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Mi, 12:18 Uhr
30.12.2009

Qualifizierung steht hoch im Kurs

Zum Jahresende zieht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt im Fortbildungsbereich eine positive Bilanz. Fast 2.500 Arbeitnehmer legten 2009 eine Weiterbildungsprüfung ab – das ist die höchste Teilnehmerquote der letzten 20 Jahre...


„Auf der Wunschliste der Absolventen dominieren deutlich die kaufmännischen Abschlüsse. Mehr als 1.200 Personen haben sich in diesem Jahr zum Fachwirt oder Fachkaufmann weitergebildet“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die positive Abschlussbilanz. Im gewerblich-technischen Bereich hätten etwa 560 Interessenten eine Höherqualifizierung zum Industrie- oder Fachmeister absolviert. Weitere 700 Teilnehmer legten eine Ausbildereignungsprüfung ab.

„Angesichts rückläufiger Schülerzahlen und dem bestehenden Fachkräftemangel im Freistaat ist die Weiterbildung für viele Betriebe von großer Bedeutung. Genau genommen stellt sie eine unverzichtbare Maßnahme dar“, unterstreicht der IHK-Chef. Die akute Fachkräftesituation erfordere von den Unternehmern ein schnelles Umdenken.

Immerhin müsse zukünftig mit der gleichen Beschäftigtenzahl mehr oder zumindest gleich bleibend viel erwirtschaftet werden. Nur wer seine Mitarbeiter kontinuierlich weiterbilde und höher qualifiziere, könne letztendlich den gestiegenen Anforderungen von Wirtschaft, Technologie und Umwelt gerecht werden.

Ein hohes und bisher oft ungenutztes Potential sieht Grusser in der Kompetenz älterer Arbeitnehmer: „Deren Wissen wird in den meisten Unternehmen nicht systematisch erschlossen und zu selten gesichert. Wenn die Personen dann die Firma verlassen, gehen oft unverzichtbare Kenntnisse verloren.“

Auch die Weiterbildungsquote sei bei älteren Arbeitnehmern vergleichsweise gering. Dabei würden doch gerade die Altmeister die besten Erfahrungswerte mitbringen, die sie an den Nachwuchs weitergeben könnten.

Für das kommende Jahr erwartet die IHK Erfurt eine ähnlich hohe Weiterbildungsquote. Im Bereich der Ausbilderqualifizierung könne diese laut Grusser sogar noch übertroffen werden: „Hier sind mit der neuen Ausbildereignungsverordnung auch die Zulassungsbedingungen aufgehoben worden. Das nutzen derzeit viele Studenten und erwerben bereits während ihres Studiums die Ausbildereignung.“

Aber auch für viele Arbeitnehmer könne eine Qualifizierung zum Ausbilder neue Einsatzfelder erschließen oder auch einfach nur dazu beitragen, den bisherigen Arbeitsplatz zu erhalten.
Autor: nnz/kn

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