Do, 13:45 Uhr
24.09.2009
Vor den Wahlen
Noch mal gute Nachrichten vor dem Wahlsonntag aus den Wirtschaftsforschungsinstituten. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist gestiegen. Und da liest man Worte wie Würgegriff oder Wachstumspfad innerhalb der Thüringer Industrie...
Endlich wieder positive Nachrichten aus der Wirtschaft. Die konjunkturelle Wende ist greifbar. Wenn auch in kleinen Schritten, die Thüringer Unternehmen befreien sich allmählich aus dem Würgegriff der Krise, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die vorliegenden Zahlen. Danach verlassen die Industrieunternehmen das Konjunkturtal und kehren auf den Wachstumspfad zurück.
Auch die Ergebnisse der aktuellen IHK-Umfrage würden diesen Trend bestätigen: Wieder einmal wurde der Puls von rund 1.000 Unternehmen gemessen. Bereits jeder vierte Manager blickt jetzt zuversichtlich auf die nächsten Monate, fasst der IHK-Chef die wichtigsten Ergebnisse in Kürze zusammen. Die aufgehellten Erwartungen in der Industrie verdeutlichten die positiven Signale für ein Comeback des ehemaligen Stützpfeilers der Thüringer Wirtschaft. Endlich, die Konjunkturampeln schalten wieder auf grün. Der Geschäftsklimaindex hat sich von seinem Rezessionsniveau deutlich erholt und ist rasant um 22 Prozentpunkte gestiegen. Die Seiten der Auftragsbücher füllen sich langsam, erste Kurzarbeiter kehren an die Bänder zurück, so Grusser weiter.
Allerdings: Die Lage bleibe fragil, weshalb er vor Euphorie warnt. Denn trotz dieser Stabilisierung im Jahresverlauf hätten die Umsätze noch lange nicht die Vorjahreswerte erreicht und die Thüringer Industriebetriebe immerhin in den ersten sieben Monaten ein Minus von 21,7 Prozent verkraften müssen. Die Zahl der Beschäftigten wäre um rund 4.400 Personen zurückgegangen.
Erstaunlich robust würden sich bisher vor allem die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln gegen die wirtschaftlichen Turbulenzen stemmen.
Von der neu zu wählenden Bundesregierung fordert der IHK-Hauptgeschäftsführer zügiges Handeln und mahnt Reformen an: Dazu gehört ein leistungs- und innovationsförderndes Steuerrecht ebenso wie die Beseitigung der Kostenbesteuerung in der Unternehmenssteuer sowie eine nachfolgefreundliche Erbschaftssteuer, sagt Grusser. Von hoher Notwendigkeit seien nach wie vor die Schaffung eines flexiblen Arbeitsmarktes und Fortschritte in der Bildungspolitik.
Autor: nnz/knEndlich wieder positive Nachrichten aus der Wirtschaft. Die konjunkturelle Wende ist greifbar. Wenn auch in kleinen Schritten, die Thüringer Unternehmen befreien sich allmählich aus dem Würgegriff der Krise, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die vorliegenden Zahlen. Danach verlassen die Industrieunternehmen das Konjunkturtal und kehren auf den Wachstumspfad zurück.
Auch die Ergebnisse der aktuellen IHK-Umfrage würden diesen Trend bestätigen: Wieder einmal wurde der Puls von rund 1.000 Unternehmen gemessen. Bereits jeder vierte Manager blickt jetzt zuversichtlich auf die nächsten Monate, fasst der IHK-Chef die wichtigsten Ergebnisse in Kürze zusammen. Die aufgehellten Erwartungen in der Industrie verdeutlichten die positiven Signale für ein Comeback des ehemaligen Stützpfeilers der Thüringer Wirtschaft. Endlich, die Konjunkturampeln schalten wieder auf grün. Der Geschäftsklimaindex hat sich von seinem Rezessionsniveau deutlich erholt und ist rasant um 22 Prozentpunkte gestiegen. Die Seiten der Auftragsbücher füllen sich langsam, erste Kurzarbeiter kehren an die Bänder zurück, so Grusser weiter.
Allerdings: Die Lage bleibe fragil, weshalb er vor Euphorie warnt. Denn trotz dieser Stabilisierung im Jahresverlauf hätten die Umsätze noch lange nicht die Vorjahreswerte erreicht und die Thüringer Industriebetriebe immerhin in den ersten sieben Monaten ein Minus von 21,7 Prozent verkraften müssen. Die Zahl der Beschäftigten wäre um rund 4.400 Personen zurückgegangen.
Erstaunlich robust würden sich bisher vor allem die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln gegen die wirtschaftlichen Turbulenzen stemmen.
Von der neu zu wählenden Bundesregierung fordert der IHK-Hauptgeschäftsführer zügiges Handeln und mahnt Reformen an: Dazu gehört ein leistungs- und innovationsförderndes Steuerrecht ebenso wie die Beseitigung der Kostenbesteuerung in der Unternehmenssteuer sowie eine nachfolgefreundliche Erbschaftssteuer, sagt Grusser. Von hoher Notwendigkeit seien nach wie vor die Schaffung eines flexiblen Arbeitsmarktes und Fortschritte in der Bildungspolitik.


