetzen können.

Das Jugendsozialwerk erarbeitet momentan ein Modellprojekt zum interkulturellen Lernen und die evangelische freikirchliche Gemeinde konnte mit den Fördergeldern Lehrbücher und Ausflüge für Migranten finanzieren, die sie individuell sprachlich fördern.

In diesem Jahr hat der Fachbereich Jugend und Soziales die Ziele des Programms STÄRKEN vor Ort konkretisiert. So sollen u.a. beim übergeordneten Ziel der schulischen, sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen soziale Barrieren, bestehende Hemmnisse und Benachteiligungen abgebaut werden. Plant zum Beispiel ein Verein eine Aktion oder Veranstaltung, die zu dieser Zielstellung passt, ist ein Förderantrag aussichtsreich.

Um Frauen mit Problemen beim Einstieg oder Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu unterstützen, stehen fachpraktische Qualifizierungen im Fokus. Frauen in familienentlastenden Dienstleistungen zum Beispiel als Senioren- oder Alltagsbegleiter zu beschäftigen, kann die Zielsetzung eines Förderprojekts sein. Ein dritter Schwerpunkt ist es, mit neuen Angeboten die soziale Infrastruktur für junge Menschen und Frauen, gerade in Brennpunktvierteln, auszubauen. Generell ist es im Programm STÄRKEN vor Ort ein wichtiges Ziel, ehrenamtliche Strukturen und Netzwerke anzuschieben und zu fördern.

Beim Ausfüllen des Förderantrags und auch beim Projektstart hilft die lokale Koordinierungsstelle, die die Lift gGmbH im Auftrag des Landratsamtes betreibt. Ansprechpartnerin ist Steffi Bönisch. In ihrem Büro im Landratsamt in der Grimmelallee 20 ist sie immer dienstags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung erreichbar. Termine können Interessierte telefonisch unter 03631/911 297 vereinbaren. „Jede Idee ist für uns wertvoll“, sagte Petra Bankewitz vom Fachbereich Jugend und Soziales. Wichtig sei es, dass Interessenten den Weg ins Landratsamt und in die Koordinierungsstelle suchen, ihre Idee vorstellen, um daraus gemeinsam einen Projektantrag zu entwickeln.

STÄRKEN vor Ort ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Der Fachbereich Jugend und Soziales hat sich im vergangenen Jahr erfolgreich um eine Beteiligung an diesem Bundesprogramm beworben. STÄRKEN vor Ort läuft in diesem Bewilligungszeitraum noch bis 2011 Im Landkreis Nordhausen.
Autor: nnz

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