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Mi, 13:52 Uhr
30.12.2009

Gegen den Trend

Im Westen dieser Republik klagen die Kommunen über klamme Kassen. Theater oder Hallenbäder müssen geschlossen werden. In Nordhausen ist das ein wenig anders...


Positive Überraschung zum Jahresende: „Entgegen aller Diskussionen um die Wirtschaftskrise können wir für Nordhausen feststellen, dass die Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr noch einmal weiter gestiegen sind und jetzt am Jahresende sogar noch unseren Planansatz übertroffen haben“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).

Die Stadtverwaltung habe für dieses Jahr mit rund 11,8 Millionen Euro Gewerbesteuern gerechnet und jetzt sogar etwas über 12 Millionen Euro einnehmen können. „Mein Dank geht daher an die Unternehmen und Unternehmer in der Stadt, die es trotz Wirtschaftskrise geschafft haben, unsere Region weiter voranzubringen“, freute sich Barbara Rinke.

Die Oberbürgermeisterin verwies auf ihre Worte zum Jahresanfang, wonach anzunehmen war, dass die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur in der Stadt und die geringe Exportabhängigkeit unser Industrie Nordhausen weniger anfällig für die Wirtschaftskrise gemacht hat.

Der für Finanzen zuständige Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) machte zudem klar, dass die Rolandstadt mit dem größten Investitionshaushalt seit dem Jahr der Landesgartenschau auch einen beachtlichen Teil an die Wirtschaft zurückgegeben hat. „Immerhin betrug der für den Investitionsbereich aufgestellte Vermögenshaushalt in diesem Jahr immerhin 25 Millionen Euro, wovon nur rund zwei Millionen Euro aus dem zusätzlichen Konjunkturprogramm des Bundes stammen.

Die größten Projekte dabei waren die Fertigstellung der Unterführung ( rund 10 Millionen Euro), der Umbau der Lessingschule (rund 5 Millionen Euro), der Bau des Kunstrasenplatzes (rund 850.000 Euro), der noch laufende Ausbau der Turnhalle „Käthe-Kollwitz“ (rund 600.000 Euro) und die Sanierung der Grundschule in Peterdorf ( rund 570.000 Euro)“, so Jendricke.

Im Finanzbereich des Nordhäuser Rathauses wird zurzeit intensiv an der Umstellung des Haushaltssystems gearbeitet, denn die Stadt stellt zum Jahresende ihr Rechnungswesen von der für die Verwaltungen bisher üblichen Kameralistik auf die Doppik um. Während die Kameralistik bisher nur eine reine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben beinhaltete, wird die Doppik ähnlich dem Rechnungswesen der Unternehmen auch mit den entsprechenden Abschreibungen geführt.

„Wir sind die erste große Stadt in Thüringen, welche auf das moderne Rechungswesen umstellt und diese Vorreiterrolle hat natürlich auch ihre Tücken“, machte die Stadtkämmerin Karin Spieß klar. Die Kämmerin verspricht sich vom neuen doppischen Haushalt eine klare Aufstellung der Vermögenssituation der Stadt Nordhausen, wodurch die Stadträte und Bürger umfassender über die finanzielle Lage ihrer Stadt informiert werden können.
Autor: nnz

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Kommentare
Demokrat
01.01.2010, 20:19 Uhr
Schwachsinn aus der Stadtverwaltung
Die angesprochenen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Nordhausen werden erst nach Aufstellung der Jahresabschlüsse 2009 der Unternehmen und der daraufhin vom Finanzamt erstellten Gewerbesteuerbescheide sichtbar werden.

Für das Jahr der Wirtschaftskrise 2009 bedeutet das, dass die Gewerbesteuereinnahmen also erst Mitte 2010 bis Mitte 2011 vorliegen. Die aktuellen Steuermehreinnahmen dürften wohl auf die von der Stadt Anfang 2008 erhöhten Gewerbesteuersätze zurück zu führen sein. Was sollen solche Pressemitteilungen der Stadtverwaltung?

Sie erinnern an eine Zeit, die hoffentlich nie wieder kommt. Oder verstehen Herr Jendricke & Co. einfache wirtschaftliche Zusammenhänge nicht?
denk-mal
03.01.2010, 22:49 Uhr
show time
sie verstehen es wirklich nicht, es ist so, trotz "neunjährigem" studiums wissen sie nicht, dass erst die jahresabschlüsse die tatsachenberichte liefern.
schade das wissen nicht auf den wahlplakaten erkennbar wird . . .
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