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Do, 13:00 Uhr
24.09.2009

Beton macht den Unterschied

Betrachtet man den jahrelangen Bau der A 38 mal völlig emotionslos, dann handelt es sich um eine Trasse, die nicht frei von Pleiten, Pech, Pannen und jeder Menge Nacharbeiten ist. Die nnz kennt auch einen der Gründe...

Aus Beton (Foto: HABAU) Aus Beton (Foto: HABAU)
Wurde von HABAU beim Bau der A 38 eingesetzt: Betonfertiger

In diesem Jahr soll die A 38 zwischen Göttingen und Leipzig durchgängig für den Verkehr freigegeben werden. Das betonte CDU-Bundestagsabgeordneter Manfred Grund in der vergangenen Woche auf der Podiumsdiskussion des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) in Nordhausen. Was Grund angesichts der bislang vielen Nacharbeiten auf den fertiggestellten Teilstücken auch sagte: Das sei die schlechteste neu gebaute Trasse in den neuen Bundesländern.

Für den Geschäftsführer der HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH in Heringen, Roland Handrek, liegt die Ursache dafür auf der Hand: „Die vielen Mängel sind in der Verwendung der unterschiedlichen Materialien begründet. Während auf vielen Teilabschnitten der A 38 eine Asphaltdecke verbaut wurde, setzt unser Unternehmen konsequent auf Beton.“ Beton ist zum Beispiel weit weniger anfällig gegenüber klimatischen Veränderungen als das zum Beispiel Asphalt ist. Beton ist zudem stabiler, Spurrinnen können sich hier nicht bilden.

Die Heringer haben mit diesem Werkstoff ihre Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel an der A 38. Hier waren sie für die ersten sieben Kilometer überhaupt zuständig. Das war das Teilstück zwischen den Anschlussstellen Nordhausen und Heringen. Auf einem 29,5 Meter breiten Trassenquerschnitt wurde in zwei Lagen eine unterschiedliche Betonstruktur aufgebracht, die insgesamt eine Stärke von 27 Zentimeter aufweist. Nicht nur, dass diese Betondecke weniger Lärm hinsichtlich der Fahrgeräusche verursacht, sie schluckt in der Nacht deutlich weniger Licht als der dunkle Asphalt. Ein nicht unwesentlicher Aspekt für die Verkehrssicherheit.

Allerdings, so Handrek, sei eine Autobahn in dieser Bauweise um einige Prozente teuerer für den Auftraggeber. Und so kommen bei einem Auftragsvolumen von 30 Millionen Euro schon mal rund ein bis zwei Millionen Euro mehr hinzu. Mehrkosten, die sich jedoch auf der A 1 bei Lübeck, der A 2 zwischen Helmstedt und Magdeburg oder auf der A 6 ausgezahlt haben. Hier haben die Heringer ihre Referenzen hinterlassen.

Das deutsche Team der HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH baut nicht mehr in Deutschland, dafür in Österreich. In der Alpenrepublik wird wesentlich konsequenter auf die Beton-Technologie gesetzt. Wer dort mal unterwegs war, wird deren Vorteil schätzen.
Autor: nnz

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