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Do, 12:45 Uhr
14.11.2002

Horizonte erweitern

Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist heute ein neue Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vorgestellt worden. „Horizonte erweitern“ nennt es sich. Was sich dahinter verbirgt, das hat die nnz erfahren.


Der eingetragenen Vereine Arbeit und Bildung in Marburg und Nordhausen entwickelten in enger Zusammenarbeit die Kozeption zu dem Projekt “Xenos- Horizonte erweitern“. Ein Anti- Rassismus- Projekt, welches durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird. Unterstützung findet dieses Projekt durch das Arbeitsamt Nordhausen.

Dieses Projekt von Arbeit und Bildung Nordhausen e.V. „Horizonte erweitern“ verfolgt zwei Ziele: 1. den Abbau von Fremdenfeindlichkeit als ein Beitrag zu mehr Offenheit und Toleranz und 2. Jugendlichen durch mehr Mobilität einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu ermöglichen. Das Projekt wird zwischen März 2002 und Dezember 2004 in insgesamt fünf Durchgängen mit zusammen zehn Gruppen in Lehrgangskursen in Marburg/Hessen und in Nordhausen durchgeführt. Die beiden Kooperationspartner in Ost und West fördern somit innerdeutschen Austausch und mobilisieren Jugendliche gemeinsam zu tolerantem Verhalten gegenüber Menschen aus anderen Kulturen.

„Xenos-Horizonte erweitern“ besteht aus zwei Phasen: Die erste Sensibilisierungsphase ist ein Training gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Völkerverständigung. In zwölf Unterrichtsbausteinen beschäftigen sich die Jugendlichen mit Themen wie Vorurteile, Rassismus, Kulturkreisen, Konflikten, etc. Daran schließt die Mobilitätsphase an, in der sich die Teilnehmer/innen aus Thüringen und Hessen kennen lernen, sich gegenseitig besuchen und sich auf ein gemeinsames Leben in Frankfurt am Main vorbereiten. In der Wirtschaftsmetropole Frankfurt wohnen die Jugendlichen aus Ost und West zusammen und absolvieren ein Betriebspraktikum, das der beruflichen Orientierung dient oder auch in ein Ausbildungsverhältnis übergeht.

Derzeit ist die erste Phase des Projektes erfolgreich abgeschlossen. Seit Mitte Oktober wohnen und leben die Jugendlichen der beiden Bundesländer gemeinsam in einer Wohngemeinschaft in Frankfurt am Main. „Horizonte erweitern“ wird vom Fachbereich Psychologie der Philipps- Universität in Marburg evaluiert und empirisch ausgewertet. Nach Abschluss des Projektes werden die Inhalte und Ergebnisse in einem Leitfaden zusammen gestellt und an interessierte Schulen und außerschulische Bildungsträger weitergegeben.
Autor: nnz

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