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Mo, 07:22 Uhr
30.11.2009

Mehr als zufriedenstellend

Es war ein turbulentes Jahr: Vor allem für die Banken, deren Kunden, aber auch für den Steuerzahler. Wie hat die Nordhäuser Kreissparkasse den Winden des schwankenden Kapitals getrotzt? Die nnz hat nachgefragt...


Es ist nicht nur die Krise des Geldes, die dem Vorstand der Nordhäuser Kreissparkasse zu schaffen macht. Hier gibt es Mittel, um mit verschiedenen Strategien dagegen zu halten. Es ist vielmehr eine andere Krise, die nicht zu beeinflussen ist. Es ist der demografische Wandel, der um die Nordthüringer Region keinen Bogen macht und auch künftig nicht vorbeiwehen wird. Konkrete Zahl für das Geldhaus am Kornmarkt: Der Landkreis Nordhausen wird in diesem Jahr mehr als 700 Einwohner verlieren.

Bei einem Marktanteil von 60 Prozent sind das mehr als 400 Kunden weniger. Das sind Kunden, die nicht etwa zu einem Mitbewerber aufgrund besserer Konditionen gegangen sind. Nein, die gibt es einfach nicht mehr, weil aus dem Bevölkerungsportfolio mal so verschwunden.

"Mit diesen negativen Rahmenbedingungen sind wir in diesem Jahr gut ausgekommen", berichtet Wolfgang Asche, KSK-Vorstand und für den Markt verantwortlich. Auch Asche kommt um die Krise nicht drumherum, nur: "...sie hat uns Kunden zugespielt, die in der Sparkasse einen sicheren Hafen sahen. Bei uns ist sehr viel Geld geparkt worden." Und so haben sich die Kundeneinlagen trotz der Abwanderung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im Vergleich aller Thüringer Sparkasse eine Spitzenposition, im Freistaat befindet man sich im Minus bei dieser Position.

Das meiste Geld ist in Tagesgeldkonten gebunkert worden, die Anleger rechnen hier vermutlich mit einem raschen Anziehen der Zinsen. Wolfgang Asche hält dagegen: "Die Zinsen werden nach unserer Einschätzung nicht vor dem zweiten Quartal des kommenden Jahres anziehen und so scheinen mittelfristige Geldanlagen bei diesem Zinsniveau und den Konditionen, die wir für entsprechende Produkte bieten, sehr attraktiv." Auch im Bereich des Wertpapiergeschäfts, das 2009 auf niederigem Niveau liegen wird, steuern die Kunden in die sicheren Häfen. Garantie- oder Immobilienfonds sind es zum Beispiel, die Anreize schaffen.

Die Bilanzssumme, die von der Nordhäuser Kreissparkasse erreicht werden soll, wird sich mit 900 bis 910 Millionen Euro auf Vorjahresniveau bewegen. Dahinter steckt die Leistung aller Mitarbeiter des Unternehmen, von denen mal 30, mal 40 neun Monate lang an der Umstellung sämtlicher Leistungen auf ein neues Rechenzentrum gearbeitet haben. Am 19. Juli wurden die Hebel umgelegt, nahezu unbemerkt für die Kunden.

Auch im kommenden Jahr werden alle Filialen der Nordhäuser Kreissparkasse erhalten bleiben. Die in Heringen und Sollstedt werden umgebaut, Überlegungen gibt es auch in Richtung Ellrich, eine Entscheidung steht jedoch aus.
Peter-Stefan Greiner
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