Mi, 08:39 Uhr
21.10.2009
Becker: Viel Lyrik
Seit heute ist der Entwurf des Koalitionsvertrages für die künftige Thüringer Landesregierung im Umlauf. Die nnz sprach dazu mit der SPD-Kreisvorsitzenden Dagmar Becker...
Für die Nordhäuser Region sei der Vertrag sehr enttäuschend, meinte Becker, die das Dokument vorliegen hat. So findet der aufmerksame Leser kein Wort zur Ausweisung des Naturparks Südharz, die in der vergangenen Woche selbst Landrat Joachim Claus (CDU) in dem Papier sehen wollte. Statt dessen soll ein Biosphärenreservat Südharz für den Thüringer Teil bis 2012 geprüft werden. Positiv anzumerken sei laut Becker, dass beide Koalitionspartner sich geeinigt hätten, keine weitere Verritzung für den Gipsabbau zuzulassen. Das allerdings bannen diese Worte in keiner Weise die Gefahr eines weiteren Abbaus.
Gestern sei nach nnz-Informationen der Vertragsentwurf im Landesparteirat, dem unter anderen der Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden angehören, fast euphorisch gefeiert worden. Becker sprach von Verherrlichung und Huldigung der Person Matschie. Man habe das SPD-Wahlprogramm in vielen Teilen wiedergefunden, soll da zu hören gewesen sein. Becker vermisst hingegen das kompromisslose gemeinsame Lernen oder die Gebietsreform. Statt dessen hätten Berater in den kommenden Jahren Hochkonjunktur im Freistaat.
Dagmar Becker hätte sich vom Landesvorsitzenden eine solche große Runde vor einigen Wochen gewünscht. Hier hätte der Landesvorstand schon mal Basis-Witterung aufnehmen können. Letztlich sei das Papier eine Lyrik-Ansammlung ohne konkrete Festlegungen. Und das, was aufgeschrieben wurde, steht natürlich unter dem Vorbehalt der Finanzierung.
Am Wochenende werde der SPD-Landesparteitag in großer Mehrheit dem Landesvorstand folgen. Die bis dahin über 800 abgegebenen Stimmen gegen eine Koalition mit der CDU hätten wohl keine Bedeutung mehr. Becker: Es sind ja schließlich die gleichen Delegierten, die bereits den jetzigen Landesvorstand gewählt haben.
Autor: nnzFür die Nordhäuser Region sei der Vertrag sehr enttäuschend, meinte Becker, die das Dokument vorliegen hat. So findet der aufmerksame Leser kein Wort zur Ausweisung des Naturparks Südharz, die in der vergangenen Woche selbst Landrat Joachim Claus (CDU) in dem Papier sehen wollte. Statt dessen soll ein Biosphärenreservat Südharz für den Thüringer Teil bis 2012 geprüft werden. Positiv anzumerken sei laut Becker, dass beide Koalitionspartner sich geeinigt hätten, keine weitere Verritzung für den Gipsabbau zuzulassen. Das allerdings bannen diese Worte in keiner Weise die Gefahr eines weiteren Abbaus.
Gestern sei nach nnz-Informationen der Vertragsentwurf im Landesparteirat, dem unter anderen der Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden angehören, fast euphorisch gefeiert worden. Becker sprach von Verherrlichung und Huldigung der Person Matschie. Man habe das SPD-Wahlprogramm in vielen Teilen wiedergefunden, soll da zu hören gewesen sein. Becker vermisst hingegen das kompromisslose gemeinsame Lernen oder die Gebietsreform. Statt dessen hätten Berater in den kommenden Jahren Hochkonjunktur im Freistaat.
Dagmar Becker hätte sich vom Landesvorsitzenden eine solche große Runde vor einigen Wochen gewünscht. Hier hätte der Landesvorstand schon mal Basis-Witterung aufnehmen können. Letztlich sei das Papier eine Lyrik-Ansammlung ohne konkrete Festlegungen. Und das, was aufgeschrieben wurde, steht natürlich unter dem Vorbehalt der Finanzierung.
Am Wochenende werde der SPD-Landesparteitag in großer Mehrheit dem Landesvorstand folgen. Die bis dahin über 800 abgegebenen Stimmen gegen eine Koalition mit der CDU hätten wohl keine Bedeutung mehr. Becker: Es sind ja schließlich die gleichen Delegierten, die bereits den jetzigen Landesvorstand gewählt haben.

