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Do, 16:50 Uhr
05.12.2002

Die "Birne" ruft im nächsten Jahr

Nordhausen (nnz). 179 Wohnungen sollen im nächsten Jahr in der Stadt Nordhausen „rückgebaut“ werden. Den zum Abriss vorgeschlagenen Objekten stimmte der Stadtrat gestern zu. Wo genau die Abrissbirne ganze Arbeit leisten soll, das hat die nnz erfahren. Neugierig? Dann klicken Sie einfach weiter.


Und weg! Die beiden großen Nordhäuser Wohnungsunternehmen, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG), haben folgende Objekte zum Abriss vorgesehen:

Die Häuser Ammerberg 22-23, Hohekreuzstraße 21-28, Franz-Liszt-Straße 4, Herweghstraße 3, Albert-Traeger-Straße 36 , Friedrich-Naumann-Straße 36 (alle SWG) sowie die Wohnanlagen der WBG eG Jacob-Plaut-Straße 19-23 und die Thomas-Müntzer-Straße 9-13. Besonders wirtschaftliche Aspekte machten den Abriss notwendig, begründeten die Wohnungsunternehmen ihre Objekt-Listen. Alle aufgeführten Häuser ständen teilweise oder schon dauerhaft leer und beeinträchtigten so den Unternehmenserfolg beider Gesellschaften. Eine Sanierung sei hier aufgrund der Kosten nicht gerechtfertigt. In der Hohekreuzstraße, der Herweghstraße und der Albert-Traeger-Straße seien bereits die meisten Wohnungen unbewohnt. Mietergespräche seien bereits durch die SWG geführt wurden.

Die WBG hatte per 30. September 2002 einen Leerstand von 16,5 Prozent ihrer Wohnungen zu verzeichnen. Im Wohnblock Jacob-Plaut-Straße 19-23 stünden von 24 Wohnungen 22 leer. Bereits im Jahr 2002 erfolgte der Rückbau des Wohnblocks 2-10 und derzeitig wird der Block 12-18 saniert. Diese sanierten Wohnungen werden dann den Mietern der Nr. 19-23 angeboten. In der Thomas-Müntzer-Straße 9-13 sind 88 Prozent der Wohnungen nicht belegt. Auch hier konnte eine Umlenkung der Mieter auf andere Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft erreicht werden.

Alle Freiflächen, die durch den Abriss entstünden, werden als Grünflächen hergerichtet. Auf die Anfrage eines Stadtrates wies die Oberbürgermeisterin darauf hin, dass das Abriss-Haus in der Albert-Traeger-Straße (siehe nnz-Foto) nicht unter Denkmalschutz stehe: „Leider ist es auch nicht mehr sanierungsfähig und unverkäuflich.“ Nach dem Abriss solle das Gelände wieder vermarktet werden. CDU-Stadtrat Dr. Manfred Schröter erinnerte an die Geschichte des Hauses in der Traeger-Straße als Kaserne und beliebte Ausflugsgaststätte und regte an, das gesamte Areal vor dem Abriss zu dokumentieren.
Autor: nnz

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