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Mi, 11:30 Uhr
21.10.2009

Immer Grün

Es ist nicht nur ratsam, sondern auch des Journalisten Pflicht, sich in gewissen Zeitabständen über den Fortschritt einer Entwicklung zu informieren. Die nnz macht das zum Beispiel zum geplanten Einkaufszentrum am Nordhäuser Pferdemarkt.

Immer noch kein Zeichen (Foto: nnz) Immer noch kein Zeichen (Foto: nnz)
So richtig klar ist der Weg zum Einkaufszentrum am Nordhäuser Pferdemarkt immer noch nicht

Die nnz hat immer wieder mal nachgefragt, wie es denn um die Entwicklung des Pferdemarktes bestellt sei? Der Tenor der Antworten aus dem Rathaus und aus der Runde der vielfältigsten Investoren lautete denn auch: „Alles im grünen Bereich“. Wenn dieser Satz in – zugegebenermaßen – historisch kurzen Zeitabständen fällt, dann produzieren diese vier Worte wohl oder übel einen faden Bei- oder Nachgeschmack. Es war der 23. April des Jahres 2002, da berichtete die nnz über das begehrliche Verhalten einer Investorenfamilie namens Rossing hinsichtlich des Standortes mitten in Nordhausen.

Wie die Begehrlichkeit letztlich ausgegangen ist, muss hier nicht erläutert werden. Neugierige werden im Archiv der nnz fündig. Danach nahmen Stadtverwaltung und –rat die Sache selbst in die Hand. Und siehe da, in kollektiver Übereinstimmung dann die Entscheidung für neue Investoren. Aber: Immer wieder die gleichen Fragen der nnz und noch immer stehen alle Ampeln auf „Grün“. Das ist sieben Jahre her.

Wir wollen mal aus den Erfolgsmeldungen des Rathauses allein aus diesem Jahr zitieren: Sie freue sich wie viele Nordhäuser, dass es am Pferdemarkt nun auch sichtbare Fortschritte gebe, sagte Frau Klaan. „Insbesondere die älteren Bürger im Stadtzentrum werden froh darüber sein, wieder eine Einkaufsmöglichkeiten für die Dinge des täglichen Bedarfs in ihrer Nähe zu haben“, so Frau Rinke.

Ein weiteres Beispiel für den Fortschritt belegt der letzte Apriltag dieses Jahres. Zitat: „Wir rechnen für den Sommer mit der Grundsteinlegung am Pferdemarkt“, sagte Seibert.

Was folgte, das waren die Vertröstungen seitens der Investoren, die seit einigen Monaten unter „Redos fgi pferdemarkt 1 gmbh“ firmieren. Mal stünden die Verhandlungen mit den Kernmietern kurz vor dem Abschluss, mal seien die Verträge unterzeichnet. Mal gebe es Probleme mit der „Elektronik-Fläche“, aktuell laufen die Verhandlungen mit dem „Textiler“, sagte Rüdiger Weitzel der nnz.

Aber sonst – eben alles im grünen Bereich. Die Gespräche hinsichtlich der Vergabe der Bauleistungen an einen Generalunternehmer würden in die Endphase gehen. Nach nnz-Informationen sollen zwei hiesige Unternehmen als Bieter im Rennen sein, die bereits sehr viel Geld für Planung und Projektierung oder für Kalkulationen ausgegeben haben könnten. Sie sollen laut Weitzel Ende Oktober Klarheit haben.

Klarheit aber wollen auch die finanzierenden Banken von den Investoren haben, deren Vertreter interessiert der Stand der Vorvermietung. Und da sind wir wieder bei den Kernmietern und beim sich schließenden Kreis oder dem Haustiger, der sich in den eigenen Schwanz beißen will.

Trotz alledem rechnet Rüdiger Weitzel noch in diesem Jahr mit einem Baubeginn für das Vorhaben, dass die Nordhäuser Innenstadt revolutionär verändern wird. Vermutlich ist damit die Revolution des täglichen Verkehrs gemeint. Hoffentlich stehen dann die Ampeln am Kornmarkt-Kreisel ab und zu mal auf „Grün“?
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
pumpnC
21.10.2009, 12:03 Uhr
Baubeginn?
Bauginn dieses Jahr? Die leute wissen aber schon, dass der Winter vor der Tür steht. Also ehr wohl nicht mehr in diesem Jahr. Ich glaube eigentlich ehr überhaupt nicht mehr.
denk-mal
21.10.2009, 16:22 Uhr
glaubt wirklich noch jemand
ernsthaft, dass an diesem Platz noch ein Einkaufzentrum entsteht? Wenn das jemand glaubt , dann ist es ein "gestern erst Zugereister".
Wir Nordhäuser sind geduldig vielleicht auch gutgläubig, aber mit Sicherheit nicht doof.

Seit 2002 eperimentiert die Spitze der Stadtverwaltung an der Bebauung dieses Standortes.

Es scheint dieser Verwaltung und unserer Oberbürgermeisterin nur etwas zu gelingen, wenn sie dafür Fördermittel ausgeben kann. Alles was in den letzten Jahren Großes gebaut wurde, waren immer mit Fördermitteln verknüpft.

Mit der Investorenauswahl für den Standort Pferdemarkt, war jedenfalls ein "glückliches Händchen" nicht dabei. Der Erste hat die Stadtspitze nur hingehalten und dann verklappst, der Zweite ist noch nicht so weit gegangen der hält bis jetzt nur hin.

Schaut man sich diesen Standort etwas genauer an, stellt man einiges fest, woraus man schließen kann, dass ein zweites Einkaufszentrum von der Größe der Südharzgalerie nur mit sehr viel Glück funktionieren wird. Die Verkaufsflächen pro Einwohner sind jetzt schon über dem Bundesdurchschnitt.

Durch die Eingemeindungen halten wir die Einwohnerzahl konstant, dass heisst aber die Nordhäuser wohnen bestenfalls nur noch zu zwei drittel im Stadtkern und zu dreiviertel im engeren Stadtgebiet, ein Viertel der Bürger wohnt in den eingemeindeten Dörfern.

So organisiert sich auch das Kaufverhalten, nämlich überwiegend mit dem Auto und im wesentlich geringerem Maße zu Fuß.

Die Verkehrssituation in dem Bereich Pferdemarkt ist jetzt schon nicht einem Verkehrsfluss förderlich. Kommen dann noch die zuerwartenden Käufer zum Einkaufscentrum (falls es doch noch gebaut wird) mit Ihrem Auto, ist der Dauerstau als Konstante festgeschrieben. Die Situation ist also nicht verkaufsfördernd, denn wer steht schon beim Hin- oder Rückweg gern im Stau. Zur Südharzgalerie kommt man schnell hin und wieder weg.
Altstadtfan
21.10.2009, 17:15 Uhr
Leider nichts Neues
Sie haben völlig Recht Herr Greiner,wir fühlen uns
schon lange hintergangen.Wir möchten gern eine
ehrliche Antwort.Auch der Gedanke das die SWG das Gelände übernimmt und dort eine Markhalle und
Wohnungen baut könnte uns gefallen.
Nur das Hinhalten der Menschen ist nicht in Ordnung.
Pe_rle
22.10.2009, 20:45 Uhr
Einkaufstempel Nr.3
Hallo,wer kann denn hier überhaupt noch was glauben!!!!!!!!! Alles hier in Nordhausen dauert Jahrzehnte,nur fertig wird nix so richtig.

Beispiel 1 Bäckerstraße,was da so alles gebaut werden sollte!!!!!!!!!!!
Beispiel 2 Pferdemarkt,was da so alles gebaut werden soll !!!!!!!
Beispiel 3 Taschenberg ehemals Roland Bräu,was da so alles entstehen sollte ,und was es nun letztendlich wird !!!!!!! fragt man sich , wann wird von Seiten Rinke und Co nun mal endlich die Wahrheit an das Tageslicht gebracht???????

Es scheint leichter zu sein, mit einem neuen Spaten ein Loch für einen Baum auszuheben und bunte Bänder durchzuschneiden um etwas neu zu eröffnen,als den Bürgern dieser Stadt die Wahrheit zu sagen.
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