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Do, 12:18 Uhr
12.12.2002

Die Region hat einen Riß

Nordhausen (nnz). Als sehr bedauerlich beurteilt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Entscheidung zum Müllexport. nnz hat sich heute dazu mit dem Nordhäuser Stadtoberhaupt unterhalten.


„Eigentlich haben alle Verbandsräte genau gewusst, was sie da am Dienstag entschieden haben und auch aus diesem Grund finde ich die Beschwerde des Landkreises Nordhausen für richtig“, so Barbara Rinke im nnz-Gespräch. Nach Ansicht der Oberbürgermeisterin würden in den kommenden Jahren nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen, sondern werde die Entstehung von neuen verhindert. Auch für Rinke ist klar, dass sich die Kosten und damit die Gebühren für den Bürger drastisch erhöhen werden.

Das Abstimmungsverhalten der Vertreter aus den anderen Landkreisen sei für die OB nicht nachvollziehbar. Für sie sei seit Dienstag ein Riß durch die gesamte Region gezogen worden. „Es bröckelt an verschiedenen Stellen und das ist für das Erscheinungsbild unserer Region in Berlin und Erfurt nicht gerade förderlich“, so ihr Urteil. Vor allem dem Bemühen der Region innerhalb neuer angedachter Planungsstrukturen einen festen Platz im Freistaat zu finden sei eine Abfuhr erteilt worden.

Mit dem Export des Müll werde auch die dringend benötigte Wertschöpfung exportiert, von der jetzt beschnittenen Zukunft des Abfallzentrums in Nentzelsrode ganz zu schweigen. Rinke bleibt abschließend bei ihrem Urteil: Die Entscheidung der Verbandsräte müsse zwar akzeptiert werde, sie sei aber eine Entscheidung gegen die gesamte Region gewesen, nicht nur gegen den Landkreis Nordhausen.
Autor: nnz

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