Mi, 17:35 Uhr
23.10.2002
Das Ziel steht fest: Oberzentrum
Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen soll am Planungsziel Oberzentrum festhalten. Dafür haben sich gestern Vertreter der Nordhäuser Wirtschaft ausgesprochen. Die Medien waren bei diesem Treffen außen vor. Deshalb kann lediglich auf eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung zurückgegriffen werden.
Zum Treffen waren rund 40 Vertreter der unterschiedlichen Branchen der Nordhäuser Wirtschaft in den Bürgersaal ins Neue Rathaus gekommen. Thema war der Stand der Vorbereitungen für den Entwurf des neuen Thüringer Landsentwicklungsplanes, den die Oberbürgermeisterin vorstellte und der 2003 verabschiedet werden soll. Danach soll Nordhausen - bisher Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums - einerseits zum Mittelzentrum herabgestuft werden; ist aber andererseits zugleich der einzige sogenannte Entwicklungskern in Nordthüringen. Wir als Stadt sind in die Diskussion des Entwurf eingebunden, wir wollten wiederum Sie früh einbinden, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zu den Unternehmern.
Vor allem gehe es darum, dass sich in der laufenden Diskussion auch die einheimische Wirtschaft für ein starkes Nordhausen in Erfurt einsetze. Das Land will allgemein sehr 'sparsam' mit dem Titel 'Oberzentrum' umgehen. Das betrifft nicht nur Nordhausen. Wir sind zum Beispiel zur Zeit mit Suhl/Zella-Mehlis in Kontakt, die ebenfalls Oberzentrum werden möchten , erklärte die OB.
Die Bezeichnung Oberzentrum sei nicht nur Etikett: Mit dem Status 'Oberzentrum' hat sich für uns immer ein gewisser Anspruch verbunden. Wir waren stärkster Kern in Nordthüringen und wollen es auch bleiben. Vom Status des Oberzentrum hängt nicht nur die Höhe der Unterstützung von Bund und Land, sondern auch zum Beispiel die Anbindung an wichtige Verkehrsnetze.
Otto Brandt, Geschäftsführer der IGENO Projektentwicklungs GmbH sagte: Wir müssen am Planungsziel 'Oberzentrum' festhalten, den Ehrgeiz haben wir. Nordhausen war schon immer Handels- und Industriezentrum. Viele andere Städte in Nordthüringen blickten und blicken nach Nordhausen - das ist eine gewisse Verpflichtung für unsere Stadt. Und: Nicht nur die Städte Erfurt, Weimar und Jena entlang der A 4 bilden eine 'Perlenkette' - auch Nordhausen hat seine Vorteile, die sich aus der zentralen Lage, am Schnittpunkt mehrerer Bundesländer, ergeben. Nordhausen versorgt - zum Beispiel mit seinem Theater - Sachsen-Anhalt, Hessen und Niedersachsen mit. Brandt rief zu einer Kooperation der Stadt und Region Nordhausen auch bundesländerübergreifend auf, das sei schon bei der Ansiedlung der Fachhochschule erfolgreich gewesen. So kann man Nordthüringen formieren, sagte Brandt. Er forderte zugleich, dass Nordhausen zu einem klaren Profil finden und dieses herausstellen müsse. Brandt: Stadt und Wirtschaft müssen klar sagen: Nordhausen ist ein Industrie- und Wissenschaftszentrum. Das schafft auch Orientierung für Investoren.
Bernhard Andres, Vertreter des Nordhäuser Verbandes der Wirtschaft, sagte: Auch wir unterstützen das Ziel 'Oberzentrum'. Nordhausen braucht eine Wirtschaft, die sich selbst ernähren kann, Fördemittel allein reichen da nicht. Hilfreich auf dem Weg hin zum Oberzentrum sei die Entwicklung angepasster Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Beispiel kleiner Firmen Die müssen wissenschaftlich erarbeitet werden, dabei spielt die Fachhochschule eine wichtige Rolle. Auch Andres rief zu einer regional- und bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit auf.
Mit Blick auf das Ziel Oberzentrum setzte auch Helmut Nüchter, Geschäftsführer der BIC Nordthüringen GmbH auf interkommunale Kooperation zur Stärkung der Nordthüringer Region: Warum schließen Nordhausen und Sondershausen nicht einen Kooperationsvertrag? Das könnte der ganzen Sache ein größeres Gewicht geben, so Nüchter, der Mitglied des Sondershäuser Stadtrates ist.
Das städtische Amt für Wirtschaftsförderung wird nun die Argumente der Wirtschaftsvertreter pro Oberzentrum Nordhausen zusammenstellen und im Rahmen einer Stellungnahme der Stadt zur Staatskanzlei nach Erfurt auf den Weg bringen.
Autor: nnz
Zum Treffen waren rund 40 Vertreter der unterschiedlichen Branchen der Nordhäuser Wirtschaft in den Bürgersaal ins Neue Rathaus gekommen. Thema war der Stand der Vorbereitungen für den Entwurf des neuen Thüringer Landsentwicklungsplanes, den die Oberbürgermeisterin vorstellte und der 2003 verabschiedet werden soll. Danach soll Nordhausen - bisher Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums - einerseits zum Mittelzentrum herabgestuft werden; ist aber andererseits zugleich der einzige sogenannte Entwicklungskern in Nordthüringen. Wir als Stadt sind in die Diskussion des Entwurf eingebunden, wir wollten wiederum Sie früh einbinden, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zu den Unternehmern.Vor allem gehe es darum, dass sich in der laufenden Diskussion auch die einheimische Wirtschaft für ein starkes Nordhausen in Erfurt einsetze. Das Land will allgemein sehr 'sparsam' mit dem Titel 'Oberzentrum' umgehen. Das betrifft nicht nur Nordhausen. Wir sind zum Beispiel zur Zeit mit Suhl/Zella-Mehlis in Kontakt, die ebenfalls Oberzentrum werden möchten , erklärte die OB.
Die Bezeichnung Oberzentrum sei nicht nur Etikett: Mit dem Status 'Oberzentrum' hat sich für uns immer ein gewisser Anspruch verbunden. Wir waren stärkster Kern in Nordthüringen und wollen es auch bleiben. Vom Status des Oberzentrum hängt nicht nur die Höhe der Unterstützung von Bund und Land, sondern auch zum Beispiel die Anbindung an wichtige Verkehrsnetze.
Otto Brandt, Geschäftsführer der IGENO Projektentwicklungs GmbH sagte: Wir müssen am Planungsziel 'Oberzentrum' festhalten, den Ehrgeiz haben wir. Nordhausen war schon immer Handels- und Industriezentrum. Viele andere Städte in Nordthüringen blickten und blicken nach Nordhausen - das ist eine gewisse Verpflichtung für unsere Stadt. Und: Nicht nur die Städte Erfurt, Weimar und Jena entlang der A 4 bilden eine 'Perlenkette' - auch Nordhausen hat seine Vorteile, die sich aus der zentralen Lage, am Schnittpunkt mehrerer Bundesländer, ergeben. Nordhausen versorgt - zum Beispiel mit seinem Theater - Sachsen-Anhalt, Hessen und Niedersachsen mit. Brandt rief zu einer Kooperation der Stadt und Region Nordhausen auch bundesländerübergreifend auf, das sei schon bei der Ansiedlung der Fachhochschule erfolgreich gewesen. So kann man Nordthüringen formieren, sagte Brandt. Er forderte zugleich, dass Nordhausen zu einem klaren Profil finden und dieses herausstellen müsse. Brandt: Stadt und Wirtschaft müssen klar sagen: Nordhausen ist ein Industrie- und Wissenschaftszentrum. Das schafft auch Orientierung für Investoren.
Bernhard Andres, Vertreter des Nordhäuser Verbandes der Wirtschaft, sagte: Auch wir unterstützen das Ziel 'Oberzentrum'. Nordhausen braucht eine Wirtschaft, die sich selbst ernähren kann, Fördemittel allein reichen da nicht. Hilfreich auf dem Weg hin zum Oberzentrum sei die Entwicklung angepasster Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Beispiel kleiner Firmen Die müssen wissenschaftlich erarbeitet werden, dabei spielt die Fachhochschule eine wichtige Rolle. Auch Andres rief zu einer regional- und bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit auf.
Mit Blick auf das Ziel Oberzentrum setzte auch Helmut Nüchter, Geschäftsführer der BIC Nordthüringen GmbH auf interkommunale Kooperation zur Stärkung der Nordthüringer Region: Warum schließen Nordhausen und Sondershausen nicht einen Kooperationsvertrag? Das könnte der ganzen Sache ein größeres Gewicht geben, so Nüchter, der Mitglied des Sondershäuser Stadtrates ist.
Das städtische Amt für Wirtschaftsförderung wird nun die Argumente der Wirtschaftsvertreter pro Oberzentrum Nordhausen zusammenstellen und im Rahmen einer Stellungnahme der Stadt zur Staatskanzlei nach Erfurt auf den Weg bringen.

