Mo, 09:43 Uhr
05.10.2009
Richter Kropp: Entführung aus der Kita
Drama im Kindergarten des DRK e. V. in Sondershausen am letzten Julitag des Jahres.2007. Dort brachte auch eine vietnamesische Staatsangehörige ihre fünf Jahre alte Tochter Ping (Namen geändert) hin. An jenem Tag erschien der getrennt lebende Vater Lee aus Erfurt und wollte sein Kind mitnehmen...
Das elterliche Sorgerecht für die kleine Ping hatte er nicht, dieses übte die Ehefrau aus dem Kyffhäuserkreis alleine aus. Die Mutter war von der Aktion des Vaters auch nicht informiert, da dieser wusste, dass sie mit der Mitnahme des Kindes nicht einverstanden sein würde.
Zunächst legte Lee der Leiterin der Kindereinrichtung diverse Papiere vor, die belegen sollten, dass er der Vater des Kindes sei. Wahrheitswidrig behauptete er, dass die Kindesmutter Bescheid wisse und mit der Aktion einverstanden sei. Die Leiterin der Kindereinrichtung schaltete aber schnell und informierte die Kindesmutter.
Als diese dort erschien und der Aktion widersprach, bedrohte er seine getrennt lebende Frau und forderte Ping auf, in seinen Wagen zu steigen. Nachdem das Kind eingestiegen war, verriegelte er die Autotüren und fuhr davon. Die Schreie der Kindesmutter und ihr Klopfen ignorierte er.
In Erfurt verblieb das Kind einige Tag, bis der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp auf Antrag der Mutter eine einstweilige Anordnung erließ und das Kind dort von einem Gerichtsvollzieher abgeholt werden konnte.
Gerade noch rechtzeitig, denn Lee wollte offensichtlich Ping nach Vietnam bringen. Der Fall nahm jetzt vor dem Sondershäuser Amtsgericht sein juristisches Ende. Gegen Lee erließ das Gericht einen Strafbefehl wegen Entziehung Minderjähriger in Höhe von 1.600 Euro. Der Vater hatte sich gegen den Strafbefehl nicht gewehrt, so dass das Verfahren jetzt rechtskräftig abgeschlossen worden ist.
Glück im Unglück für die Kindesmutter und Ping. Nach dem Schrecken im Kindergarten ist es ruhig geblieben, Lee hat von seinen Bemühungen, die Kleine zu sich zu nehmen offensichtlich Abstand genommen.
Autor: nnz/knDas elterliche Sorgerecht für die kleine Ping hatte er nicht, dieses übte die Ehefrau aus dem Kyffhäuserkreis alleine aus. Die Mutter war von der Aktion des Vaters auch nicht informiert, da dieser wusste, dass sie mit der Mitnahme des Kindes nicht einverstanden sein würde.
Zunächst legte Lee der Leiterin der Kindereinrichtung diverse Papiere vor, die belegen sollten, dass er der Vater des Kindes sei. Wahrheitswidrig behauptete er, dass die Kindesmutter Bescheid wisse und mit der Aktion einverstanden sei. Die Leiterin der Kindereinrichtung schaltete aber schnell und informierte die Kindesmutter.
Als diese dort erschien und der Aktion widersprach, bedrohte er seine getrennt lebende Frau und forderte Ping auf, in seinen Wagen zu steigen. Nachdem das Kind eingestiegen war, verriegelte er die Autotüren und fuhr davon. Die Schreie der Kindesmutter und ihr Klopfen ignorierte er.
In Erfurt verblieb das Kind einige Tag, bis der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp auf Antrag der Mutter eine einstweilige Anordnung erließ und das Kind dort von einem Gerichtsvollzieher abgeholt werden konnte.
Gerade noch rechtzeitig, denn Lee wollte offensichtlich Ping nach Vietnam bringen. Der Fall nahm jetzt vor dem Sondershäuser Amtsgericht sein juristisches Ende. Gegen Lee erließ das Gericht einen Strafbefehl wegen Entziehung Minderjähriger in Höhe von 1.600 Euro. Der Vater hatte sich gegen den Strafbefehl nicht gewehrt, so dass das Verfahren jetzt rechtskräftig abgeschlossen worden ist.
Glück im Unglück für die Kindesmutter und Ping. Nach dem Schrecken im Kindergarten ist es ruhig geblieben, Lee hat von seinen Bemühungen, die Kleine zu sich zu nehmen offensichtlich Abstand genommen.

