eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 07:30 Uhr
27.12.2000

Sondershäuser Förderverein des Loh-Orchesters schlägt harte Töne an

Nordhausen/Sondershausen (nnz). Die Wogen im Nordhäuser Theater sind keinesfalls geglättet. Wenn auch durch den Aufsichtsrat der GmbH sozusagen "weihnachtlicher Friede" angeordnet wurde, so gibt es doch vor allem bei den Freunden des Theaters wie des Loh-Orchesters große Unruhe.
In einem Brief an den Aufsichtsrat sowie die Max Bruch Gesellschaft Sondershausen konstatieren die Mitglieder des Fördereins Loh-Orchester ein kopfloses Reagieren von Intendantin und Verwaltungsdirektor. Der Förderverein sei sehr betroffen über diese Entwicklung (nnz berichtete). Dessen Mitglieder "hofften auf Besserung nach der Intendanz von Prof. Dr. Nix. Leider ist das Gegenteil eingetreten." Und weiter heißt es in dem Schreiben vom 21. Dezember: "Die Warnung des Fördervereins Loh-Orchester Sondershausen, dem Generalmusikdirektor (GMD) unter den neuen Intendanz mehr Vollmachten zu gewähren, wurde durch den Aufsichtsrat missachtet. Jetzt ist es unbedingt an der Zeit, Klarheit im eigenen Hause zu schaffen, bevor sich der Schaden über die Grenzen verbreitet. Mit dieser sich jetzt abzeichnenden Entwicklung fürchten wir um den Bestand des Loh-Orchesters Sondershausen. Schon die Tendenz in diese Richtung veranlasst uns zu größtem Protest. Wir bitten Sie daher herzlich und mit Nachdruck, dafür zu sorgen, dass die Führungsunfähigkeit der GmbH beendet wird, GMD Stangel sein Dirigat wieder aufnehmen kann (ist auf Anweisung des Aufsichtsrates erfolgt - die Red.) und die künstlerische Weiterentwicklung keinen Rückschritt erleidet. Davon hängt viel ab, denn das im nächsten Jahr geplante Max-Bruch-Fest wird ohne GMD Stangel nicht stattfinden können und viele bereits vorgesehene Veranstaltungen werden sich in Luft auflösen. Es kann nicht die Absicht der Gesellschafter sein, Theater und Loh-Orchester, die sich nach der Wende zuerst stabilisieren konnten, nun durch unfähige Führungskräfte destabilisieren zu lassen."
Starker Tobak, der da aus Richtung Sondershausen kommt. In der Musikstadt ist der Förderverein mit seinen fast 300 Mitgliedern jedoch eine "Macht", die auch Einfluß auf die kommunale Politik zu haben scheint. Auch der Nordhäuser Förderverein will der derzeitigen Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Nach der Brüskierung und Ausladung des Vereins seitens der Intendantin (nnz informierte) soll nun ein erstes gemeinsames Gespräch Anfang Januar abgewartet werden, obwohl, so erfuhr nnz, die Situation für ein solches Gespräch nicht gerade in bessere Bahnen gelenkt worden sei.
Autor: psg

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)