eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mo, 07:20 Uhr
05.10.2009

Arbeitssieg

Mit zwei Pluspunkten im Gepäck kehrten die NSV Handballer vom ersten Auswärtsspiel der Saison zurück. Gegen den Aufsteiger aus Werratal tat man sich dabei aber über weite Strecken sehr schwer, berichtet Frank Ollech.


Im Breitunger Sportzentrum trafen zwei Teams aufeinander, die ihren Saisonauftakt gewannen. Für den Aufsteiger aus der Landesklasse, HSG Werratal II, war es das zweite Heimspiel in Folge. Möglich wurde dies durch den Rückzug vom ESV Lok Meiningen. Die Nordhäuser reisten mit viel Selbstvertrauen an, bedingt durch den Kantersieg gegen Wutha/Farnroda, zum ersten Auswärtsspiel. Nur bei einem Sieg konnten sie den Tabellenführer Vfb TM Mühlhausen weiter unter Druck setzen.

Trainer und Zuschauer sahen nach dem Anpfiff zwei kämpfende Mannschaften die sich redlich mühten ihr eigenes Spiel besser in den Griff zu bekommen. Vielleicht lag es daran, dass die Torfolge einem Achterbahnverlauf gleicht. Zuerst am Drücker, die Gastgeber mit dem ersten Treffer im Spiel. Unbeirrt glich der NSV aus und übernahm seinerseits die Führung. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich war für die Südharzer gleichzeitig ein Weckruf. Über die Zwischenstände 4:2 und 8:4 erkämpften sie sich Mitte der ersten Halbzeit beim 10:5 erstmals eine fünf Tore Führung.

Anstatt die Vorentscheidung zu erzwingen, ließen sie die Zügel schleifen. Die HSG übernahm die Initiative und verkürzte auf 12:9. Danach waren die Südharzer bis zum 16:10 wieder hellwach. Den Schlussspurt der ersten Spielhälfte gewannen dann wieder die Gastgeber.

Bis zum Seitenwechsel hatten sie den Vorsprung bis auf 4 Tore verkürzt (19:15 für den NSV). Einzig Torhüter Karsten Scholz war, trotz der nicht optimalen Abwehrarbeit seiner Vorderleute, auf der Höhe. Ohne seine Paraden hätte auch ein anderes Ergebnis auf der Anzeigetafel stehen können.

Nach dem Wechsel kamen die Waggons der HSG immer besser ins Rollen. Mit dem 18:20 schmolz der komfortable Vorsprung der Nordhäuser auf zwei Treffer. Was kam, war ein kleiner Schlagabtausch mit Folgen. Anstatt Spielanteile auszubauen wirkten die Aktivitäten der HSG Spieler auf dem Spielfeld gehemmt, nicht so die des NSV. Mit gelöster Bremse rollten die Angriffe wieder, bis Mitte der zweiten Halbzeit die Vorentscheidung fiel.

Vier Treffer in Folge und der Vorsprung war auf sechs Treffer ausgebaut (25:19). Das stürmische Anrennen nutzten sie mit dem Treffer zum 28:21 zur höchsten Führung im Spiel.

Danach warfen sie scheinbar den Anker. Anders sind die letzten Minuten nicht zu erklären. Anstatt mit einem sicheren Sieg im Ziel anzukommen, wurde es auf der Zielgeraden noch mal eng. Der Abstand verringerte sich von Minute zu Minute dramatisch und zwang Trainer Andreas Meyer in der 54. Spielminute zur Auszeit. So überstanden sie die folgenden brennzliche Situationen. Die Anschlusstreffer zum 26:28 und 27:29 der HSG läutete endgültig den Endspurt ein. Aus diesem wiederum gingen die Südharzer als Sieger hervor. Am Ende erreichten sie die Ziellinie mit 31:28 und bleiben somit in der Tabelle verlustpunktfrei.

In dieser Spielserie gibt es keine Schönheitspreise. Wer Punkte liegen lässt, kann am Ende böse bestraft werden. Nach dieser Saison greifen die weitgehenden Strukturänderungen im Deutschen Handball, Thüringen bleibt davon nicht verschont.

Mit dem Auswärtssieg zog der NSV im Fernduell mit dem Vfb TM Mühlhausen nach. Diesmal gelang dies noch, aber wehe, der Motor springt in anderen Spielen nicht wieder an.
Frank Ollech

Karsten Scholz/ Sören Ahlert/ Stefan Fuhrmann 7/ Thomas Riemekasten 2/ Martin Stritzel 1/ Sebastian Kreutz 2/ Christian Flötling 4/ Marco Holznagel 4/ Sven Hirthammer/ Christian Müller 2/ Mathias Thiele 7
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)