Di, 18:16 Uhr
20.10.2009
3.500 mal schonend therapiert
Das Schloss Sonderhausen ist die historische Kulisse für das dritte IMRT-Symposium der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Südharz-Krankenhauses unter dem Titel:Die IMRT: Möglichkeiten, Voraussetzungen, Chancen, Risiken, Visionendieses Symposium, das sich mit den modernsten und innovativsten Techniken im Bereich der Strahlentherapie zur Krebsbehandlung beschäftigt.
Am 23. und 24. Oktober beraten Experten aus Deutschland und der Schweiz über ihre Erfahrungen und über die Vorteile der so genannten Intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) und anderer neueingeführter Strahlenbehandlungsverfahren. Erstmals muss sich das Denken des Radioonkologien nicht mehr an den im Röntgenbild sichtbaren Knochenstrukturen orientieren, sondern kann sich auf den ganz individuell geformten Tumor jedes einzelnen Patienten konzentrieren, so Dr. Wolfgang Oehler, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie in Nordhausen.
Dazu verfügt jeder der installierten Linearbeschleuniger über einen integrierten Computertomografen, so dass auch vor jeder Bestrahlung die Lage des Tumors millimetergenau kontrolliert und damit bei der Bestrahlung punktgenau getroffen werden kann. Gerade in der letzten Zeit hat es in der Strahlentherapie wichtige Innovationen gegeben. So haben die auf dem Gebiet der Strahlentherapie führenden Firmen, eine neue dynamische Bewegungsbestrahlung im vergangenen Jahr in den Markt eingeführt, die die Bestrahlungszeit des Patienten dramatisch (auf etwa ein Viertel) reduziert.
Die erste deutschlandweite Anlage unter dem Firmennamen RapidArc der Firma Varian ist im Dezember vergangenen Jahres in Nordhausen in den Routinebetrieb gegangen. Erste klinische Erfahrungen mit dieser Methode und dem unter dem Namen VMAT eingeführten Produkt der Firma Elekta werden zum Symposium in Sondershausen vorgestellt. Weitere Erfahrungsberichte betreffen die Tomotherapie, ein Verfahren, bei dem der Linearbeschleuniger langsam um den Patienten kreist.
Der 3.500-ste mit IMRT in der Strahlenklinik Nordhausen bestrahlte Tumorpatient ist Anlass mit internationalen Experten erneute über die aktuelle Situation bei dieser Behandlungsmethode zu beraten. Diskutiert werden Tumorentitäten, bei denen die Anwendung von IMRT sinnvoll ist.
Des Weiteren ist wegen der besseren Schonung der Risikoorgane die IMRT eine Möglichkeit zur Dosiseskalation. Die Nordhäuser Erfahrungen der Hochdosisstrahlentherapie des Prostatakarzinoms werden anhand der Ergebnisse bei knapp 700 Patienten mit Krebserkrankung der Vorsteherdrüse vorgestellt. Weitere sinnvolle Indikationen für die IMRT-Bestrahlung und deren klinische Ergebnisse, die atmungsgetriggerte Strahlentherapie und die Körperstammstereotaxie sind ebenso Inhalt des Symposiums.
Zu dieser Expertentagung haben sich über 250 Strahlentherapeuten und Medizinphysiker angemeldet, 29 Firmen stellen ihre neuesten Produkte aus.
Autor: nnz/knAm 23. und 24. Oktober beraten Experten aus Deutschland und der Schweiz über ihre Erfahrungen und über die Vorteile der so genannten Intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) und anderer neueingeführter Strahlenbehandlungsverfahren. Erstmals muss sich das Denken des Radioonkologien nicht mehr an den im Röntgenbild sichtbaren Knochenstrukturen orientieren, sondern kann sich auf den ganz individuell geformten Tumor jedes einzelnen Patienten konzentrieren, so Dr. Wolfgang Oehler, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie in Nordhausen.
Dazu verfügt jeder der installierten Linearbeschleuniger über einen integrierten Computertomografen, so dass auch vor jeder Bestrahlung die Lage des Tumors millimetergenau kontrolliert und damit bei der Bestrahlung punktgenau getroffen werden kann. Gerade in der letzten Zeit hat es in der Strahlentherapie wichtige Innovationen gegeben. So haben die auf dem Gebiet der Strahlentherapie führenden Firmen, eine neue dynamische Bewegungsbestrahlung im vergangenen Jahr in den Markt eingeführt, die die Bestrahlungszeit des Patienten dramatisch (auf etwa ein Viertel) reduziert.
Die erste deutschlandweite Anlage unter dem Firmennamen RapidArc der Firma Varian ist im Dezember vergangenen Jahres in Nordhausen in den Routinebetrieb gegangen. Erste klinische Erfahrungen mit dieser Methode und dem unter dem Namen VMAT eingeführten Produkt der Firma Elekta werden zum Symposium in Sondershausen vorgestellt. Weitere Erfahrungsberichte betreffen die Tomotherapie, ein Verfahren, bei dem der Linearbeschleuniger langsam um den Patienten kreist.
Der 3.500-ste mit IMRT in der Strahlenklinik Nordhausen bestrahlte Tumorpatient ist Anlass mit internationalen Experten erneute über die aktuelle Situation bei dieser Behandlungsmethode zu beraten. Diskutiert werden Tumorentitäten, bei denen die Anwendung von IMRT sinnvoll ist.
Des Weiteren ist wegen der besseren Schonung der Risikoorgane die IMRT eine Möglichkeit zur Dosiseskalation. Die Nordhäuser Erfahrungen der Hochdosisstrahlentherapie des Prostatakarzinoms werden anhand der Ergebnisse bei knapp 700 Patienten mit Krebserkrankung der Vorsteherdrüse vorgestellt. Weitere sinnvolle Indikationen für die IMRT-Bestrahlung und deren klinische Ergebnisse, die atmungsgetriggerte Strahlentherapie und die Körperstammstereotaxie sind ebenso Inhalt des Symposiums.
Zu dieser Expertentagung haben sich über 250 Strahlentherapeuten und Medizinphysiker angemeldet, 29 Firmen stellen ihre neuesten Produkte aus.

