Mo, 12:47 Uhr
28.12.2009
Der Alte und der Neue
Heute erhielt die Redaktion der nnz Besuch. Gekommen waren zwei Männer. Einer hatte im vergangenen Monat die hauptamtliche Uniform an den Nagel gehängt, der andere hatte sie sich angezogen. Beide dankten...
Erich Etzrodt hält eigentlich nicht viel von Handys. Dabei war er 23 Jahre lang auf intensive Kommunikation angewiesen, galt es doch Einsätze von Rettungskräften jeglicher Art zu koordinieren, bei denen oft genug das Leben von Menschen auf dem Spiel stand. 23 Jahre war Etzrodt im Landkreis Nordhausen als Kreisbrandinspektor eine Instanz.
Erich Etzrodt (links) und Wilfried Ittershagen kurz nach dem Besuch in der nnz-Redaktion
Er war nicht einfach, war knorrig, mochte keine Medien ("die behindern nur"). Die Leitung eines Einsatzes ging vor Information der Presse. Wer jedoch den Menschen kannte, der wusste, dass diese Art und Weise ein Schutzschild war. Man musste den Erich eben so nehmen wie er ist. Als "KBI" muss ich seit Anfang Dezember sagen: so nehmen wie er war.
Der 30. November 2009 war der letzte Diensttag für Erich Etzrodt als Kreisbrandinspektor. Er hat sie, jetzt im Rückblick, genossen: "23 Jahre durfte ich - in guter kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren die Einsatzbereitschaft mitgestalten", sagte er heute im Redaktionsgespräch. Auch will er allen danken, die mit ihm zusammenarbeiten durften, auch denen, die mussten. Sie alle aufzuzählen, würde selbst diesen internetten Rahmen sprengen.
Wer Erich Etzrodt kennt, der weiß, dass er vermutlich von den Feuerwehren nicht lassen kann. Man soll ihn selbst im Dezember bei der Katastrophenübung im Höllberg-Tunnel gesehen haben. Wie eingangs geschrieben - die Uniform des Kreisbrandinspektors hat seit dem 1. Dezember dieses Jahres Wilfried Ittershagen an. Der kennt das Feuerwehr-Geschäft aus dem "Eff-Eff". Doch die Fußstapfen des Erich Etzrodt sind groß und tief, eben seit 23 Jahren in den Boden des Landkreises Nordhausen gedrückt.
Ittershagen sagt, dass die Bürger dieses Landkreises zu Recht darauf vertrauen können, dass die Feuerwehren für sie da seien, wenn sie gebraucht würden. "Ich möchte mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihre aufopferungsvolle Arbeit bedanken, die oft mit persönlichem Risiko verbunden ist."
Für das nächste Jahr, aber auch schon für den bevorstehenden Jahreswechsel wünschen beide - der neue und der alte "KBI" - allen Floriansjüngern, aber auch den Mitarbeitern der anderen Hilfsorganisationen, der Rettungsleitstelle, der Rettungsdienste sowie den Beamten der Polizei viel Kraft für ihre Arbeit und viel Gesundheit.
Autor: nnzErich Etzrodt hält eigentlich nicht viel von Handys. Dabei war er 23 Jahre lang auf intensive Kommunikation angewiesen, galt es doch Einsätze von Rettungskräften jeglicher Art zu koordinieren, bei denen oft genug das Leben von Menschen auf dem Spiel stand. 23 Jahre war Etzrodt im Landkreis Nordhausen als Kreisbrandinspektor eine Instanz.
Erich Etzrodt (links) und Wilfried Ittershagen kurz nach dem Besuch in der nnz-Redaktion
Er war nicht einfach, war knorrig, mochte keine Medien ("die behindern nur"). Die Leitung eines Einsatzes ging vor Information der Presse. Wer jedoch den Menschen kannte, der wusste, dass diese Art und Weise ein Schutzschild war. Man musste den Erich eben so nehmen wie er ist. Als "KBI" muss ich seit Anfang Dezember sagen: so nehmen wie er war.
Der 30. November 2009 war der letzte Diensttag für Erich Etzrodt als Kreisbrandinspektor. Er hat sie, jetzt im Rückblick, genossen: "23 Jahre durfte ich - in guter kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren die Einsatzbereitschaft mitgestalten", sagte er heute im Redaktionsgespräch. Auch will er allen danken, die mit ihm zusammenarbeiten durften, auch denen, die mussten. Sie alle aufzuzählen, würde selbst diesen internetten Rahmen sprengen.
Wer Erich Etzrodt kennt, der weiß, dass er vermutlich von den Feuerwehren nicht lassen kann. Man soll ihn selbst im Dezember bei der Katastrophenübung im Höllberg-Tunnel gesehen haben. Wie eingangs geschrieben - die Uniform des Kreisbrandinspektors hat seit dem 1. Dezember dieses Jahres Wilfried Ittershagen an. Der kennt das Feuerwehr-Geschäft aus dem "Eff-Eff". Doch die Fußstapfen des Erich Etzrodt sind groß und tief, eben seit 23 Jahren in den Boden des Landkreises Nordhausen gedrückt.
Ittershagen sagt, dass die Bürger dieses Landkreises zu Recht darauf vertrauen können, dass die Feuerwehren für sie da seien, wenn sie gebraucht würden. "Ich möchte mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihre aufopferungsvolle Arbeit bedanken, die oft mit persönlichem Risiko verbunden ist."
Für das nächste Jahr, aber auch schon für den bevorstehenden Jahreswechsel wünschen beide - der neue und der alte "KBI" - allen Floriansjüngern, aber auch den Mitarbeitern der anderen Hilfsorganisationen, der Rettungsleitstelle, der Rettungsdienste sowie den Beamten der Polizei viel Kraft für ihre Arbeit und viel Gesundheit.


