Mi, 12:37 Uhr
30.10.2002
"Damals als ich Wunderlich hieß"
Nordhausen (nnz). Am kommenden Montag wird in die Bibliothek Rudolf Hagelstange zu einer äußerst interessanten Lesung eingeladen. Dabei schildert der Lesende seine Metamorphose vom Parteihochschüler zum kritischen Sozialisten. Mehr Informationen wie immer in Ihrer nnz.
Am Montag, dem 4. November, um 19.30 Uhr, stellt der Autor Hermann Weber sein Buch Damals als ich Wunderlich hieß. Vom Parteihochschüler zum kritischen Sozialisten in der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange vor. Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen: Das politische Buch statt. Zu dieser Veranstaltung lädt Kersti Kramer, Leiterin der Bibliothek, alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
Unter dem Decknamen Hermann Wunderlich war Weber von 1947-1949 Kursant des ersten Zweijahreslehrganges an der SED-Parteihochschule Karl Marx. Die Erinnerungen in seinem Buch liefern einen ersten detaillierten Einblick in die Anfänge der Kaderschmiede der SED und die Stalinisierung der DDR. Einsätze in der Praxis führten Weber im März 1949 auch nach Thüringen. An der Parteihochschule erlebt er wie Dogmatismus und Denunziation ein Klima des Verdachts schaffen. Die Flucht von Wolfgang Leonhard versetzt die Schule in Aufruhr. Sie verstärkt seine eigenen Zweifel, die ihn aber immer noch nicht mit der Partei brechen lassen.
Nach seiner Rückkehr in den Westen war er Redakteur für die FDJ-Zeitung Junges Deutschland. Seinen endgültigen Bruch mit dem Kommunismus vollzieht er gemeinsam mit seiner Kommilitonin und späteren Ehefrau Gerda Röder, die am vorliegenden Buch mitgearbeitet hat. Hermann und Gerda Weber werden das Buch gemeinsam vorstellen.
Autor: nnzAm Montag, dem 4. November, um 19.30 Uhr, stellt der Autor Hermann Weber sein Buch Damals als ich Wunderlich hieß. Vom Parteihochschüler zum kritischen Sozialisten in der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange vor. Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen: Das politische Buch statt. Zu dieser Veranstaltung lädt Kersti Kramer, Leiterin der Bibliothek, alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
Unter dem Decknamen Hermann Wunderlich war Weber von 1947-1949 Kursant des ersten Zweijahreslehrganges an der SED-Parteihochschule Karl Marx. Die Erinnerungen in seinem Buch liefern einen ersten detaillierten Einblick in die Anfänge der Kaderschmiede der SED und die Stalinisierung der DDR. Einsätze in der Praxis führten Weber im März 1949 auch nach Thüringen. An der Parteihochschule erlebt er wie Dogmatismus und Denunziation ein Klima des Verdachts schaffen. Die Flucht von Wolfgang Leonhard versetzt die Schule in Aufruhr. Sie verstärkt seine eigenen Zweifel, die ihn aber immer noch nicht mit der Partei brechen lassen.
Nach seiner Rückkehr in den Westen war er Redakteur für die FDJ-Zeitung Junges Deutschland. Seinen endgültigen Bruch mit dem Kommunismus vollzieht er gemeinsam mit seiner Kommilitonin und späteren Ehefrau Gerda Röder, die am vorliegenden Buch mitgearbeitet hat. Hermann und Gerda Weber werden das Buch gemeinsam vorstellen.


