Mi, 12:36 Uhr
30.10.2002
Stagnation bei Investitionen
Ellrich (nnz). Normalerweise sind erste Lesungen bei Haushaltsentwürfen eher unspannend. Nicht so in Ellrich. Da ging es bereits am Montag im Stadtrat heiß her.
Er wird den Stadträten große Bauchschmerzen verursachen, der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Fehlen im Verwaltungshaushalt gegenüber diesem Jahr allein schon 40.000 Euro an Schlüsselzuweisungen vom Land, so zeigt sich der Vermögenshaushalt in seinem jetzigen Entwurf eher desaströs denn verhandelbar. Da fehlen glatt eine Million Euro zur Ausgeglichenheit, gab Bürgermeister Gerald Schröder gegenüber nnz zu.
Einst hatte das Stadtoberhaupt überlegt und angekündigt, die Einnahmeseite durch höhere Hebesätze bei den Grundsteuern und der Gewerbesteuer einigermaßen zu kompensieren. Letztlich ist Schröder wieder davon abgegangen, denn er will nicht das gleiche machen, wie die Bundesregierung da in Berlin. Und so wird es ziemlich schwierig für die Ellricher Räte, das Zahlenwerk noch in diesem Jahr zu beschließen.
Zuvor müssen sich nämlich die Ausschüsse das Leben schwer machen. Auf der einen Seite sollen für das kommende Jahr auch heilige Kühe auf die Schlachtbank geführt werden, auf der anderen Seite wissen auch die Ellricher Kommunalpolitiker, dass eine Kürzung bei den freiwilligen Aufgaben (Kultur, Sport, Vereine usw.) die Südharzstadt nicht unbedingt attraktiver macht. Denn schließlich soll das Werben und Buhlen um Investoren und Neu-Ellricher auch im kommenden Jahr nicht wegfallen. Bleibt dies erfolglos, dann gibt es wieder weniger Einwohner in Ellrich, Sülzhayn oder Werna.
Und dann sind die 40.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen vom Land nur der Anfang einer gefährlichen Spirale, bestimmt doch die Zahl der Einwohner die Höhe der Zuweisungen.
Fakt sei jedoch, dass im kommenden Jahr Straßensanierungen zurückgestellt werden müssen. An den Bau eines Feuerwehrgerätehauses ist gleich gar nicht zu denken. Hier würden allein die Planungskosten die Kommune überfordern, trotz Förderung. Beibehalten werden soll jedoch die Sanierung der Altstadt. Denn auch das gehört zur Attraktivität als weicher Standortfaktor dazu, ist sich Schröder sicher.
Autor: nnzEr wird den Stadträten große Bauchschmerzen verursachen, der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Fehlen im Verwaltungshaushalt gegenüber diesem Jahr allein schon 40.000 Euro an Schlüsselzuweisungen vom Land, so zeigt sich der Vermögenshaushalt in seinem jetzigen Entwurf eher desaströs denn verhandelbar. Da fehlen glatt eine Million Euro zur Ausgeglichenheit, gab Bürgermeister Gerald Schröder gegenüber nnz zu.
Einst hatte das Stadtoberhaupt überlegt und angekündigt, die Einnahmeseite durch höhere Hebesätze bei den Grundsteuern und der Gewerbesteuer einigermaßen zu kompensieren. Letztlich ist Schröder wieder davon abgegangen, denn er will nicht das gleiche machen, wie die Bundesregierung da in Berlin. Und so wird es ziemlich schwierig für die Ellricher Räte, das Zahlenwerk noch in diesem Jahr zu beschließen.
Zuvor müssen sich nämlich die Ausschüsse das Leben schwer machen. Auf der einen Seite sollen für das kommende Jahr auch heilige Kühe auf die Schlachtbank geführt werden, auf der anderen Seite wissen auch die Ellricher Kommunalpolitiker, dass eine Kürzung bei den freiwilligen Aufgaben (Kultur, Sport, Vereine usw.) die Südharzstadt nicht unbedingt attraktiver macht. Denn schließlich soll das Werben und Buhlen um Investoren und Neu-Ellricher auch im kommenden Jahr nicht wegfallen. Bleibt dies erfolglos, dann gibt es wieder weniger Einwohner in Ellrich, Sülzhayn oder Werna.
Und dann sind die 40.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen vom Land nur der Anfang einer gefährlichen Spirale, bestimmt doch die Zahl der Einwohner die Höhe der Zuweisungen.
Fakt sei jedoch, dass im kommenden Jahr Straßensanierungen zurückgestellt werden müssen. An den Bau eines Feuerwehrgerätehauses ist gleich gar nicht zu denken. Hier würden allein die Planungskosten die Kommune überfordern, trotz Förderung. Beibehalten werden soll jedoch die Sanierung der Altstadt. Denn auch das gehört zur Attraktivität als weicher Standortfaktor dazu, ist sich Schröder sicher.

