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So, 09:33 Uhr
18.10.2009

Jubiläumsausgabe erschienen

„20 Jahre wiedervereinigtes Harzgebirge“ lautet
das Motto dieser Herbstausgabe - ein Versuch, Ost- und Westharzer Autoren in zahlreichen persönlichen Beiträgen Gelegenheit zu geben, ihre Sicht zum Gelingen des auch im Harz nicht immer einfachen Werkes der Wiedervereinigung darzustellen. Hier ein kleiner Vorgeschmack...

Wieder vereintes Gebirge (Foto: Knolle) Wieder vereintes Gebirge (Foto: Knolle)
Brockenhaus-Eröffnung

Auch mit einer wohl wenig schönen Folge im wiedervereinigten Harz befasst sich die vorliegende Ausgabe, dem „doppelten“ Oberharz: Stadt Oberharz um Elbingerode und Samtgemeinde Oberharz um Clausthal-Zellerfeld. – Als Ostdeutscher erinnert sich Dr. Edgar Presia aus Harzgerode an „20 Jahre ohne Mauer“, an Abriss und Aufbau. Friedemann Schwarz aus Hohegeiß nennt aus leidvollen Erfahrungen seines Heimatortes mit der innerdeutschen Grenze seine Arbeit: An der Grenze.

Als besinnlicher Beitrag ist aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Salvatoris in Zellerfeld der Vortrag von Pastor Christian Kühne eingeschaltet, den dieser zum 80. Geburtstag post mortem von Prof. Dr. h. c. Werner Tübke, Nationalpreisträger der DDR, zu dessen 1997 gemaltem Flügelaltar gehalten hat: Ein Glaubensbekenntnis unserer Zeit?

In seinem ‚Bekenntnis‘ „Unser Harz in schwieriger Zeit“ nennt Prof. Dr. Eckhard Oelke aus Salzmünde (Saale) nun seine Autorenschaft zu einigen Harzer Silberbergbau-Beiträgen in den Jahren 1968/69 in Unser Harz – früher musste das geheim gehalten werden. Gerhard Rockstedt aus Rieder a. H. erzählt eine nicht alltägliche deutsch-deutsche Gästejagd nach. Aus Strausberg erinnert sich Horst Isigkeit an Grenz- und Schmuggelerlebnisse zwischen Braunlage, Elend/Schierke und Tanne in den Jahren von 1948 bis 1952; harte und auch komische Zeiten aus schwerer Nachkriegszeit, aber erinnernswert.

Dem schon erwähnten „doppelten“ Oberharz – ein Trauerspiel in 5 Akten – widmet Friedemann Schwarz (Hohegeiß) seine Betrachtung. Prof. Dr. med. Lutz Wille aus Schriesheim/Benneckenstein stellt hierzu eine vergleichende Landschaftsskizze – Oberharz und Hochharz, die an Eindeutigkeit bezüglich der Elbingeröder Irrungen nichts zu wünschen übrig lässt und gleichzeitig eine umfassende Fundgrube an Harzwissen darstellt.

Dazu passen dann wohl auch die „Nachrichten über das ehemalige hannoversche Amt Elbingerode“ von Günter Gebhardt aus Hannover, der belegt, dass es in diesem Raum schon 1857 eine Gemeinde mit dem Namen Bodfeld (Elend, Rothehütte und Königshof) gab. Einige Leserbriefe und Buchbesprechungen runden das Motto dieser Herbstausgabe ab, wobei das Büchlein von Karl Berke, Harzklub-Vorsitzender von Ilsenburg: Freier Brocken – Erinnerungen an den 3. Dezember 1989, auch als Bildergeschichte lesenswert ist.

Werner Haberland (Ilsenburg) beschließt das Heft mit
„Jeschichten uter DDR“. Auch das ‚Nationalpark-Forum‘ steuert zum Motto der Ausgabe den Zeitzeugenbericht von Jürgen Richter, ehemals Altenau, jetzt Wernigerode, bei; ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen „unseres Harzes“.

„Unser Harz“ ist über die Oberharzer Druckerei in Clausthal-Zellerfeld (Tel. 05323/2533, Fax 2534, Mail: fischerthielbar.clausthal@t-online.de) zu beziehen: Einzelheft 2,10 Euro + Versandkosten, Abopreis (12 Hefte) 27 Euro, inklusive Versandkosten.
Autor: nnz

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